Masterarbeit, 2025
123 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Forschungsfragen
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 IFRS 16 – der neue Leasingstandard
2.1.1 Zielsetzung und Anwendungsbereich
2.1.2 Identifizierung von Leasingverhältnissen
2.1.3 Erstbilanzierung beim Leasingnehmer
2.1.4 Folgebilanzierung beim Leasingnehmer
2.1.5 Erstbilanzierung beim Leasinggeber
2.1.6 Folgebilanzierung beim Leasinggeber
2.1.7 Anwendungserleichterungen
2.1.8 Angaben in den IFRS Notes
2.2 Theoretischer Vergleich von IFRS 16 und IAS 17
2.2.1 Gründe für die Ablösung von IAS 17
2.2.2 Gemeinsamkeiten der beiden Standards
2.2.3 Unterschiede der beiden Standards
2.2.4 Erwartete Auswirkungen in der externen Rechnungslegung
2.2.5 Kritische Würdigung von IFRS 16
3 Empirische Analyse
3.1 Auswahl und Vorstellung der Untersuchungsgruppe
3.2 Hypothesenformulierung
3.3 Prämissen der Untersuchung
3.4 Analyse des Umfangs der Berichterstattung
3.4.1 Zeitraum vor der Erstanwendung
3.4.2 Jahr der Erstanwendung
3.4.3 Zeitraum nach der Erstanwendung
3.4.4 Zusammenfassung der Ergebnisse
3.5 Analyse ausgewählter Bilanzpositionen
3.5.1 Sachanlagevermögen
3.5.2 Finanzschulden
3.5.3 Bilanzsumme
3.6 Analyse ausgewählter Positionen in der Gewinn- und Verlustrechnung
3.6.1 Mietaufwendungen
3.6.2 Abschreibungen
3.6.3 Zinsergebnis
3.6.4 EBITDA
3.6.5 EBIT
3.7 Analyse ausgewählter Kennzahlen
3.7.1 Eigenkapitalquote
3.7.2 Verschuldungsgrad
4 Zusammenfassung und Ausblick
Ziel dieser Masterarbeit ist die empirische Untersuchung der Auswirkungen der Einführung des neuen Leasingstandards IFRS 16 auf die Finanzberichterstattung ausgewählter DAX-Konzerne. Dabei soll analysiert werden, wie sich die Neuregelungen – insbesondere die Aktivierungspflicht für Leasingverhältnisse – konkret auf die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung sowie zentrale Kennzahlen der untersuchten Unternehmen ausgewirkt haben, um ein ganzheitliches Bild der Umsetzung und Kommunikation dieses Standards zu zeichnen.
1 Einleitung
Für viele Unternehmen zählt Leasing zu den wichtigsten Finanzierungsinstrumenten und war jahrzehntelang Gegenstand bilanzpolitischer Gestaltungen. Über eine Reform der Leasingbilanzierung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) wurde lange Zeit diskutiert. Ziel war, die Transparenz und Entscheidungsnützlichkeit von IFRS-Abschlüssen zu erhöhen. Im Juli 2006 wurde die Überarbeitung der Bilanzierung von Leasingverhältnissen als Projekt in das Arbeitsprogramm des International Accounting Standards Board (IASB) aufgenommen. Zwei Standardentwürfe (Exposure Draft (ED)) ED2010 und ED2013 wurden als erstes Ergebnis zur Disposition in der Öffentlichkeit geteilt. Durch die öffentliche Diskussion wurden viele theoretische Ansätze in praxisorientierte Vorgehensweisen überführt.
Im Januar 2016 – knapp 10 Jahre nach Beginn der Arbeit des Standardsetters – hat das IASB dann den neuen Leasingstandard IFRS 16 verabschiedet und damit die Abbildung und Transparenz von Leasingverhältnissen innerhalb von Abschlüssen signifikant verändert. IFRS 16 hat die International Accounting Standards (IAS) 17, die seit über 30 Jahren gültig waren, damit zum 01.01.2019 vollständig ersetzt. Zusätzlich wurden die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Comittee (IFRIC) 4, des Standing Interpretations Committee (SIC)-15 und SIC-27 abgelöst.
