Bachelorarbeit, 2024
40 Seiten, Note: 1,8
Das Hauptziel dieser Bachelorarbeit ist die Untersuchung der Auswirkungen von Hörschädigungen auf die psychosoziale Belastung bei jungen Menschen. Dabei wird eine umfassende Analyse auf Basis mehrerer Studien durchgeführt, um ein tiefes Verständnis für die Bedürfnisse dieser Kinder und Jugendlichen zu entwickeln und effektive Unterstützungsmaßnahmen zur Förderung ihrer Integration in Schule, Familie und Gesellschaft abzuleiten.
Definition und Klassifikation von Hörschädigungen
Das Ohr, als eines unserer bedeutendsten Sinnesorgane, spielt eine entscheidende Rolle bei der Wahrnehmung von Schall. Es ermöglicht dem Menschen, sich an Geräuschen zu orientieren, Gefahren zu erkennen und zu kommunizieren (Hermann-Röttgen, 2009, S. 6). Das Ohr lässt sich in einen peripheren und einen zentralen Abschnitt unterteilen. Der periphere Teil setzt sich aus dem äußeren Ohr, dem Mittelohr und dem Innenohr zusammen. Im Gegensatz dazu umfasst der zentrale Teil die Hörbahn, die Vestibularbahnen (Nervenbahnen, die sämtliche Informationen vom Gleichgewichtsorgan zum Gehirn leiten) sowie zentrale Abschnitte des Gesichtsnervs, die zum Innenohr verlaufen. Das äußere Ohr setzt sich aus der Ohrmuschel, dem äußeren Gehörgang und der Trommelfellwand zusammen und fungiert als Trichter für Schallwellen, die an das Trommelfell weitergeleitet werden. Das Mittelohr bildet einen luftgefüllten Hohlraum, bestehend aus dem Trommelfell, der Paukenhöhle, in der sich die Gehörknöchelchen zwischen dem Trommelfell und dem Innenohr befinden, sowie der Ohrtrompete, die eine Verbindung zwischen dem Mittelohr und dem Nasenrachenraum herstellt. Das Innenohr umfasst sowohl das Gleichgewichtsorgan als auch das Hörorgan, das auch als Cochlea oder Schnecke bezeichnet wird. (Lenarz & Boenninghaus, 2012, Kap. 1).
Um zu hören, werden alle Teile des Ohres benötigt. Zu Beginn fängt die Ohrmuschel die Schallwellen eines Geräusches ein und leitet sie über den Gehörgang weiter. Dadurch wird das Trommelfell in Schwingung versetzt. Die Schwingungen, die das Trommelfell auf die Gehörknöchelchen überträgt, bilden ein leicht bewegliches Hebelsystem. Die Cochlea, auch als Schnecke bekannt, ist im Wesentlichen ein mit Flüssigkeit gefüllter Schlauch, der die Basilarmembran, eine längs verlaufende Membran, enthält. Durch die Vibration der Gehörknöchelchen an der Basis der Schnecke entstehen wellenartige Bewegungen in der Flüssigkeit innerhalb der Cochlea. Diese Flüssigkeitsbewegung versetzt die Basilarmembran ihrerseits in wellenförmige Bewegung. Die daraus resultierende Biegung der feinen Sinneshaare an den Sinneszellen der Schnecke, auch als Corti-Organ oder Hörorgan bezeichnet, führt zur Umwandlung der mechanischen Schwingungen der Basilarmembran in neurale Aktivität. Dies geschieht, indem die Sinneszellen die Nervenenden reizen, wenn sie sich biegen. Auf diese Weise erfolgt die Transformation des ursprünglichen physikalischen Reizes in einen Nervenreiz. Das Gehirn ermöglicht daraufhin räumliches Hören, die Unterscheidung von Schallintensitäten und Tonhöhen sowie die Integration verschiedener Schallereignisse zu Melodien und Sprache (Flückiger, 2023, S. 194–195). Angesichts der komplexen Abhängigkeit des Hörvorgangs von verschiedenen Teilen des Ohres und der anschließenden Verarbeitung im Gehirn, kann eine Störung oder Schädigung in einem dieser Bereiche zu unterschiedlichen Arten von Hörschädigungen führen.
I. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der psychosozialen Belastungen von Kindern und Jugendlichen mit Hörschädigungen ein, beleuchtet die Relevanz des Themas und formuliert das primäre Ziel der Arbeit, nämlich die Untersuchung der Auswirkungen von Hörschädigungen und die Förderung der Integration betroffener junger Menschen.
