Bachelorarbeit, 2025
70 Seiten, Note: 1,6
Die vorliegende Arbeit untersucht den Mehrwert von Kollaborationsplattformen für Mitarbeitende in Unternehmen, insbesondere im Kontext der COVID-19-Pandemie. Es wird analysiert, ob diese Plattformen auch aktuell noch einen Mehrwert bieten und ob dieser Mehrwert im Vergleich zur Pandemiezeit höher eingeschätzt wird. Die Forschungsfrage ist, ob Kollaborationsplattformen nach dem offiziellen Ende der COVID-19-Pandemie weiterhin einen Mehrwert für Mitarbeitende in Unternehmen darstellen und ob dieser Mehrwert von den Anwendern inzwischen höher bewertet wird als während der Pandemie.
1. Einleitung
„Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt und Unternehmen werden nicht darum herumkommen, ihre Kommunikations- und Dokumentenprozesse zu überprüfen und gegebenenfalls entsprechend anzupassen“1.
Die COVID-19-Pandemie, die von März 2020 bis April 2023 andauerte2, stellte das digitale Arbeiten in deutschen Unternehmen kurzfristig auf die Probe und führte zu einem unerwarteten Digitalisierungsschub.3 Die damit einhergehenden Veränderungen in der Arbeitswelt, bedingt durch die verstärkte Nutzung von Homeoffice, stellten erhöhte Anforderungen an die Digitalisierung der deutschen Unternehmen dar.4
Der Austausch von Wissen, die Kommunikation als auch die Aufgabenerfüllung konnten nicht mehr wie gewohnt im Büro am gemeinsamen Arbeitsplatz stattfinden. Stattdessen benötigten Mitarbeitende im Homeoffice kurzfristig Hilfsmittel für die digitale Zusammenarbeit, beispielsweise den einfachen Zugriff auf spezifische Informationen, Dokumente, Aufgaben sowie Termine. Dafür stellten die Unternehmen vermehrt technische Unterstützung in Form von modernen Kollaborationsplattformen bereit, die vielfältige Funktionen wie den unternehmensweiten Austausch sowie die raum- und zeitunabhängige virtuelle Zusammenarbeit in einem Unternehmen bieten.5
Der potenzielle Mehrwert dieser Kollaborationsplattformen während der Corona-Krise wurde von Jonathan Reese in seiner Arbeit „Eine Analyse des Mehrwerts von Kollaborationsplattformen für Mitarbeitende in Unternehmen"6 im Juni 2022, mitten in der COVID-19-Pandemie, untersucht. In seiner Arbeit prüfte Reese (2022) anhand von vier aufgestellten Thesen in Verbindung mit einer Online-Umfrage den tatsächlichen Mehrwert von Kollaborationsplattformen für Mitarbeitende.7 Die Ergebnisse wurden mithilfe deskriptiver Statistik ausgewertet, um die aufgestellten Thesen zu überprüfen. Abschließend kam Reese (2022) zu dem Ergebnis, „dass [..] Kollaborationsplattformen für die Anwender im Allgemeinen einen Mehrwert bietet“8.
Eineinhalb Jahre nach dem offiziellen Ende der COVID-19-Pandemie 9 und zweieinhalb Jahren nach der Veröffentlichung der Untersuchung von Reese (2022)10 stellt sich die Frage, ob Kollaborationsplattformen auch aktuell noch einen Mehrwert für Mitarbeitende in Unternehmen bieten und ob die Anwender den Mehrwert der digitalen Zusammenarbeit mit Kollaborationsplattformen inzwischen sogar höher bewerten als während der COVID-19-Pandemie.
Zur Beantwortung dieser Forschungsfrage werden im nächsten Kapitel zunächst die theoretischen Grundlagen dargestellt. Hierzu werden die Begriffe Kollaboration, Plattform und Kollaborationsplattform definiert. Kapitel 3 beschreibt die Forschungsmethodik und das Untersuchungsdesign. Im vierten Kapitel werden die Thesen der Arbeit von Reese (2022)11 erneut dargestellt und mit Erkenntnissen weiterer, teils neuerer Literatur ergänzt, bevor daraus neue Thesen für den Vergleich der Ergebnisse der Online-Umfrage aus den Jahren 2022 und 2024 abgeleitet werden. Darüber hinaus beschreibt das vierte Kapitel die Struktur der Online-Umfrage sowie das methodische Vorgehen bei der Datenerhebung und -analyse. Kapitel 5 stellt die Ergebnisse der aktuellen Online-Umfrage dar, die anschließend im sechsten Kapitel im Hinblick auf die aufgestellten Thesen interpretiert und diskutiert werden können. Das siebte Kapitel stellt die Ergebnisse der beiden Analysen von Reese 2022 und der vorliegenden Untersuchung gegenüber, um die neu formulierten Thesen zu überprüfen. Die Arbeit schließt mit einem Fazit, einer kritischen Reflexion sowie einem Ausblick auf zukünftige Forschungsansätze zum Mehrwert von Kollaborationsplattformen für Mitarbeitende in Unternehmen.12
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema ein, beleuchtet die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Arbeitswelt und stellt die Forschungsfrage nach dem aktuellen Mehrwert von Kollaborationsplattformen sowie dessen Vergleich zur Pandemiezeit.
