Bachelorarbeit, 2010
49 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Kieferknochen
2.1 Anatomische Merkmale
2.2 Prominente Formvariationen
3 Statistische Formmodelle
3.1 Formenrepräsentationen
3.2 Bestimmung von Landmarken
3.3 Modellierung statistischer Formvariabilität
3.3.1 Ausrichtung
3.3.2 Statistische Formvariabilität
3.4 Das Korrespondenzproblem
4 Material und Methoden
4.1 Beschreibung des Datensatzes
4.2 Technische Implementierung
4.3 Erstellung des statistischen Formmodells
4.3.1 Rauschreduktion
4.3.2 Segmentierung
4.3.3 Modellerstellung
4.4 Gütekriterien
4.4.1 Gütekriterien Segmentierung
4.4.2 Gütekriterien Formmodell
5 Ergebnisse
5.1 Evaluierung der Segmentierung
5.1.1 Qualitative Evaluierung
5.1.2 Quantitative Evaluierung
5.2 Evaluierung des Formmodells
5.2.1 Qualitative Evaluierung
5.2.2 Quantitative Evaluierung
5.3 Zusammenfassung
6 Zusammenfassung und Ausblick
6.1 Zusammenfassung
6.2 Ausblick
Diese Bachelorarbeit hat das Ziel, ein statistisches Formmodell des menschlichen Unterkieferknochens zu erstellen, um die automatische Segmentierung in artefaktbehafteten CT-Daten zu verbessern und chirurgische Planungen zu erleichtern.
3.4 Das Korrespondenzproblem
In Kapitel 3.2 wurde bereits ein Verfahren zur automatischen Bestimmung von Landmarken im Sinne von geometrisch oder anatomisch bedeutungsvollen Punkten oder Punktmengen vorgestellt. Als Korrespondenzproblem wird die Suche nach Landmarkenkorrespondenzen über die gesamte Menge der Trainingsdaten x1 ... xnD bezeichnet. Sind bereits np markante Punkte auf dem Objekt definiert, so muss der j-te Punkt von xi mit dem j-ten Punkt von xk, k = i, j = 1, ..., np korrespondieren. Hinsichtlich der Hauptkomponentenanalyse aus Kapitel 3.3.2 ist die Bestimmung von Korrespondenzen eine notwendige Voraussetzung für die Quantifizierung der statistischen Formvariabilität. Nur korrekte Korrespondenzen gewährleisten die Erstellung eines sinnvollen statistischen Formmodells.
Das Korrespondenzproblem entspricht der Suche nach bijektiven Korrespondenzfunktionen fik, so dass gilt: fik : Di → Dk, i, k = 1, ..., nD, i = k. Die Suche nach fik erfolgt dabei durch die Minimierung des sogenannten Kostenfunktionals: min fik E(fik, Di, Dk). Dieses Kostenfunktional kann in unterschiedlicher Weise gemessen werden. Der Euklidische Abstand beispielsweise gibt die Ähnlichkeit der Formen Di und Dk in Form eines Abstandswertes an.
1 Einleitung: Einführung in die Thematik statistischer Formmodelle, Zielsetzung der Arbeit und Aufbau der Untersuchung.
2 Kieferknochen: Beschreibung der anatomischen Merkmale des Unterkiefers und der klinisch relevanten Formvariationen.
3 Statistische Formmodelle: Mathematische Grundlagen zur Repräsentation von Formen, Bestimmung von Landmarken, Modellierung von Variabilität und Lösung des Korrespondenzproblems.
4 Material und Methoden: Detaillierte Beschreibung des verwendeten Datensatzes, der technischen Segmentierung in ITK-SNAP sowie der Vorgehensweise bei der Modellerstellung und Definition der Gütekriterien.
5 Ergebnisse: Qualitative und quantitative Evaluierung der Segmentierungsergebnisse sowie der generierten statistischen Formmodelle.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse und Diskussion zukünftiger Entwicklungsmöglichkeiten in der praktischen Anwendung.
Statistische Formmodelle, Unterkieferknochen, Segmentierung, ITK-SNAP, Bildverarbeitung, Landmarken, Hauptkomponentenanalyse, Korrespondenzproblem, Computertomographie, Modellgüte, Hausdorff-Distanz, Jaccard-Koeffizient, SPHARM.
Die Arbeit befasst sich mit der automatischen Erstellung und der anschließenden Evaluierung eines statistischen Formmodells für den menschlichen Unterkieferknochen.
Die Arbeit verknüpft die Bereiche medizinische Bildverarbeitung, mathematische Formmodellierung (Shape Modeling) und Segmentierungstechniken für klinische CT-Aufnahmen.
Ziel ist es, ein robustes statistisches Modell zu entwickeln, das trotz bildgebender Artefakte durch Zahnfüllungen oder Implantate eine zuverlässige Segmentierung und Visualisierung des Kieferknochens ermöglicht.
Es werden Methoden zur automatischen Korrespondenzfindung auf Basis der Abbildung auf Einheitskugeln (SPHARM) sowie die Hauptkomponentenanalyse zur Modellierung der statistischen Variabilität angewandt.
Der Hauptteil umfasst die detaillierte Beschreibung der Segmentierungs-Software ITK-SNAP, die mathematische Herleitung der Formmodelle und eine umfangreiche Evaluation verschiedener Modellparameter.
Die Arbeit ist charakterisiert durch Begriffe wie Statistische Formmodelle, Segmentierung, Landmarken, Hauptkomponentenanalyse, Hausdorff-Distanz und Korrespondenzoptimierung.
CT-Aufnahmen des Unterkiefers leiden häufig unter Metallartefakten durch Implantate oder Zahnfüllungen sowie unter Bildrauschen, was eine präzise Segmentierung der Knochenstruktur erheblich erschwert.
Eine Verringerung des Regularisierungsparameters führt in der Regel zu einer besseren Modellgüte, da mehr spezifische Formdetails berücksichtigt werden können.
Die manuelle Nachbearbeitung bleibt wichtig, da automatische Segmentierungsmethoden bei komplexen Artefakten im Kieferbereich nicht immer fehlerfrei arbeiten und manuelle Korrekturen zur Qualitätssicherung notwendig sind.
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