Bachelorarbeit, 2008
42 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung, Ziel der Arbeit und Vorgehensweise
2 Theoretische Grundlage
2.1 Endogene Wachstumstheorie
2.2 Der Ansatz von Romer
3 Möglichkeiten zum Schutz von Wissen in der VR China
3.1 Internationale Abkommen
3.2 Gesetze zum Schutz der geistigen Eigentumsrechte
3.3 Betriebswirtschaftliche und technische Schutzmöglichkeiten
3.3.1 Neuentwicklung von Produkten
3.3.2 Sicherungstechniken
4 China entlang der Wachstumstheorie: Eine Bestandsaufnahme
4.1 Innovationsrealität
4.2 Produktpiraterie und die Ursachen
5 Alternativkonzepte zum Schutz geistiger Eigentumsrechte
5.1 Die Regierung Chinas
5.2 Chinesische Unternehmen
6 Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht, ob die Volksrepublik China durch die gezielte Förderung eigener Innovationen, basierend auf der endogenen Wachstumstheorie, das Ausmaß an Marken- und Produktpiraterie wirksam reduzieren kann. Dabei werden sowohl theoretische Ansätze als auch praktische Herausforderungen und Schutzstrategien analysiert.
3.3.1 Neuentwicklung von Produkten
Um Kunden zu binden und um neue Kunden zu gewinnen, die sich aber das teure Originalprodukt nicht immer leisten können, sollte eine Produktdifferenzierung erfolgen. Somit können bereits am Markt erfolgreiche Produkte um eine zusätzliche Variante erweitert werden.25 Es ist in diesem Zusammenhang als vorteilhaft anzusehen, wenn bereits eingeführte Produkte über einen hohen Bekanntheitsgrad verfügen, da von diesen Produkten Ausstrahlungseffekte auf die neuen Produkte übergehen können. Außerdem gibt es die Möglichkeit, durch die Produktdifferenzierung neue Kundensegmente zu erschließen. Es besteht allerdings die Gefahr von Imageverlusten, wenn bei Luxusgütern das Sortiment um eine zusätzliche minderwertigere Variante erweitert wird.26
Darüber hinaus ist eine hohe Innovationsbereitschaft seitens der Originalprodukthersteller unumgänglich. Diesen muss bewusst werden, dass die eigenen Produkte schon nach kurzer Zeit nach der Markteinführung mit gefälschten Produkten in einem harten Wettbewerb stehen. Die Produktlebenszyklen werden immer kürzer und besonders technisch- innovative Produkte sind davon betroffen. Um Fälschern möglichst wenig Zeit zur Nachahmung der Produkte zu geben ist eine kurze Dauer des Innovationsprozesses von Vorteil. Folgende Grafik stellt zwei unterschiedliche Innovationsprozesse dar. In der oberen Grafik schafft der Anbieter eine vorübergehende Monopolsituation, da er sein Produkt vor dem Wettbewerber einführt. Somit kann er Kostenvorteile durch Erfahrungskurveneffekte erzielen und er hat die Möglichkeit, aufgrund des Zeitvorsprungs, sich wichtige Distributionskanäle und Marktanteile zu sichern. Allerdings gilt zu beachten, dass die Innovation als Flop enden kann und zusätzlich die Gefahr zu hoher Komplexitätskosten eine erfolgreiche Einführung verhindern.27
1 Einleitung, Ziel der Arbeit und Vorgehensweise: Definition der Problemstellung, Darlegung der zentralen These zur Reduktion von Piraterie durch Innovation sowie Erläuterung der methodischen Vorgehensweise.
2 Theoretische Grundlage: Einführung in die endogene Wachstumstheorie mit besonderem Fokus auf den Ansatz von Paul Romer und dessen Bedeutung für wissensbasierte Ökonomien.
3 Möglichkeiten zum Schutz von Wissen in der VR China: Untersuchung rechtlicher Rahmenbedingungen durch internationale Abkommen und nationale Gesetze sowie Vorstellung betriebswirtschaftlicher und technischer Schutzmaßnahmen.
4 China entlang der Wachstumstheorie: Eine Bestandsaufnahme: Empirische Analyse der chinesischen Innovationsrealität und detaillierte Untersuchung der Ursachen und Auswirkungen von Marken- und Produktpiraterie.
5 Alternativkonzepte zum Schutz geistiger Eigentumsrechte: Erarbeitung von Lösungsansätzen und Strategien für staatliche Akteure und chinesische Unternehmen zur effektiven Bekämpfung von Schutzrechtsverletzungen.
6 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der aufgestellten These unter Berücksichtigung der untersuchten Faktoren, wie Guanxi und mangelnder Durchsetzungskapazitäten.
Markenpiraterie, Produktpiraterie, VR China, endogene Wachstumstheorie, geistiges Eigentum, IPR, Innovation, Know-how, Forschung und Entwicklung, Guanxi, Rechtsdurchsetzung, Patentschutz, Wirtschaftswachstum, Technologietransfer, Produktlebenszyklus.
Die Arbeit analysiert die Marken- und Produktpiraterie in der VR China und hinterfragt, ob eine stärkere Förderung eigener Innovationen nach der endogenen Wachstumstheorie diese illegale Praxis eindämmen kann.
Zentrale Felder sind die Wachstumstheorie, rechtliche Rahmenbedingungen für den Schutz geistigen Eigentums, technische Absicherungsmethoden, die Innovationskraft Chinas sowie die soziokulturellen Hintergründe wie Guanxi.
Das primäre Ziel ist die Überprüfung der These, dass China durch technologische Eigenentwicklung die Abhängigkeit von und die Motivation zur Produktnachahmung verringern kann.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Fundierung durch Wachstumsmodelle (Romer), kombiniert mit einer Bestandsaufnahme anhand aktueller Wirtschaftsdaten, Fallbeispielen und rechtlichen Analysen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Basis, eine detaillierte Bestandsaufnahme der chinesischen Innovationslage sowie die Analyse von Schutzstrategien und Ursachen für das Vollzugsdefizit bei der Rechtsdurchsetzung.
Wichtige Begriffe sind Produkt- und Markenpiraterie, endogenes Wachstum, Schutzrechte (IPR), Innovationskraft und das chinesische Konzept Guanxi.
Guanxi beschreibt soziale Beziehungsnetzwerke, die in China oft dazu führen, dass lokale Interessen und persönliche Bindungen die konsequente Durchsetzung nationaler oder internationaler Gesetze gegen Piraterie behindern.
Obwohl China große Fortschritte bei der Gesetzgebung und Innovationsförderung gemacht hat, zeigt die Arbeit, dass das Wirtschaftswachstum und das Ausmaß der Piraterie derzeit positiv korreliert sind, da das Vollzugsdefizit und strukturelle Anreize weiterhin bestehen.
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