Bachelorarbeit, 2010
93 Seiten, Note: Befriedigend
1. EINLEITUNG
2. INFOTAINMENT
2.1 Begriffsdefinition
2.2 Entstehung und Entwicklung von Infotainment
3. DIE DOKU-SOAP
3.1 Begriffserklärung und Merkmale
3.2 Authentizität in Doku-Soaps
3.3 Die ATV-Ernährungsformate
3.3.1 Inhalt, Präsentation und Protagonisten
3.3.2 Die Moderatorin
4. EDUTAINMENT IM ZUSAMMENHANG MIT DOKU-SOAP-FORMATEN
4.1 Der Begriff Edutainment
4.2 Doku Soaps als Edutainment-Formate
4.2.1 Bildungsanspruch der ATV-Ernährungs-Soaps
4.2.2 Wirkungspotential von Edutainment-Doku-Soaps
5. MEDIENWIRKUNG
5.1 Medienwirkungsforschung – Beginn und Modelle
5.2 Gratifikationsforschung
5.2.1 Definition und Einteilung von Gratifikationen
5.2.2 Gratifikationen im Zusammenhang mit den ATV-Doku-Soaps
5.2.2.1 Unterhaltung, Information, Spannung und Entspannung
5.2.2.2 Gemeinschaft und soziale Interaktion
5.2.2.3 Eskapismus und Langeweile
6. UNTERSTÜTZENDE STUDIEN UND DENKANSTÖßE
6.1 Zur Diskrepanz geschlechterspezifischer Mediennutzung
6.2 Gesundheitsthemen in den Medien
7. EMPIRIE
7.1 Methodik
7.1.1 Methodenbeschreibung
7.1.2 Stichprobe
7.1.2.1 Demographie
7.1.2.1.1 Geschlecht
7.1.2.1.2 Alter
7.1.2.1.3 Bildung
7.1.2.1.4 Einkommen
7.1.2.2 Medienverhalten und Freizeitgestaltung
7.1.2.2.1 Medienverhalten allgemein
7.1.2.2.2 Freizeitgestaltung
7.2 Ergebnisse
7.2.1 Spezifika von Demographie, Medienverhalten und Freizeitgestaltung im Zusammenhang mit dem Untersuchungsgegenstand
7.2.2 Vor der Rezeption: Motive zur Nutzung der Sendungen
7.2.3 Während der Rezeption:
7.2.4 Nach der Rezeption: Einfluss der, und Lebensveränderung durch, die Nutzung der Sendungen
8. ZUSAMMENFASSUNG
8.1 Fazit
8.2 Methodendiskussion
8.3 Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht, aus welchen Gründen sich Rezipienten den Inhalten von Infotainment-Formaten zuwenden und welche Auswirkungen diese Formate auf das Individuum haben, wobei der Fokus auf dem Genre der Doku-Soap liegt.
3.1 Begriffserklärung und Merkmale
Die Doku-Soap entstand in den 90er Jahren in Großbritannien. Sie wurde vom öffentlich-rechtlichen Sender BBC entwickelt. Es handelte sich dabei um dokumentarische Mehrteiler, die sich zwar inhaltlich an die Regeln der Dokumentation hielten, sich in Aufmachung und Spannungsaufbau aber an der Seifenoper orientierten. Meist gab es mehrere Protagonisten, deren Geschichten durch die Parallelmontage kontrastiert werden. Doku-Soaps vom „wahren Leben“ und alltäglichen Problemen wurden zu absoluten Quotenhits. Darum wurde dieses Genre auch in vielen anderen Ländern regelrecht ausgeschlachtet. Das faszinierende für den Zuschauer ist dabei, dass die Charaktere echt sind und keine Schauspieler wodurch ein Stück Wirklichkeit transportiert und repräsentiert wird und ein persönlicherer Bezug der Zuseher zu den Darstellern ermöglicht wird. Unzählige Sendeformate wurden im Laufe der Jahre entwickelt und bekamen aufgrund ihrer Attraktivität immer wieder Sendeplätze zu den besten Sendezeiten.