II. Theoretischer Hintergrund: Hier werden die grundlegenden Konzepte erläutert, beginnend mit einer präzisen Definition und Klassifizierung von Hörschädigungen, ihren Arten und Ursachen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Bedeutung des Hörens für die kindliche Entwicklung und die psychosozialen Einflussfaktoren in der Kindheit.
III. Einfluss der Hörschädigung auf die Psychosoziale Belastung: Der Hauptteil widmet sich einer eingehenden Analyse der emotionalen (Depressionen, Angststörungen), sozialen (gesellschaftliche Teilhabe, Einsamkeit) und kognitiven (Selbstbild, Selbstwertgefühl, Bildung) Auswirkungen von Hörschädigungen auf die psychosoziale Belastung bei Kindern und Jugendlichen, basierend auf einer Kombination mehrerer Studien.
IV. Ergebnisse der Literaturrecherche: Dieses Kapitel präsentiert und diskutiert die Beobachtungen und Erkenntnisse, die aus der Literaturrecherche zu den im Hauptteil untersuchten Auswirkungen von Hörschädigungen auf die psychosoziale Belastung hervorgegangen sind.
V. Diskussion: Die Diskussion analysiert die komplexen Faktoren, die zur erhöhten Prävalenz von Depressionen und Angststörungen bei Kindern mit Hörschädigung beitragen, und erörtert die kommunikativen Barrieren, Stigmatisierung und mögliche kausale Zusammenhänge.
VI. Schlussfolgerung: Das Abschlusskapitel fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und betont, dass Hörschädigungen signifikante Auswirkungen auf emotionaler, sozialer und kognitiver Ebene haben. Es unterstreicht die Notwendigkeit weiterer Forschung zur Kausalität und zur Entwicklung effektiver Unterstützungsmaßnahmen für betroffene Kinder und Jugendliche.
Hörschädigung, psychosoziale Belastung, Kinder, Jugendliche, Depressionen, Angststörungen, Selbstwertgefühl, soziale Teilhabe, Einsamkeit, Bildung, Cochlea-Implantat, Hörgeräte, Sprachentwicklung, Inklusion, psychische Entwicklung.
Diese Arbeit untersucht den Einfluss von Hörschädigungen auf die psychosoziale Belastung bei Kindern und Jugendlichen und vergleicht diese mit normal hörenden Gleichaltrigen.
Die zentralen Themenfelder umfassen die Definition und Klassifikation von Hörschädigungen, deren Einfluss auf die kindliche Entwicklung sowie spezifische emotionale, soziale und kognitive Auswirkungen auf die psychosoziale Belastung.
Das primäre Ziel ist es, mögliche Auswirkungen von Hörschädigungen auf die psychosoziale Belastung junger Menschen zu untersuchen, ein tieferes Verständnis für ihre Bedürfnisse zu entwickeln und effektive Unterstützungsmaßnahmen abzuleiten.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche und der Analyse mehrerer relevanter Studien, um ein umfassendes Bild der Thematik zu zeichnen.
Im Hauptteil werden die emotionalen (Depressionen, Angststörungen), sozialen (gesellschaftliche Teilhabe, Einsamkeit) und kognitiven (Selbstbild, Selbstwertgefühl, Bildung) Auswirkungen von Hörschädigungen auf Kinder und Jugendliche detailliert analysiert.
Hörschädigung, psychosoziale Belastung, Kinder, Jugendliche, Depressionen, Angststörungen, Selbstwertgefühl, soziale Teilhabe, Einsamkeit, Bildung.
Der Hörvorgang beginnt damit, dass die Ohrmuschel Schallwellen einfängt und über den Gehörgang zum Trommelfell leitet, das in Schwingung versetzt wird. Diese Schwingungen werden von den Gehörknöchelchen im Mittelohr auf die flüssigkeitsgefüllte Cochlea im Innenohr übertragen, wo sie in neurale Aktivität umgewandelt und an das Gehirn weitergeleitet werden.
Im Hauptteil werden Depressionen und Angststörungen als die wichtigsten emotionalen Auswirkungen einer Hörschädigung auf Kinder und Jugendliche detailliert betrachtet.
Die Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass ein inklusives Schulsystem und der Kontakt zu hörenden Peers positive Auswirkungen auf das emotionale Befinden von Schülern mit Hörschädigung haben und somit die politische Agenda zur Inklusion unterstützen.
Die Ergebnisse zeigen, dass Kinder mit Hörverlust im globalen Selbstwertgefühl signifikant positiver bewerten als Peers in der allgemeinen Bevölkerung, während sie in spezifischen Bereichen wie Gleichaltrige und Eltern ein niedrigeres Selbstwertgefühl aufweisen können.
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