Bachelorarbeit, 2010
53 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Unternehmerpersönlichkeiten und der Nachfolgeprozess
2.1 Unternehmerpersönlichkeiten
2.1.1 Der Owner-Manager
2.1.2 Typen von Unternehmern
2.1.3 Einflussfaktoren auf die Persönlichkeit
2.2 Unternehmensnachfolge
2.2.1 Begriffsbestimmung
2.2.2 Nachfolgeoptionen des Unternehmers
2.2.3 Beteiligte Personen an der Unternehmensnachfolge
2.2.4 Ökonomische und individuelle Zielsetzungen
2.3 Nachfolgeproblematik durch Unternehmerpersönlichkeiten
2.3.1 Probleme im Ablaufprozess der Nachfolge
2.3.1.1 Vorbereitungsphase – Rücktrittsbereitschaft des Unternehmers
2.3.1.2 Umsetzungsphase – Übergabe der Führung
2.3.2 Lösungsansätze
2.3.2.1 Förderung der Rücktrittsbereitschaft von Unternehmern
2.3.2.2 Kooperation zwischen Unternehmer und Nachfolger
2.3.3 Ganzheitliche Betrachtung des Prozesses
3. Fallstudie
3.1 Methodik der Fallstudie
3.2 Das Unternehmen
3.3 Der ausgeschiedene Unternehmensleiter
3.4 Übergabe des Unternehmens
3.5 Analyse der Unternehmensnachfolge
4. Erkenntnisse der Fallstudie
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der Unternehmerpersönlichkeit auf die Gestaltung des Unternehmensnachfolgeprozesses. Zentral ist dabei die Forschungsfrage, inwieweit spezifische Charakteristika und Verhaltensweisen des Unternehmers als Inhaber und Geschäftsführer den Erfolg und den Verlauf der Nachfolgeregelung in inhabergeführten Unternehmen bestimmen.
2.1.2 Typen von Unternehmern
In den bisherigen Ausführungen wurde stets von dem Unternehmer gesprochen. Es gibt jedoch nicht den einen, stereotypen Unternehmer, sondern verschiedene Ausprägungen des unternehmerischen Denkens und Handelns. Zum einen können Unterscheidungen nach der Position gemacht werden, so ist zum Beispiel der Owner-Manager in seinem Verhalten und Wesen vom angestellten Manager zu differenzieren. Aber auch über verschiedene Generationen können sich Unternehmertypen unterscheiden.
Deutlich abgrenzen lässt sich der Unternehmer von einem angestellten Manager. Während ein Owner-Manager mit seinen eigenen Ressourcen arbeitet, muss ein angestellter Manager mit den Ressourcen haushalten, die ihm zur Verfügung gestellt werden. Wottawa sieht aufgrund dieser Gegebenheiten Nachteile beim Unternehmer. So führt bei Owner-Managern die Angst um das eigene Kapital dazu, dass Risiken gescheut werden und Unternehmer zu Stagnation neigen. Des Weiteren fehlt bei Owner-Managern nach Wottawa eine Kontrollinstanz, wie sie vergleichsweise bei angestellten Managern durch die Kapitalgeber vorhanden ist, wodurch es zu unkontrolliertem Verhalten kommen kann. Demgegenüber stehen Untersuchungen von Stevenson, der den Unternehmer vom angestellten Manager in sechs Verhaltenseigenschaften unterscheidet, die hier nur in Ansätzen angesprochen werden. Er kommt zu dem Schluss, dass der Unternehmer, aufgrund des Eigentums an seinen Ressourcen, mit diesen effizienter umgeht, als der angestellte Manager, der die Ressourcen, die ihm bereitgestellt werden, komplett ausnutzt. Zudem hängt beim Unternehmer die Entlohnung vom Erfolg des Unternehmens ab, wodurch wiederum eine effizientere Arbeitsweise gefördert wird.
