Examensarbeit, 2009
75 Seiten, Note: 1,0
Didaktik für das Fach Englisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
0. Einleitung
1. Zur Bedeutung der Literaturvermittlung im Englischunterricht
1.1. Anforderungen des Rahmenlehrplans für das Fach Englisch in der Sekundarstufe II
1.2. Überlegungen zur Literaturvermittlung anhand einer Verfilmung
1.3. Kriterien für die Medienwahl zur Literaturvermittlung
1.3.1. Vermittlung fremdsprachlicher Handlungskompetenzen
1.3.2. Vermittlung von Filmlesefähigkeit
1.3.3. Vermittlung von Medienkompetenz
2. Audiovisuelle Medien im Englischunterricht
2.1. Klärung wichtiger Begriffe
2.2. Die Bedeutung des Mediums Film für Jugendliche
2.3. Filme im Englischunterricht
2.3.1. Der Spielfilm als Gegenstand der Filmanalyse
2.3.2. Typen von Filmen und Möglichkeiten für den Englischunterricht
3. Sachanalyse: Jane Austens Pride and Prejudice
3.1. Jane Austen – Leben und Werk
3.2. Der Roman Pride and Prejudice
3.2.1. Über den Roman
3.2.2. Handlungsgegenstand
3.2.3. Die wichtigsten Figuren
3.2.4. Die zentralen Themen des Romans
3.2.5. Pride and Prejudice als Entwicklungsroman
3.2.6. Das Werk als Grundlage für eine Verfilmung
4. Joe Wrights Verfilmung von Pride and Prejudice
4.1. Die Besonderheiten von Wrights Pride and Prejudice
4.1.1. Die cineastischen Besonderheiten
4.1.2. Die dramatischen Besonderheiten
5. Joe Wrights Film Pride and Prejudice im Englischunterricht
5.1. Gründe für die Wahl des Filmes
5.2. Mögliche Lernziele
5.3. Mögliche Schwierigkeiten bei der Arbeit mit dem Film
5.4. Mögliche Präsentationsformen des Films
5.5. Möglichkeiten der methodischen Vorgehensweise
5.6. Arten der Lernerfolgskontrolle bei der Arbeit mit dem Film
6. Überlegungen zur praktischen Umsetzung
6.1. Das Bedingungsfeld zur Arbeit mit dem Film Pride and Prejudice
6.2. Lernziele der Unterrichtsreihe
6.3. Aufbau der Unterrichtsreihe
6.3.1. Einstiegsphase
6.3.2. Rezeptionsphase / Analyse des Films nach Sequenzen
6.3.3. Bewertung und Kritik des Films
6.3.4. Abschließende Lernerfolgskontrolle / Klausur
6.3.5. Arbeitsblätter
6.4. Ausblick
7. Schlussbemerkung
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Herausforderungen beim Einsatz von Literaturverfilmungen im Englischunterricht am Beispiel der Pride and Prejudice-Verfilmung von Joe Wright (2005). Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Lehrer dieses Medium effektiv nutzen können, um über die rein unterhaltende Funktion hinaus eine kritische Film- und Medienkompetenz bei Schülern der Sekundarstufe II zu fördern.
4.1.1. Die cineastischen Besonderheiten
Bei der Untersuchung der cineastischen Besonderheiten muss sowohl auf die Bild- als auch auf die Tongestaltung eingegangen werden. Da eine detaillierte Analyse jeder einzelnen Szene des Films den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde, soll exemplarisch auf eine ausgewählte Szene verwiesen werden. Anhand dieser sollen die elementaren Kameraeinstellungen und –bewegungen erläutert sowie Bild- und Tongestaltung in einen Zusammenhang gebracht werden.
Im Englischunterricht ist die cineastische Analyse zusätzlich vor ein lexikalisches Problem gestellt. Die Schüler benötigen einen spezifischen Wortschatz, damit sie ihre Beobachtungen über die Bildgestaltung, Kameraeinstellungen und –führung sowie über den Ton äußern können. Auf diesen Aspekt soll im Rahmen der Überlegungen zur praktischen Umsetzung gesondert eingegangen werden.
