Diplomarbeit, 2009
88 Seiten, Note: 1,1
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Methodik und Aufbau
2 Grundlagen und begriffliche Abgrenzungen
2.1 Retentionmanagement
2.2 Dimensionen des Retentionmanagements
2.3 Ziele und Nutzen von Retentionmanagement
2.4 Begriffsabgrenzungen und Definitionen
2.4.1 Commitment
2.4.2 Involvement
2.4.3 Arbeitszufriedenheit
2.4.4 Mitarbeiterzufriedenheit
2.4.5 Loyalität
2.4.6 Fluktuation
2.4.7 Employer Branding
2.4.8 Job Sculpting
2.4.9 Variety Seeking
3 Commitment als Voraussetzung für Retention
3.1 Commitment
3.2 Einflussfaktoren
3.2.1 Rahmenbedingungen
3.2.2 Organisationale Einflussfaktoren
3.2.3 Individuelle Einflussfaktoren
3.3 Retentionfaktoren
3.4 Auswirkungen von Commitment
3.4.1 Auswirkungen für das Unternehmen
3.4.2 Auswirkungen für den Mitarbeiter
4 Das systematische Retentionmanagementkonzept
4.1 Retentionmanagementkonzept
4.2 Strategisches Retentionmanagement
4.2.1 Unternehmenskultur
4.3 Operatives Retentionmanagement
4.3.1 Identifikation erfolgskritischer Positionen
4.3.2 Personalbestands- und Arbeitsmarktanalyse
4.3.3 Handlungsbedarf identifizieren
4.4 Implikationen für das Personalmanagement
4.4.1 Personalauswahl
4.4.2 Mitarbeitergespräche
4.4.3 Führung
4.4.4 Personalentwicklung
4.4.5 Anreizsysteme
4.4.6 Arbeitsgestaltung
4.5 Retentioncontrolling
5 Praxisbeispiel
5.1 Vorbemerkung
5.2 Ausgangssituation
5.3 Modellvorgehen
5.3.1 Einzelfallbezogen operatives Retentionmanagement
5.3.2 Unternehmensbezogen operatives Retentionmanagement
5.3.2.1 Mitarbeiterbefragung
5.3.3 Personalwirtschaftliche Analyse
5.3.3.1 Eigenreflektion
5.3.3.2 Ergebnisse der teilstrukturierten Interviews
5.3.4 Entwicklung einer Gestaltungsempfehlung
5.3.4.1 Einzelfallbezogen operative Maßnahmen
5.3.4.2 Unternehmensbezogen operative Maßnahmen
6 Fazit
Diese Arbeit zielt darauf ab, auf Basis aktueller Forschungsergebnisse unternehmensspezifische Ansätze für personalstrategische Maßnahmen zu identifizieren, die eine langfristige Mitarbeiterbindung ermöglichen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie Retention-Maßnahmen zielgruppenspezifisch gestaltet werden müssen, um das Commitment erfolgskritischer Mitarbeiter zu steigern und gleichzeitig die unternehmenskulturellen Rahmenbedingungen positiv zu beeinflussen.
4.4.2 Mitarbeitergespräche
Ein weiteres zentrales Instrument im Rahmen eines strategischen Retentionmanagements stellen Mitarbeitergespräche dar, sofern diese systematisch und standardisiert erfolgen. Hierbei kann eine Vielzahl verschiedener Anlässe, Formen und Zielsetzungen von Mitarbeitergesprächen unterschieden werden, deren primäres Ziel dabei nicht immer in der Ermittlung eines potentiellen Fluktuationsrisikos liegt. Dennoch werden in fast jeder Art von Mitarbeitergespräch, direkt oder indirekt, Informationen über die Ausprägung des vorherrschenden Commitments gewonnen, die wichtig für die Einschätzung der Mitarbeiterbindung sind. Eine besondere Bedeutung kommt in diesem Zusammenhang den Personalbeurteilungsgesprächen zu, da diese oftmals den ausschlaggebenden Impuls für weiterführende Entwicklungen geben.
Ebenfalls von zentraler Bedeutung ist das Austrittsgespräch, bei welchem nicht das Ziel im Vordergrund steht, eine Fluktuationsentscheidung rückgängig zu machen, sondern relevante Informationen über die Ursachen und Beweggründe einer Kündigung zu erfahren. Im Rahmen solcher Gespräche können neben der Möglichkeit zur nachträglichen Klärung von Differenzen auch Optionen eines möglichen Wiedereinstiegs zu einem späteren Zeitpunkt erörtert werden.