In beiden Ansichten wird eine Differenzierung zwischen dem angestellten Manager und dem Owner-Manager deutlich, jedoch führen die aufgezeigten Auswirkungen beim Unternehmer in verschiedene Richtungen. Dies lässt die Vermutung zu, dass sich auch die Owner-Manager in ihren Eigenschaften voneinander unterscheiden. Deeks differenziert grundlegend zwei Stereotypen von Unternehmern, den „classical economic type“, den er als kapitalorientieren Entrepreneur beschreibt, und den „literary medieval type“, der als Handwerker oder Facharbeiter zu verstehen ist. Sie stellen Unterscheidungen zwischen Unternehmern dar, die sich aus der beruflichen Orientierung ergeben.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Komplexität der Unternehmensnachfolge ein und begründet den Fokus auf die sozial-psychologischen Aspekte der Unternehmerpersönlichkeit in inhabergeführten Unternehmen.
2. Unternehmerpersönlichkeiten und der Nachfolgeprozess: Dieses Kapitel liefert den theoretischen Rahmen, indem es Unternehmertypen definiert, Nachfolgeoptionen darstellt und die spezifischen Herausforderungen im Ablaufprozess sowie Lösungsansätze für Unternehmer diskutiert.
3. Fallstudie: Hier wird der Einfluss der Unternehmerpersönlichkeit anhand eines praktischen Beispiels eines inhabergeführten Großhandelsunternehmens bei der Übergabe an die dritte Generation detailliert untersucht und reflektiert.
4. Erkenntnisse der Fallstudie: Dieses Kapitel ordnet die Ergebnisse der Fallstudie in den theoretischen Kontext ein und validiert die zuvor abgeleiteten Erfolgsfaktoren für eine gelungene Nachfolge.
5. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Individualität des Nachfolgeprozesses sowie die Bedeutung einer aktiven Vorbereitung durch den abtretenden Unternehmer.
Unternehmensnachfolge, Unternehmerpersönlichkeit, Owner-Manager, Nachfolgeplanung, Rücktrittsbereitschaft, Generationswechsel, Führungsübergabe, Familienunternehmen, Fallstudie, Managementstrukturen, Delegationsaufgabe, Unternehmertypen, Unternehmensführung, Nachfolgeprozess, Strategische Planung.
Die Arbeit untersucht, wie die Persönlichkeit und das Verhalten eines Unternehmers den komplexen Prozess der Unternehmensnachfolge in inhabergeführten Betrieben maßgeblich beeinflussen.
Zentrale Themen sind die Typologisierung von Unternehmern, die Herausforderungen der Rollenanpassung zwischen Vorgänger und Nachfolger, die psychologischen Hürden bei der Rücktrittsbereitschaft sowie strategische Ansätze zur erfolgreichen Übergabe.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, an welchen Stellen die Person des Unternehmers als förderlich oder hemmend auf den Nachfolgeprozess wirkt und wie eine gelungene Übergabe aktiv gestaltet werden kann.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus einer theoretischen Literaturanalyse und einer idiographischen Fallstudie, die auf Interviews und Datenrecherchen basiert.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen zu Unternehmerpersönlichkeiten und Nachfolgeproblematiken erarbeitet. Danach erfolgt eine praktische Anwendung dieser Theorie durch eine Fallstudie eines Großhandelsunternehmens.
Die Arbeit lässt sich vor allem mit den Begriffen Unternehmensnachfolge, Unternehmerpersönlichkeit, Owner-Manager, Nachfolgeplanung und Generationswechsel beschreiben.
Eine mangelnde Rücktrittsbereitschaft ist laut Arbeit ein Hauptproblem, da sie zu fehlender oder kurzfristiger Planung führt, was den Fortbestand des Unternehmens gefährden kann.
Damit ist das Verhalten eines ausgeschiedenen Unternehmers gemeint, der weiterhin versucht, Entscheidungen aus dem Hintergrund zu beeinflussen, was die Autorität und Kompetenz des Nachfolgers schwächen kann.
Der Berater half dabei, den Nachfolgeprozess von der emotionalen auf eine neutrale Ebene zu heben und unterstützte den Aufbau des neuen Führungsteams, wodurch die Übergabe konfliktfreier verlief.
Die Nachfolge war erfolgreich, weil der Unternehmer frühzeitig einen Fahrplan erstellte, Aufgaben delegierte, die Nachfolgerin aktiv einbezog und sich nach dem Rückzug als Berater zurückhaltend verhielt.
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