Diplomarbeit, 2008
102 Seiten, Note: 2,5
1. EINLEITUNG
2. THEORETISCHER HINTERGRUND
2.1 Freiwilliges Engagement der Menschen
2.1.1 Strukturwandel des Ehrenamtes
2.1.2 Motivwandel des Ehrenamtes
2.1.3 Wertewandel des Ehrenamtes
2.2 Begriffsklärungen
2.2.1 Ehrenamtliches Engagement
2.2.2 Bürgerschaftliches Engagement
2.2.3 Freiwilliges Engagement
2.2.4 Motive
2.2.5 Motivationen
2.3 Theoretische Einbettung der Motive und Motivationen
2.3.1 Das „alte“ Ehrenamt
2.3.2 Das „neue“ Ehrenamt
2.3.3 Motivationstheorien
2.3.3.1 Inhaltstheorien
2.3.3.2 Prozesstheorien
3. EMPIRISCHER HINTERGRUND UND ERGEBNISSE
3.1 Oxfam als Fallbeispiel
3.1.1 Oxfam Deutschland e.V.
3.1.2 Oxfam Deutschland Shops GmbH
3.1.3 Shopleitung
3.2 Die empirische Erhebung
3.2.1 Die Erhebungsmethode
3.2.2 Die Untersuchungssituation
3.2.3 Die Auswertungsmethode
3.2.3.1 Offenes Codieren
3.2.3.2 Axiales Codieren
3.2.3.3 Selektives Codieren
3.3 Darstellen der Ergebnisse
3.3.1 Freude an der Tätigkeit
3.3.2 Identifikation mit der Tätigkeit
3.3.3 Gutes tun - Helfen
3.3.4 Freizeit gestalten
3.3.5 Anerkennung
3.3.6 Soziale Einbindung
3.3.7 Lerngelegenheiten
3.3.8 Erfolg
3.3.9 Reziprozität
3.3.10 Qualifikationen ausbilden und erwerben
3.3.11 Selbstverwirklichung
3.3.12 Institutionelle und inhaltliche Identifikation
3.4 Darstellen möglicher Motivationsmaßnahmen
3.4.1 Anerkennung durch Shopreferenten
3.4.2 Anerkennung durch Mitarbeiter
3.4.3 Wünsche – Bedürfnisse
3.4.4 Formaler Rückhalt
3.4.5 Entschädigungen
3.4.6 Darstellung von Oxfam
3.4.7 Zufriedenheit
3.4.8 Existente Maßnahmen
3.5 Diskussion der Ergebnisse
3.5.1 Motive
3.5.2 Motivationsmaßnahmen
4. SCHLUSSBEMERKUNGEN
4.1 Methodenkritik
4.2 Fazit und Zukunftsaussichten
Die vorliegende Arbeit untersucht die Beweggründe von freiwillig Engagierten in der Funktion als Shopleitung bei der Oxfam Deutschland Shops GmbH. Dabei wird analysiert, welche Motive das ehrenamtliche Engagement prägen und wie diese Erkenntnisse genutzt werden können, um geeignete Motivationsmaßnahmen für die Mitarbeitenden abzuleiten.
2.1.1 Strukturwandel des Ehrenamtes
„Nur kein Ehrenamt
Willst Du froh und glücklich leben, laß kein Ehrenamt dir geben! Willst du nicht zu früh ins Grab lehne jedes Amt gleich ab! Wieviel Mühen, Sorgen, Plagen wieviel Ärger mußt Du tragen; gibst viel Geld aus, opferst Zeit – und der Lohn? Undankbarkeit! Ohne Amt lebst Du so friedlich und so ruhig und so gemütlich, Du sparst Kraft und Geld und Zeit, wirst geachtet weit und breit. So ein Amt bringt niemals Ehre, denn der Klatschsucht scharfe Schere schneidet boshaft Dir, schnipp- schnapp, Deine Ehre vielfach ab. Willst du froh und glücklich leben, laß kein Ehrenamt dir geben! Willst du nicht zu früh ins Grab lehne jedes Amt gleich ab! Selbst Dein Ruf geht Dir verloren, wirst beschmutzt vor Tür und Toren, und es macht ihn oberfaul jedes ungewaschne Maul! Drum, so rat ich Dir im Treuen: willst Du Weib (Mann) und Kind erfreuen, soll Dein Kopf Dir nicht mehr brummen, laß das Amt doch and'ren Dummen.“
Dieses Gedicht beschreibt das „alte“ Ehrenamt in all seinen Facetten und rät davon ab, ein solches anzunehmen. In den letzten 20 Jahren ist eine starke Veränderung des Ehrenamtes zu beobachten und mittlerweile auch empirisch untersucht wurden. Es kann gesagt werden, dass ein „neues“ Ehrenamt in die Gesellschaft Einzug gehalten hat und sich charakteristisch von dem „alten“ Ehrenamt abhebt.