Die Idee einer Verbindung zwischen Dokumentation und Soap Opera herzustellen hatte, im Jahre 1994, ein gewisser Julien Mercer – Mitarbeiter in der Abteilung für Dokumentarfilm bei der BBC. Er kann somit als Erfinder der Doku-Soap bezeichnet werden.
1. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Vermischung von Information und Unterhaltung im Fernsehen und Formulierung des Ziels der Arbeit, die Auswirkungen von Doku-Soaps zu untersuchen.
2. INFOTAINMENT: Überblick über das Phänomen Infotainment, dessen Definition sowie Entstehung und Entwicklung im amerikanischen und europäischen Raum.
3. DIE DOKU-SOAP: Beschreibung des Genres Doku-Soap mit Fokus auf Authentizität, Merkmale und die spezifische Untersuchung der ATV-Ernährungsformate.
4. EDUTAINMENT IM ZUSAMMENHANG MIT DOKU-SOAP-FORMATEN: Erörterung des Edutainment-Konzepts und dessen Anwendung in Doku-Soap-Formaten, insbesondere unter Berücksichtigung des Bildungsanspruchs und des Wirkungspotentials.
5. MEDIENWIRKUNG: Darstellung theoretischer Grundlagen der Medienwirkungs- und Gratifikationsforschung sowie deren Anwendung auf das soziale Erleben von Doku-Soaps.
6. UNTERSTÜTZENDE STUDIEN UND DENKANSTÖßE: Einblick in geschlechterspezifische Mediennutzung und den Umgang mit Gesundheitsthemen in den Medien als Vorbereitung auf die empirischen Daten.
7. EMPIRIE: Präsentation und methodische Auswertung der quantitativen Online-Befragung zu den ATV-Ernährungsformaten.
8. ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenfassendes Fazit der Arbeit, Reflexion der Methodik sowie ein Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.
Infotainment, Doku-Soap, Edutainment, Medienwirkung, Gratifikationsforschung, Ernährungsformate, ATV, Authentizität, Fernsehnutzung, Online-Befragung, Sozialisation, Rezipient, Parasoziale Interaktion, Gesundheitskommunikation, Lebensveränderung
Die Arbeit untersucht die sozialen Auswirkungen von Infotainment-Formaten, speziell Doku-Soaps, auf die Zuseher am Beispiel der ATV-Ernährungsformate.
Die zentralen Felder umfassen Infotainment, Edutainment, Medienwirkungsforschung, Gratifikationsforschung sowie die spezifische Analyse von Doku-Soaps im Gesundheitskontext.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, aus welchen Motiven heraus Konsumenten diese Formate nutzen und welche tatsächlichen Verhaltens- oder Lebensveränderungen daraus resultieren.
Die Autorin verwendet einen theoretischen Rahmen und führt zur Datenerhebung eine quantitative Online-Befragung (Ad-hoc-Befragung) unter Zusehern der genannten Sendungen durch.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Infotainment, Doku-Soaps, Medienwirkung) und einen empirischen Teil, der die Ergebnisse der Online-Befragung bezüglich Demographie, Nutzungsmotiven und Auswirkungen analysiert.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Infotainment, Doku-Soap, Edutainment, Medienwirkung, Gratifikationsforschung und Gesundheitskommunikation.
Die empirische Untersuchung zeigt, dass die Person der Moderatorin nur einen sehr geringen Einfluss auf die Entscheidung hat, die Sendungen zu schauen, obwohl sie als Expertin fungiert.
Ja, Frauen zeigten ein deutlich höheres Interesse an den Formaten und gaben öfter motivierte Gründe für die Nutzung an, während Männer die Sendungen eher aus Langeweile oder Belustigung konsumierten.
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