2. Theoretische Grundlagen: Hier werden die Kernbegriffe Kollaboration, Plattform und Kollaborationsplattform definiert, um ein solides theoretisches Fundament für die weitere Analyse zu schaffen.
3. Forschungsmethode und Untersuchungsdesign: Dieses Kapitel erläutert die gewählte Forschungsmethode der quantitativen Querschnittsanalyse und das methodische Vorgehen der Online-Umfrage zur Datenerhebung.
4. Aufbau der quantitativen Analyse: Es werden die für die Untersuchung relevanten Thesen abgeleitet und begründet, der Aufbau der Online-Umfrage detailliert beschrieben und das Vorgehen bei der Datenauswertung dargelegt.
5. Präsentation der Umfrage-Ergebnisse des Mehrwerts von Kollaborationsplattformen nach der COVID-19-Pandemie: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der Online-Umfrage, einschließlich soziodemografischer Merkmale der Teilnehmenden und deren Bewertung des Mehrwerts von Kollaborationsplattformen.
6. Prüfung des Mehrwerts von Kollaborationsplattformen nach der COVID-19-Pandemie: Auf Basis der zuvor dargestellten Umfrageergebnisse werden die aufgestellten Thesen zum Mehrwert und zur Nutzung von Kollaborationsplattformen im Unternehmen kritisch geprüft und bestätigt oder widerlegt.
7. Vergleich des Mehrwerts von Kollaborationsplattformen während und nach der COVID-19-Pandemie: In diesem Kapitel werden die aktuellen Umfrageergebnisse mit denen einer früheren Studie von Reese (2022) verglichen, um Veränderungen in der Wahrnehmung des Mehrwerts festzustellen.
8. Fazit, kritische Würdigung und Ausblick: Das Abschlusskapitel fasst die wichtigsten Erkenntnisse zusammen, bewertet die Arbeit kritisch, beleuchtet Limitationen der Untersuchung und gibt einen Ausblick auf mögliche zukünftige Forschungsansätze.
Kollaboration, Arbeitsplatz, Kollaborationsplattformen, COVID-19-Pandemie, Mehrwert, digitale Zusammenarbeit, Homeoffice, Online-Umfrage, quantitative Querschnittsanalyse, Kommunikation, Koordination, Technostress, Produktivität, Digitalisierung, Jonathan Reese.
Die Arbeit untersucht den Mehrwert von Kollaborationsplattformen für Mitarbeitende in Unternehmen, insbesondere im Vergleich der Wahrnehmung während und nach der COVID-19-Pandemie.
Zentrale Themenfelder sind die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Arbeitswelt, die Rolle von Kollaborationsplattformen in der digitalen Zusammenarbeit, deren Funktionen (Kommunikation, Kollaboration, Koordination) und die Analyse der Nutzerwahrnehmung hinsichtlich Mehrwert und potenzieller Überforderung (Technostress).
Das primäre Ziel ist es, die Forschungsfrage zu beantworten, ob Kollaborationsplattformen auch aktuell noch einen Mehrwert für Mitarbeitende in Unternehmen bieten und ob dieser Mehrwert von den Anwendern inzwischen höher bewertet wird als während der COVID-19-Pandemie.
Es wird die Methode der quantitativen Querschnittsanalyse verwendet, die auf der Auswertung einer Online-Umfrage mittels deskriptiver Statistik basiert.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen von Kollaboration und Plattformen, das Forschungsdesign, die Ableitung der Thesen, die Präsentation und Prüfung der Umfrageergebnisse zum Mehrwert und zur Überforderung sowie einen detaillierten Vergleich der Ergebnisse während und nach der COVID-19-Pandemie.
Die Arbeit wird charakterisiert durch Schlüsselwörter wie Kollaboration, Arbeitsplatz, Kollaborationsplattformen, COVID-19-Pandemie, Mehrwert, digitale Zusammenarbeit, Homeoffice, Online-Umfrage, quantitative Querschnittsanalyse, Kommunikation, Koordination, Technostress, Produktivität, Digitalisierung, Jonathan Reese.
Die COVID-19-Pandemie führte zu einem unerwarteten Digitalisierungsschub, wodurch Kollaborationsplattformen vermehrt zur Gewährleistung der digitalen Zusammenarbeit im Homeoffice eingesetzt wurden und für viele Unternehmen zu einem festen Bestandteil des Arbeitsalltags wurden.
"Technostress" bezeichnet das Phänomen, dass digitale Plattformen für Mitarbeitende auch eine Quelle der Belastung sein können, insbesondere durch die zunehmende Zahl an Tools und die steigende Komplexität der digitalen Arbeitsumgebung, was sich negativ auf Arbeitszufriedenheit und Produktivität auswirken kann.
Die Arbeit unterscheidet Kommunikationsfunktionen (z.B. E-Mail, Chat), Kollaborationsfunktionen (z.B. Dokumentenablage, -bearbeitung) und Koordinationsfunktionen (z.B. Termin-, Aufgaben-, Ressourcenmanagement).
Ja, der allgemeine Mehrwert wird nach der COVID-19-Pandemie als höher bewertet als während der Pandemie, wobei sich insbesondere in den Kommunikations- und Koordinationsfunktionen ein erhöhter Mehrwert zeigt, während der Mehrwert der Kollaborationsfunktionen auf einem ähnlich hohen Niveau blieb.
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