Zur Vermittlung eines den tatsächlichen Gegebenheiten entsprechenden Bildes der Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage nach den internationalen Bilanzierungsvorschriften bringt IFRS 16 einige Veränderungen für bilanzierende Unternehmen mit. Die bisherige Aufteilung zwischen Operating Leasing und Finance Leasing wurde dadurch – zumindest beim Leasingnehmer – vollständig abgeschafft. Darüber hinaus werden jetzt nahezu sämtliche Leasingverhältnisse in der Bilanz der Unternehmen abgebildet. Dies war einer der größten Kritikpunkte an IAS 17. Schätzungen des IASB ergaben, dass über 85 % der zukünftigen Leasingzahlen (ca. 2,8 Bill. USD) nicht in den Bilanzen der Unternehmen erschienen. Daraus resultierte für Investoren eine erhebliche Intransparenz und viele praktische Probleme beim Vergleich von potenziellen Investitionen.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Leasingbilanzierung unter IFRS 16 ein, erläutert die Problemstellung der vorherigen Intransparenz unter IAS 17 und definiert die Forschungsfragen der Arbeit.
2 Theoretische Grundlagen: Hier werden die Funktionsweise des Standards IFRS 16, die zentralen Neuerungen wie das Right-of-Use-Modell sowie die Unterschiede zum Vorgängerstandard IAS 17 detailliert erläutert.
3 Empirische Analyse: Dieser Hauptteil beinhaltet die empirische Untersuchung von 23 DAX-Konzernen, bei der die Auswirkungen auf Berichterstattung, Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Kennzahlen quantitativ analysiert werden.
4 Zusammenfassung und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse der Studie zusammen, beantwortet die Forschungsfragen und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsfelder sowie Implikationen für die Praxis.
IFRS 16, Leasingbilanzierung, IAS 17, Nutzungsrecht, Leasingverbindlichkeit, DAX, Konzernabschluss, Finanzberichterstattung, Bilanzsumme, EBITDA, EBIT, Eigenkapitalquote, Verschuldungsgrad, Front-Loading-Effekt, Transparenz.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Auswirkungen des neuen Leasingstandards IFRS 16 auf die Finanzberichterstattung von Unternehmen, die nach internationalen Rechnungslegungsstandards bilanzieren.
Zentral sind die Umstellung der Bilanzierung von Leasingverhältnissen (Wegfall der Trennung von Operating und Finance Leasing), die Aktivierung von Nutzungsrechten sowie die daraus resultierenden Effekte auf die Bilanz, die GuV und Finanzkennzahlen.
Das primäre Ziel ist es, anhand einer empirischen Analyse von 23 DAX-Konzernen zu untersuchen, wie sich die Einführung von IFRS 16 konkret auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der Unternehmen ausgewirkt hat.
Es wird eine quantitative und qualitative Analyse von Konzernabschlüssen durchgeführt, bei der berichtete Werte mit adjustierten Werten (hypothetische Bilanzierung nach IAS 17) verglichen werden, um IFRS-16-Effekte isoliert zu betrachten.
Der Hauptteil analysiert den Umfang der Berichterstattung in den Geschäftsberichten sowie konkrete bilanzielle Effekte wie den Anstieg von Sachanlagevermögen und Finanzschulden, die Verschiebung von Aufwandspositionen in der GuV und die Veränderung von Kennzahlen wie der Eigenkapitalquote.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie IFRS 16, Leasingbilanzierung, Konzernabschluss, Transparenz, Bilanzverlängerung und Kennzahlenanalyse charakterisiert.
Zalando wurde ausgeschlossen, da ein dort festgestellter, extremer Anstieg der Verbindlichkeiten (ca. 6.000 %) nicht repräsentativ für den DAX-Durchschnitt war und das Ergebnis der empirischen Untersuchung verzerrt hätte.
Der "Front-Loading-Effekt" beschreibt die Tendenz, dass aufgrund des zu Beginn höheren Zinsanteils an der Leasingrate der Aufwand in den ersten Perioden eines Leasingverhältnisses höher ausfällt als in späteren Jahren.
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