Masterarbeit, 2019
128 Seiten, Note: 1
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Forschungsfrage
1.4 Vorgangsweise und Aufbau der Arbeit
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Projekt und Projektmanagement
2.1.1 Das Projekt
2.1.2 Zusammenhang zwischen Prozess- und Projektmanagement
2.1.3 Das projektorientierte Unternehmen
2.1.4 Projektmanagement
2.1.5 Gestaltung des Projektmanagementprozesses und seiner Teilprozesse
2.1.6 Projektmanagement-Methoden in der Projektplanung
2.1.7 Projektcontrolling
2.2 Risikomanagement in Projekten
2.2.1 Projektrisiko
2.2.2 Potentielle Risikofelder
2.2.3 Projekt-Risikomanagement
2.3 Qualitätsmanagement in Projekten
2.3.1 Aufgaben des Qualitätsmanagements in der Projektabwicklung
2.3.2 Non-Conformance-Costs
3 Praktischer Hintergrund
3.1 Vorstellung des Unternehmens
3.2 Aktueller Projektmanagementprozess der Firma X
3.3 Grundsätze des Risikomanagements der Firma X
3.3.1 Abgrenzung der Unternehmensrisiken- und Chancen
3.3.2 Rollen und Verantwortungen zum Management von Chancen und Risiken
3.3.3 Management von Chancen und Risiken
3.3.4 Regelkreis für das Management von Chancen und Risiken der Firma X
4 Methodik
4.1 Ausgestaltung des Analysekonzepts
4.2 Definition und Abgrenzung der zu analysierenden Projekte
4.3 Quantitative Analyse und Bewertung der R/C-Listen und NCC-Daten
4.4 Qualitative Analyse mittels Experteninterviews
5 Umsetzung
5.1 Ergebnisse der quantitativen Abweichungsanalyse
5.2 Ergebnisse der qualitativen Ursachenanalyse durch Experteninterviews
5.2.1 Auswahl der Experten und Kontaktaufnahme
5.2.2 Durchführung und Nachbearbeitung
5.2.3 Darstellung und Interpretation der Ergebnisse
6 Diskussion und Handlungsempfehlungen
7 Zusammenfassung
Diese Arbeit zielt darauf ab, die hohen Fehlleistungskosten (Non-Conformance-Costs, NCC) in einem internationalen Anlagenbauunternehmen durch eine Analyse organisatorischer Schwächen im Projekt- und Risikomanagement beherrschbarer zu machen und daraus Handlungsempfehlungen abzuleiten.
2.2.3 Projekt-Risikomanagement
Die Projektmanagement-Aufgabe Projektrisikomanagement beinhaltet die Identifikation und die Bewertung von Risiken, die Vermeidung respektive Vorsorge von Risiken durch die Planung sowie Durchführung von Maßnahmen und das Risikocontrolling. Abbildung 14 gibt einen Überblick über die Aufgaben des Projektrisikomanagements.
Ziel des Projekt-Risikomanagements ist die möglichst frühzeitige und vollständige Erfassung potentieller Risiken, die Eindämmung möglicher negativer Abweichungen der Projektziele und die Optimierung positiver Zielabweichungen beziehungsweise Chancen. Diese Ziele werden nicht in Form einzelner voneinander unabhängiger Tätigkeiten erbracht, sondern als Prozesskette in Form eines geschlossenen Regelkreises. Der Projekt-Risikomanagementprozess nach Wanner besteht aus fünf aufeinander folgenden Aktivitäten. Jeder Prozessschritt des Regelkreises generiert Informationen, welche die Basis für den darauffolgenden Schritt bilden. Als Ergebnis entspringt eine Datenbank mit sämtlichen relevanten Informationen über Art und Ausmaß der Risiken, sowie steuernder Mitigationsmaßnahmen zu Reduzierung der Risiken. Im Folgenden werden die einzelnen Schritte des Projekt-Risikomanagement Prozesses beschrieben und die daraus resultierenden Informationen im Einzelnen erläutert. (Romeike & Hager, 2013, S. 418)
Risikomanagement in Projekten muss frühzeitig beginnen und geplant werden. Ausgangsbasis für den Risikoplan ist die Risikopolitik in einem Unternehmen. Diese Planung bestimmt, wie Risikomanagement in der Projektplanung und -abwicklung ausgeführt wird. Des Weiteren wird festgelegt, welche Personen in diesen Prozess miteingebunden werden und auf welche Methoden zurückgegriffen wird. Die Betrachtung von Risiken und Chancen geht über die Projektplanung hinaus und berücksichtigt nicht vorhergesehene Ereignisse, welche wiederum zusätzliche Maßnahmen oder in der Vor- und Mitkalkulation mit sich bringen. (Wanner, 2007, S. 45)
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Problematik der hohen Fehlleistungskosten (NCC) in einem Anlagenbauunternehmen dar und definiert das Ziel, durch eine Abweichungsanalyse Schwächen im Risikomanagementprozess zu identifizieren.
