Bachelorarbeit, 2010
48 Seiten, Note: 1,3
0. Hinführung
0.1 Einleitung
0.2 Zielsetzung und Fragestellung
0.3 Korpus und formale Hinweise
1. Soziale Medien und ihre Anwendungen
1.1 Die Ideologie: Web 2.0
1.2 Die Technik: schnell. einheitlich. verfügbar.
1.3 Die Anwendungen: aktuell. wechselseitig. vernetzt.
1.3.1 E-Mail
1.3.2 (Mikro-) Blog
1.3.3 Chat
1.3.4 Social Sharing
1.3.5 Social Games
1.3.6 Soziale Netzwerke
2. Kommunikation in Sozialen Medien
2.1 Charakteristika der Online-Kommunikation
2.1.1 Kommunikationsarten
2.1.2 Kommunikationskanäle und Entkörperlichung
2.1.3 Entzeitlichung und Enträumlichung
2.1.4 Privatheit und Öffentlichkeit
2.2 Textbasierte Begegnungen: Sprache in der Online-Kommunikation
2.2.1 Oraliteralität
2.2.2 Emoticons
2.2.3 Emulierte Prosodie
2.2.4 Lexik
3. Das Soziale Netzwerk Facebook
3.1 Netzwerkbildung
3.1.1 Profil
3.1.2 Freunde
3.2 Netzwerkpflege
3.2.1 Startseite und Neuigkeiten
3.2.2 Nachrichten und Postfach
3.2.3 Facebook-Chat
3.2.4 Anstupsen
3.2.5 Anwendungen und Spiele
3.2.6 Facebook mobil
4. Schlussbetrachtung
Ziel der Arbeit ist es, die Interaktionsmöglichkeiten in sozialen Medien zu untersuchen und dabei aufzuzeigen, wie Nutzer die durch die Online-Kommunikation bedingten Grenzen und Einschränkungen durch sprachliche sowie technologische Anpassungsmechanismen überwinden.
2.2.1 Oraliteralität
In der Online-Kommunikation fehlt der Körper vollständig als Zeichenträger und es kristallisiert sich als basales Kennzeichen ihre (hauptsächliche) Textualität heraus. Die Botschaften, die in der FTF-Kommunikation übermittelt würden, müssen verschriftlicht, vom Sender per Tastatur eingegeben und als digitaler Code versendet werden. Der Empfänger rezipiert am Bildschirm, wobei die Kommunikation kanalreduziert vor sich geht und der Nutzer in erster Linie mit dem Auge wahrnimmt. Aufgrund der Körperlosigkeit müssen Körperzeichen und andere nonverbale und paraverbale Zeichen in Schriftsprache transformiert werden. Diese Zeichen sind meist jedoch relativ komplex, sodass in der Online-Kommunikation neue Zeichen-Codes herausgebildet haben. Hierfür wird die Tastatur mit Hilfe des ASCII-Zeichensatzes (American Standard Code for Information Interchange) auf kreative Weise eingesetzt.46
Online-Individualität und -Identität entstehen vor allem durch den Schreib- und Interaktionsstil sowie durch die Art der Nutzung der sonst noch zur Verfügung stehenden Werkzeuge der Plattform, die dabei helfen, den Mangel an körperlichen Signalen zu kompensieren.47 Insofern verschieben auch die Kompetenzen einer sich in der Online-Kommunikation darstellenden Person. Sprache, die stil- und humorvoll verschriftlicht wird ebenso wie Tippgeschwindigkeit oder gekonnter Einsatz der zur Verfügung stehenden Anwendungen stehen im Vordergrund.48
0. Hinführung: Dieses Kapitel stellt die Einleitung, die Zielsetzung sowie die methodischen Hinweise zur vorliegenden Arbeit dar.
1. Soziale Medien und ihre Anwendungen: Hier werden die Grundlagen des Web 2.0, die technische Infrastruktur und die etablierten Anwendungsformen sozialer Medien definiert.
2. Kommunikation in Sozialen Medien: Dieses Kapitel analysiert die theoretischen Besonderheiten der digitalen Kommunikation und die sprachlichen Anpassungsstrategien der Nutzer.
3. Das Soziale Netzwerk Facebook: In diesem Kapitel wird das soziale Netzwerk Facebook als praktisches Beispiel herangezogen, um die Interaktionsmöglichkeiten und Netzwerkfunktionen detailliert zu veranschaulichen.
4. Schlussbetrachtung: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die veränderten Kommunikationsbedingungen durch soziale Medien.
Soziale Medien, Facebook, Web 2.0, Online-Kommunikation, Oraliteralität, Interaktion, Emoticons, Netzwerkpflege, digitale Identität, Entkörperlichung, Medialität, Sprachwandel, Interjektionen, Nonstandardvarietäten, Computervermittelte Kommunikation
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Interaktionsformen in sozialen Medien und der Frage, wie Nutzer durch technische und sprachliche Strategien die Barrieren der digitalen Kommunikation überwinden.
Die zentralen Themen umfassen das Web 2.0, die Charakteristika von Online-Kommunikation, die sprachliche Gestaltung digitaler Nachrichten sowie die Funktionsweise von Facebook.
Das Ziel ist es darzustellen, welche Möglichkeiten Nutzer haben, sich trotz der durch das Medium bedingten Kommunikationsgrenzen (z. B. Abwesenheit des Körpers) in sozialen Netzwerken erfolgreich auszutauschen.
Die Autorin kombiniert eine theoretische Fundierung mit einer authentischen Momentaufnahme durch die Analyse von Nutzerprofilen und Interaktionen bei Facebook.
Der Hauptteil gliedert sich in die technologische Basis sozialer Medien, die theoretische Auseinandersetzung mit Kommunikationsformen und eine ausführliche Praxisstudie der Plattform Facebook.
Wichtige Begriffe sind Soziale Medien, Facebook, Web 2.0, Oraliteralität, Interaktion und die damit verbundene digitale Identität.
Die Online-Kommunikation zeichnet sich durch Entkörperlichung, Kanalreduktion sowie Entzeitlichung und Enträumlichung aus, was die Nutzer durch kreativen Medieneinsatz kompensieren.
Oraliteralität bezeichnet die Tendenz, dass geschriebene Kommunikation in sozialen Medien durch ihre Spontaneität und Dialogizität zunehmend Züge mündlicher Sprache annimmt.
Sie dienen als notwendiger Ersatz für fehlende nonverbale Signale wie Mimik und Gestik, um Gefühle und Nuancen in die textbasierte Kommunikation zu übertragen.
Die Sprache in sozialen Medien bildet ein Hybridmedium, das weder rein schriftlich noch rein mündlich ist, sondern durch kreative Zeichennutzung eine eigene Form der Interaktion ermöglicht.
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