Mitarbeitergespräche können darüber hinaus auch zur Beeinflussung der Wahrnehmung bestimmter Leistungen des Kommunikationspartners verwendet werden. Je nach Intention gilt es, den anderen von der eigenen Sicht der Dinge zu überzeugen und somit bestimmte Aspekte als besonders relevant, andere Aspekte als nicht ausreichend und angemessen darzustellen oder das eigene Verhalten als fair und gerecht erscheinen zu lassen. In dieser Abstimmung wird eine gemeinsame unternehmensinterne Wirklichkeit geschaffen, bei der beide Kommunikationspartner sich gegenseitig sozialisieren. Aufgrund der asymmetrischen Verteilung von Macht- und Führungsbefugnissen ist grundsätzlich kritisch zu hinterfragen, inwiefern es sich um einen gleichberechtigten und wechselseitigen Prozess handelt. Das Mitarbeitergespräch kann somit auch, bewusst oder unbewusst, manipulativ beeinflusst werden. In dem Moment, in dem ein derartiger Manipulationsversuch als Manipulation erkannt wird, kann eine irreversible Schädigung der Glaubwürdigkeit des Gesprächspartners auftreten, welcher die Manifeste einer als fair und gerecht erlebten Atmosphäre nachhaltig ad absurdum führt.
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die zunehmende Bedeutung von Mitarbeiterbindung angesichts des globalen Wettbewerbs und formuliert das Ziel, personalstrategische Maßnahmen für ein reales Unternehmen zu entwickeln.
2 Grundlagen und begriffliche Abgrenzungen: Das Kapitel definiert den Begriff des Retentionmanagements und grenzt zentrale Konzepte wie Commitment, Involvement, Arbeitszufriedenheit, Loyalität und Fluktuation voneinander ab.
3 Commitment als Voraussetzung für Retention: Hier wird der Zusammenhang zwischen der emotionalen Bindung des Mitarbeiters (Commitment) und dessen Bleibebereitschaft untersucht, wobei verschiedene Einflussfaktoren auf das Retentionverhalten analysiert werden.
4 Das systematische Retentionmanagementkonzept: Dieses Kapitel stellt ein systematisches Vorgehensmodell für das Personalmanagement vor, das von der Strategieentwicklung bis hin zum Controlling alle notwendigen Schritte umfasst.
5 Praxisbeispiel: Basierend auf dem erarbeiteten Modell wird die praktische Umsetzung von Retention-Maßnahmen in einem mittelständischen Unternehmen beschrieben, inklusive einer Ist-Analyse und Gestaltungsempfehlungen.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und hebt hervor, dass erfolgreiche Bindungsmaßnahmen zwingend auf die Unternehmenskultur abgestimmt sein müssen, um wirksam zu sein.
Retentionmanagement, Mitarbeiterbindung, Commitment, Fluktuation, Personalmanagement, Unternehmenskultur, Arbeitszufriedenheit, Employer Branding, Job Sculpting, Retentioncontrolling, Personalstrategie, Motivationsbarrieren
Die Arbeit beschäftigt sich mit der systematischen Implementierung von Bindungskonzepten, um qualifizierte Mitarbeiter langfristig an ein Unternehmen zu binden und Fluktuationskosten zu reduzieren.
Zu den Kernbereichen gehören das strategische Retentionmanagement, der Aufbau von Mitarbeiter-Commitment, die Analyse von Motivationsfaktoren sowie die praktische Ausgestaltung von Personalmanagementinstrumenten.
Das Ziel ist es, auf Basis der aktuellen Forschung unternehmensspezifische Ansatzpunkte für personalstrategische Maßnahmen zu identifizieren und diese in Form eines realisierbaren Konzepts auf ein Unternehmen anzuwenden.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer empirischen Ist-Analyse in einem mittelständischen Unternehmen, inklusive teilstrukturierter Interviews und Mitarbeiterbefragungen zur Erfassung von Motivationsbarrieren.
Der Hauptteil erstreckt sich von der theoretischen Fundierung der Bindungsbegriffe und Einflussfaktoren über die Vorstellung eines systematischen Managementmodells bis hin zur praktischen Gestaltungsempfehlung und dem Controlling.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Retentionmanagement, Commitment, Mitarbeiterbindung, Motivationsbarrieren und Personalcontrolling geprägt.
Die strategische Dimension setzt die langfristige Leitplanke (Unternehmenskultur, Personalstrategie), während die operative Ebene die konkrete Anwendung und individuelle Bindungsmaßnahmen auf Mitarbeitergruppen umfasst.
Das Controlling dient der systematischen Überprüfung der Maßnahmenwirkung anhand von Kennzahlen wie der Fluktuationsrate, wodurch ein ständiger Soll-Ist-Abgleich möglich wird und Ressourcen effizienter eingesetzt werden können.
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