2 Theoretischer Hintergrund: Hier werden grundlegende Definitionen zu Projektmanagement, Risikomanagement und Qualitätsmanagement in einem projektorientierten Unternehmensumfeld erläutert.
3 Praktischer Hintergrund: Dieses Kapitel stellt das untersuchte Unternehmen „Firma X“ und dessen aktuellen Projektmanagement- sowie Risikomanagementprozess vor.
4 Methodik: Hier wird der Mixed-Methods-Ansatz der Arbeit beschrieben, inklusive der quantitativen Datenanalyse und der qualitativen Experteninterviews zur Untersuchung der NCC.
5 Umsetzung: In diesem Kapitel werden die Ergebnisse der quantitativen Abweichungsanalyse und der qualitativen Ursachenforschung präsentiert und interpretiert.
6 Diskussion und Handlungsempfehlungen: Hier werden basierend auf den Analyseergebnissen konkrete Verbesserungsvorschläge, insbesondere zur Einführung einer Risikomanagement-Applikation und einer Lessons-Learned-Datenbank, diskutiert.
7 Zusammenfassung: Dieses Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Masterarbeit sowie die entwickelten Lösungsansätze zusammen.
Projektmanagement, Risikomanagement, Non-Conformance-Costs, NCC, Fehlleistungskosten, Anlagenbau, Mixed-Methods, Experteninterview, Projektcontrolling, Prozessanalyse, Ursachenanalyse, Risikokultur, Maßnahmenplanung, Qualitätssicherung, Lessons Learned.
Die Arbeit untersucht, wie ein international tätiges Anlagenbauunternehmen seine Fehlleistungskosten (Non-Conformance-Costs, NCC) durch eine Verbesserung des projektbezogenen Risikomanagements reduzieren kann.
Die Arbeit verknüpft die Bereiche Projektmanagement, Risikomanagement und Qualitätsmanagement in einem projektorientierten Umfeld, um Ursachen für Kostenabweichungen zu identifizieren.
Ziel ist es, durch eine fundierte Analyse Schwächen im bestehenden Risikomanagementprozess aufzudecken und daraus spezifische, praxistaugliche Handlungsempfehlungen abzuleiten.
Es wird ein Mixed-Methods-Ansatz verfolgt, der eine quantitative Abweichungsanalyse von Projektdaten mit qualitativen Experteninterviews kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Fundus und einen praktischen Anwendungsteil, der Daten aus drei Investitionsprojekten eines Anlagenbauunternehmens untersucht.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Non-Conformance-Costs (NCC), Risikomanagement, Projektcontrolling, Prozessoptimierung und Lessons-Learned-Management.
Aufgrund der hohen Komplexität, der kundenindividuellen Einzelfertigung und der langen Projektlaufzeiten ist die initiale Risikoabschätzung oft lückenhaft, was zu ungeplanten Mehrkosten im Projektverlauf führt.
Die Analyse zeigt, dass eine personelle und zeitliche Trennung zwischen Angebotserstellung und Projektabwicklung oft zu einem Wissensbruch führt, wodurch Risiken aus der Angebotsphase nicht optimal an das Abwicklungsteam übergeben werden.
Sie soll die dezentrale, fehleranfällige Excel-Dokumentation ersetzen, eine durchgängige Datenbasis schaffen und somit eine "End-to-End"-Risikobetrachtung sowie automatisierte Auswertungen ermöglichen.
Die zentrale Datenbank soll das Erfahrungswissen der Organisation dauerhaft sichern, Fehler in Folgeprojekten verhindern und Synergien zwischen verschiedenen Geschäftsbereichen heben.
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