1. EINLEITUNG: Diese Einleitung beschreibt den gesellschaftlichen Wandel vom traditionellen „Amt der Ehre“ zum modernen, flexibleren „neuen“ Engagement und führt in das Fallbeispiel Oxfam ein.
2. THEORETISCHER HINTERGRUND: Dieses Kapitel erläutert den Struktur-, Werte- und Motivwandel des Ehrenamtes und bettet die Untersuchung in bestehende motivationstheoretische Modelle aus der Psychologie ein.
3. EMPIRISCHER HINTERGRUND UND ERGEBNISSE: Hier wird Oxfam als Fallbeispiel vorgestellt, die methodische Vorgehensweise (Grounded Theory) begründet und eine detaillierte Auswertung der Motive und Motivationsmaßnahmen präsentiert.
4. SCHLUSSBEMERKUNGEN: Der abschließende Teil enthält eine kritische Reflexion der gewählten Methodik sowie ein Fazit mit Ausblicken auf künftige Entwicklungen im ehrenamtlichen Engagement.
Ehrenamt, bürgerschaftliches Engagement, Motivation, Motive, Oxfam, Grounded Theory, Motivwandel, Wertewandel, qualitative Sozialforschung, Freiwilligenarbeit, Motivationsmaßnahmen, soziale Identifikation, Selbstverwirklichung, Engagementforschung, Shopleitung
Die Arbeit untersucht, aus welchen Gründen Menschen eine ehrenamtliche Tätigkeit als Shopleitung bei der Oxfam Deutschland Shops GmbH übernehmen und welche Faktoren ihre Motivation beeinflussen.
Die Schwerpunkte liegen auf dem Strukturwandel des Ehrenamtes, dem Motivwandel innerhalb der Gesellschaft sowie der praktischen Anwendung von Motivationstheorien in einer Non-Profit-Organisation.
Das Ziel ist es, die spezifischen Motive der Shopleitungen herauszuarbeiten und daraus konkrete Ansätze für Motivationsmaßnahmen abzuleiten, um diese ehrenamtlich Tätigen langfristig zu binden.
Es wurde eine qualitative Forschungsstrategie gewählt, basierend auf leitfadengestützten Einzelinterviews, deren Auswertung an die Grounded Theory angelehnt ist.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Motiven und Motivationstheorien sowie eine empirische Analyse, in der zwölf Kategorien identifiziert werden, die für das Engagement bei Oxfam ausschlaggebend sind.
Die wichtigsten Schlagworte sind ehrenamtliches Engagement, Motivwandel, Oxfam, Motivationsmaßnahmen, Grounded Theory und soziale Identifikation.
Oxfam stellt eine Besonderheit dar, da die Shops zwar wie wirtschaftliche Unternehmen strukturiert sind, jedoch ausschließlich auf ehrenamtlicher Arbeit basieren, was neue Anforderungen an die Motivation stellt.
Die Arbeit zeigt, dass vor allem kleine, persönliche Wertschätzungen und ein Gefühl der Zugehörigkeit („Oxfam-Familie“) starke Motivationsfaktoren sind, während abstrakte Konzepte oft weniger effektiv wirken.
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