Diplomarbeit, 2009
102 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Darstellung der Einrichtung und der Datenerhebung
2.1 Das Kinderkrankenhaus auf der Bult in Hannover
2.2 Datenerhebung mit der Diagnosebezogenen Tätigkeitsanalyse (DTA)
3 Theoretischer Hintergrund
3.1 Fallpauschalensystem
3.1.1 Gruppierung
3.1.2 Fallerlös
3.2 Pflege im DRG-Kontext
3.2.1.1 Tätigkeitsfeld der Krankenpflege und Kinderkrankenpflege
3.2.1.2 Veränderungen im Bereich der Pflege
3.2.1.3 Abbildung der Pflege im DRG-System
3.3 Pädiatrie im DRG-Kontext
3.4 Kostenrechnung im Krankenhaus
3.4.1 Methoden der Kosten und Leistungsrechnung im Kontext der DRG-Kalkulation
3.4.2 Fallkosten des Pflegedienst der Normalstation
3.5 Patientenklassifikationssysteme
3.5.1 Typologie von Patientenklassifikationssysteme
3.5.2 Diagnosebezogene Tätigkeitsanalyse (DTA)
3.5.3 PPR
3.5.3.1 Konzeption der PPR
3.5.3.2 Nutzung der PPR heute
3.6 Zusammenfassung
3.7 Daraus sich ergebende Fragestellung
4 Methodik
4.1 Überführung der Ausgangsdaten
4.1.1 PPR Daten
4.1.2 DRG-Daten
4.1.3 DTA-Daten
4.2 Berechnungsgrundlagen
4.2.1 Belegungstage
4.2.2 Kosten der Pflegeminute nach PPR
4.2.3 Kosten der effektiven Pflegeminute
4.2.4 Indirekte Patientenzeiten
5 Ergebnisse
5.1 MDC
5.2 DRGs
5.3 G67B
5.3.1 Altersklassen
5.3.2 Verweildauer
5.3.3 A/S-Einteilung
5.3.4 PPR-Zeiten
5.3.5 DTA-Zeiten
5.3.6 Fallbezogener Vergleich des Pflegeaufwand und Personalkostenanteils
5.3.7 Mittlerer Pflegeaufwand mit Bezug auf die Erlössituation
5.3.8 Mittlerer Pflegeaufwand bezogen auf die direkten und indirekten Patientenzeiten
5.4 K60F
5.4.1 Altersklassen
5.4.2 Verweildauer
5.4.3 A/S-Einteilung
5.4.4 PPR-Zeiten
5.4.5 DTA-Zeiten
5.4.6 Fallbezogener Vergleich des Pflegeaufwand und Personalkostenanteils
5.4.7 Mittlerer Pflegeaufwand mit Bezug auf die Erlössituation
5.4.8 Mittlerer Pflegeaufwand bezogen auf die direkten und indirekten Patientenzeiten
6 Diskussion
6.1 G67B
6.2 K60F
6.3 Gesamtbetrachtung
7 Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob die Pflege-Personalregelung (PPR) als Grundlage für die DRG-Kalkulation den tatsächlichen pflegerischen Aufwand in einem Kinderkrankenhaus verursachungsgerecht abbilden kann. Dabei wird die PPR kritisch mit der Methode der diagnosegestützten Tätigkeitsanalyse (DTA) verglichen, um die Auswirkungen auf die Kostensituation und die resultierenden Konsequenzen für die DRG-Weiterentwicklung aufzuzeigen.
2.2 Datenerhebung mit der Diagnosebezogenen Tätigkeitsanalyse (DTA)
Die Diagnosebezogene Tätigkeitsanalyse, kurz DTA, fand im Zeitraum zwischen dem 21.04.2008 und dem 18.06.2008 im Rahmen eines Projektes der Hochschule Niederrhein in o.g. Kinderkrankenhaus statt. Vorbereitend fanden mehrere Sitzungen der Projektsteuerungsgruppe statt, in denen der konkrete Ablauf geklärt und unter anderem die Tätigkeitslisten den spezifischen Anforderungen der Institution in Übereinkunft mit den Leitungen der Fachabteilungen sowie der Stationen modelliert wurde. Ebenso wurde der Betriebsrat hinzugezogen, da, wenn auch anonymisiert, Mitarbeiterbezogene Daten erfasst und verarbeitet wurden. Vor Ort wurde das Projekt während des gesamten Erhebungszeitraumes von drei Studenten der Hochschule Niederrhein intensiv betreut.
