Bachelorarbeit, 2010
105 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Methodik der Untersuchung
1.4 Aufbau der Arbeit
2. Die Kompetenz der Techno-Szene
2.1 Autoren
2.2 Literaturanalyse
3. Die Darstellung der Techno-Szene
3.1 Definition des Begriffs « Techno-Szene »
3.2 Szenenbild : Wahrnehmung der Techno-Szene
3.2.1 Entstehung und Entwicklung der Techno-Szene
3.2.2 Ausdrucksformen
3.2.3 Markenwertsteigerung
3.3 Szenentonalität : Ansprache und Kommunikation
3.3.1 Lokalisierung
3.3.2 Social Media
3.3.3 Szenenansprache
3.4 Szenennutzen: Gründe der Rezeption
3.4.1 Aktivitäten der Rezipienten
3.4.2 Bedürfnis befriedigende Rezeption
3.4.2 Zweckfreie Rezeption
4 Gesellschaftliche Herausforderungen
4.1 Akzeptanz der Techno-Szene
4.2 Stellenwert der Techno-Szene
4.3 Die Techno-Szene als Wirtschaftsfaktor
5. Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit der Techno-Szene als komplexes Massenphänomen, um den Begriff "Szene" abzugrenzen und die Potenziale des Szenemarketings in der Praxis aufzuzeigen. Ziel ist es, Vorurteile gegenüber der Szene – etwa als reine Spaßgesellschaft im Drogenrausch – wissenschaftlich zu hinterfragen und die wirtschaftliche sowie kulturelle Bedeutung der Techno-Kultur durch eine fundierte Analyse ihrer Strukturen, Kommunikationsformen und Rezeptionsweisen in einer von der Loveparade-Tragödie geprägten Zeit zu erfassen.
3.2.1 Entstehung und Entwicklung der Techno-Szene
Der erste in Serie produzierte Synthesizer „A. Moog“ wurde 1964 zunächst der Öffentlichkeit vorgestellt und ebnete den Weg zur elektronischen Klangerzeugung. Weltweite Bekanntheit erlangte der „Moog-Synthesizer“ 1968 mit dem Erfolg der LP „Switched on Batch“ von Wendy Carlos, die ausschließlich Hörbeispiele von „Bascher Werken“, die mit einem Moog-Synthesizer eingespielt wurden enthielt. Mittlerweile begannen zahlreiche Musiker der Rock- und Popszene, mit dem Gerät zu experimentieren. Zunächst nur durch Kombination mit dem in der Rockmusik verwendeten Instrumenten. 1974 entstand die wohl einflussreichste Formation „Kraftwerk“, die mit ihrem Titel „Autobahn“, erstmals vollständig auf konventionelle Instrumente verzichtete.
Die bisherige psychedelische Rockmusik basierte vorwiegend auf einer live elektronischen Spielweise und beinhaltete Elemente der Improvisation. Demgegenüber erreichte Kraftwerk durch die Kombination von Synthesizern, Sequenzer und Rhythmusgeräten die Möglichkeit, den Ablauf der musikalischen Präsentation insgesamt zu programmieren. Trotzdem verzichteten sie nicht auf vokale Elemente, die jedoch oft elektronisch verfremdet wurden.
Ende der 70ziger Jahre wurde durch die technologische Weiterentwicklung mit dem Einsatz von Mikroprozessoren eine qualitative Verbesserung und zunehmende Verbilligung möglich und der Einsatz wurde populärer.
Während sich Techno damals in Europa allerdings noch oftmals dem Vorwurf ausgesetzt sah, durch den alleinigen Einsatz elektronischer Geräte und dem Fehlen „echter“ Instrumente eine gewisse Kälte auszustrahlen, wurde es in den USA wesentlich offener empfangen: bereits 1982 verbanden „Afrika Bambaataa & The Soul Sonic Force“ in dem Track „Planet Rock“ Auszüge aus Kraftwerk-Stücken mit Rap und schufen so ein heutiges Subgenre von Techno, den Electro.