Die erste Woche der Erhebung wurde zur Schulung der Mitarbeiter im Umgang mit dem Erfassungsgerät DokuLiner®, dem Erfassungsalgorithmus und den Tätigkeitsbarcodelisten genutzt. Parallel auch als Pre-Test-Phase der Erhebung selber. In dieser Zeit wurden minimale Änderungen an den Tätigkeitslisten und dem Erfassungsalgorithmus vorgenommen.
Erfasst wurden nur die Bereiche, in denen keine Aufzeichnung der patientenbezogenen Zeiten und Tätigkeiten per EDV via KIS stattfand, um eine Doppeldokumentation zu vermeiden, wie es beispielsweise in der Physiotherapie der Fall gewesen wäre. Im AAZ sowie in den Funktionsbereichen (Radiologische Abteilung, EKG, Sonographie u.ä) wurde kontinuierlich erfasst. Jeder Patient passiert das AAZ, unabhängig ob er ambulant geführt wird oder daraus eine Stationäre Aufnahme resultiert. Ebenso werden elektive Krankenhausaufenthalte über das AAZ aufgenommen. Somit ist eine durchgängige Dokumentation der Patientenbezogenen Daten der stationären Fälle gewährleistet, da aus logistischen Gründen die bettenführenden Stationen zeitversetzt erfasst werden mussten.
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Problematik der Ressourcenabbildung in der Pflege im Rahmen des G-DRG-Systems und führt in die Notwendigkeit einer sachgerechten Kostenkalkulation ein.
2 Darstellung der Einrichtung und der Datenerhebung: Dieses Kapitel beschreibt das Kinderkrankenhaus auf der Bult sowie das methodische Vorgehen bei der Datenerhebung mittels der Diagnosebezogenen Tätigkeitsanalyse (DTA).
3 Theoretischer Hintergrund: Hier werden die Grundlagen des G-DRG-Systems, die Rolle der Pflege im pädiatrischen DRG-Kontext und bestehende Patientenklassifikationssysteme wie die PPR detailliert erörtert.
4 Methodik: Die methodische Vorgehensweise bei der Datenbereinigung und Berechnung der Pflegeminutenkosten auf Basis der erhobenen DTA-Daten wird hier dargelegt.
5 Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die empirischen Ergebnisse der DTA im Vergleich zur PPR für die DRGs G67B und K60F, insbesondere hinsichtlich Zeitaufwand und Kosten.
6 Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch hinterfragt und die Hypothese bestätigt, dass die PPR den tatsächlichen Pflegeaufwand in den untersuchten Fällen unterbewertet.
7 Ausblick: Der Ausblick thematisiert mögliche Lösungsansätze zur Verbesserung der pflegerischen Abbildung in der DRG-Kalkulation und zukünftigen Forschungsbedarf.
G-DRG, Pflege, Kinderkrankenhaus, PPR, DTA, Personalbemessung, Kostenkalkulation, Fallpauschalen, Patientenklassifikation, Leistungsverdichtung, Ressourcenverbrauch, Pädiatrie, Personalcontrolling, Pflegeminuten, Krankenhausfinanzierung.
Die Diplomarbeit analysiert, ob die Pflege-Personalregelung (PPR) in der Lage ist, den realen Pflegeaufwand in einem Kinderkrankenhaus verursachungsgerecht zu erfassen und in der DRG-Kalkulation abzubilden.
Zentrale Themen sind das deutsche G-DRG-System, Instrumente der Personalbemessung, Kostenrechnung im Krankenhaus und die Spezifika der pflegerischen Versorgung in der Kinderheilkunde.
Ziel ist es zu prüfen, ob die PPR als Soll-Zeit-Bemessung zur realistischen Darstellung des Pflegeaufwands geeignet ist oder ob sie diesen systematisch unterbewertet.
Der Autor führt eine Diagnosebezogene Tätigkeitsanalyse (DTA) durch, um reale Ist-Zeiten zu erfassen und diese mit den normativen Vorgaben der PPR zu vergleichen.
Im Hauptteil werden theoretische Hintergründe zum DRG-System erläutert, die Methodik der Datenerhebung dargelegt und die Ergebnisse für ausgewählte DRGs (G67B und K60F) detailliert analysiert.
Wichtige Begriffe sind G-DRG, PPR, DTA, Personalbemessung, Kostenkalkulation und Ressourcenverbrauch in der Pflege.
Die DTA dient als empirisches Instrument zur Ist-Zeit-Messung, das im Gegensatz zur analytisch-rechnerischen PPR den tatsächlichen, individuellen Pflegeaufwand in Echtzeit abbilden kann.
Der Autor stellt fest, dass insbesondere Kurzlieger durch die PPR nicht realistisch bewertet werden, da die methodische Systematik der PPR hier zu einer systematischen Unterdeckung führt.
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