Folglich verarbeiteten die beiden Detroiter Juan Atkins und Richard Davies den Einfluss, den Kraftwerk auf sie ausgeübt hatte, in der Gründung des Projekts „Cybotron“, und kombinierten die elektronischen Klänge der deutschen Band mit British New Wave. 1984 produzierten sie den Track „Techno City“ womit sie ihrer Musik einen Namen gaben und gleichzeitig ein neues Genre erschufen.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung der Techno-Szene seit dem Mauerfall ein und thematisiert deren Wandel vom Untergrund-Phänomen zum vermarktbaren Kulturgut sowie die gesellschaftliche Wahrnehmung nach der Loveparade-Tragödie.
2. Die Kompetenz der Techno-Szene: In diesem Kapitel werden maßgebliche Autoren und Fachliteratur aus Soziologie und Populärkultur analysiert, um den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand über das Phänomen Techno darzulegen.
3. Die Darstellung der Techno-Szene: Dieses umfangreiche Hauptkapitel analysiert Definitionen, Ausdrucksformen wie Tanz und Mode, die Bedeutung von Social Media, die Entwicklung der Clublandschaft sowie Strategien der Markenwertsteigerung durch Szenemarketing.
4. Gesellschaftliche Herausforderungen: Hier wird der Stellenwert der Szene in Politik und Wirtschaft beleuchtet, wobei besonders die Auswirkungen der Kommerzialisierung und die Imagefolgen der Loveparade 2010 in Duisburg kritisch untersucht werden.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, prognostiziert die zukünftige Relevanz der Szene trotz einzelner Krisen und betont die Notwendigkeit authentischen Szenemarketings.
Techno-Szene, Szenemarketing, elektronische Musik, Loveparade, Clubkultur, soziale Netzwerke, Markenidentität, Rezeption, Jugendkultur, Wirtschaftsfaktor, Club Commission, Rave, Eventmarketing, Szenentonalität, Berlin.
Die Arbeit untersucht die Techno-Szene als soziokulturelles Phänomen und analysiert, wie diese als komplexes Massenphänomen vermarktet wird und welche gesellschaftliche Bedeutung sie einnimmt.
Zentral sind die Abgrenzung und Definition der "Szene", die Analyse der medialen Vernetzung, Ausdrucksformen wie Tanz und Mode, der Stellenwert der Szene in der Wirtschaft sowie die politische Relevanz und öffentliche Akzeptanz der Techno-Kultur.
Ziel ist es, den Stellenwert von Szenemarketing in der Praxis zu stärken, Potenziale ungenutzter Ressourcen aufzuzeigen und Vorurteile gegenüber der Techno-Szene als reine "Spaßgesellschaft" durch eine differenzierte soziologische und praktische Analyse zu entkräften.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse wissenschaftlicher und populärwissenschaftlicher Beiträge, ergänzt durch die Auswertung szenespezifischer Medien, Dokumentationen sowie die Analyse von Online-Plattformen und Statistiken zur wirtschaftlichen Bedeutung der Clubkultur.
Der Hauptteil gliedert sich in drei Kernbereiche: Die Analyse der theoretischen Kompetenz der Szene, die Untersuchung der praktischen Darstellung durch Ausdrucksformen, Kommunikation und Social Media sowie eine Auseinandersetzung mit der gesellschaftlichen Akzeptanz und den ökonomischen Aspekten der Technokultur.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Techno-Szene, Szenemarketing, Markenidentität, Eventmanagement, Clubkultur, soziale Netzwerke, Wirtschaftsfaktor und gesellschaftliche Akzeptanz geprägt.
Der Autor betont, dass Sponsoring für das Überleben vieler Veranstaltungen essentiell ist, aber nur dann glaubwürdig und erfolgreich wirkt, wenn die Unternehmen ein tiefgreifendes Verständnis für die speziellen Codes und Werte der Szene mitbringen, statt nur massentaugliche Werbung zu schalten.
Das Ereignis dient als Fallbeispiel für die gesellschaftliche Akzeptanz der Szene, die Diskrepanz zwischen Marketingzahlen und Realität sowie als Anlass, die Auswirkungen von Kommerzialisierung auf den ursprünglichen "Geist" der Techno-Bewegung zu diskutieren.
Soziale Medien fungieren als entscheidende Kommunikations- und Organisationsmittel für Szenemacher, ermöglichen eine direkte Interaktion zwischen DJs und Fans und fördern die schnelle Integration von Neulingen, wobei sie auch zur Standardisierung und globalen Vernetzung der Szene beitragen.
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