Der Film beginnt mit einer Anfangseinstellung (opening / establishing shot) mit Normalsicht (eye-level shot). In der Totalen (long shot) ist eine Landschaft im Morgengrauen zu sehen, eine weite Wiese, am Ende ein paar Bäume. Zu hören ist das Zwitschern einer Amsel, die Sonne geht hinter den Bäumen auf und zusammen mit dem Titel Pride and Prejudice wird Klaviermusik eingespielt. Der erste Schnitt erfolgt nach einer knappen Minute, es folgt eine Nahaufnahme (head and shoulder close-up) von Elizabeth, die ein Buch lesend, über eine Wiese spaziert. Nach zwei weiteren Einstellungswechseln erfolgt eine Totale auf Elizabeth, die nun nicht mehr lesend auf das Bennet-Haus zu geht. Ein weiterer Schnitt, und die Kamera folgt Elizabeth in einer Halbnahen (medium shot) um das Haus herum. Zunächst folgt kein Schnitt mehr (steady shot), die Kamera verlässt Elizabeth hinter dem Haus und begibt sich in das Haus hinein.
0. Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz der Filmanalyse im Englischunterricht und stellt die Forschungsfrage nach den Lernzielen und methodischen Herausforderungen bei der Arbeit mit Literaturverfilmungen.
1. Zur Bedeutung der Literaturvermittlung im Englischunterricht: Dieses Kapitel erörtert den Wandel der Literaturvermittlung im Fremdsprachenunterricht und verknüpft sie mit den Kompetenzanforderungen aktueller Rahmenlehrpläne.
2. Audiovisuelle Medien im Englischunterricht: Hier werden zentrale Begriffe der Mediendidaktik definiert und die Bedeutung des Mediums Film als Gegenstand aktiver Analyse sowie als pädagogisches Instrument dargelegt.
3. Sachanalyse: Jane Austens Pride and Prejudice: Dieses Kapitel bietet eine fundierte Analyse des Romans, seiner Figuren, Themen sowie seiner Funktion als Entwicklungsroman und Vorlage für dramatische Umsetzungen.
4. Joe Wrights Verfilmung von Pride and Prejudice: Die Filmadaptation wird hinsichtlich ihrer cineastischen und dramatischen Besonderheiten untersucht, wobei der Fokus auf Kameraarbeit, Musik, Schauspiel und szenischer Gestaltung liegt.
5. Joe Wrights Film Pride and Prejudice im Englischunterricht: Dieses Kapitel überträgt die theoretischen Erkenntnisse in die Unterrichtspraxis, definiert konkrete Lernziele und diskutiert verschiedene Methoden der Filmpräsentation und Erfolgskontrolle.
6. Überlegungen zur praktischen Umsetzung: Hier wird ein konkretes Konzept für eine Unterrichtsreihe skizziert, das von der Einstiegsphase bis zur abschließenden Klausur reicht und Arbeitsmaterialien für die Filmanalyse bereitstellt.
7. Schlussbemerkung: Die Arbeit resümiert, dass die intensive Auseinandersetzung mit Literaturverfilmungen eine lohnenswerte Bereicherung darstellt, sofern sie von einer reflektierten Medienarbeit begleitet wird.
Literaturvermittlung, Filmanalyse, Englischunterricht, Pride and Prejudice, Jane Austen, Joe Wright, Medienkompetenz, Filmlesefähigkeit, Filmdidaktik, Sekundarstufe II, Cineastik, Dramaturgie, Literaturverfilmung, Unterrichtsplanung, Bildungsroman.
Die Arbeit untersucht, wie Literaturverfilmungen als anspruchsvolle didaktische Werkzeuge im Englischunterricht eingesetzt werden können, um über die reine Unterhaltung hinaus Kompetenzen in der Filmanalyse zu fördern.
Die Schwerpunkte liegen auf der Filmdidaktik, der Analyse von Jane Austens Roman Pride and Prejudice sowie der Untersuchung der filmischen Umsetzung durch den Regisseur Joe Wright.
Das Hauptziel ist die Förderung der sogenannten Filmlesefähigkeit, damit Schüler in die Lage versetzt werden, filmische Gestaltungsmittel bewusst zu erkennen und kritisch zu reflektieren.
Die Arbeit nutzt Literatur- und Medienanalyse, um filmische Techniken wie Kamerabewegungen, Licht und Schnitt mit den literarischen Vorlagen in Bezug zu setzen und didaktisch aufzubereiten.
Der Hauptteil befasst sich mit der konkreten Unterrichtsplanung, der Vorstellung von Arbeitsblättern zur Filmanalyse und der methodischen Gestaltung verschiedener Unterrichtsphasen anhand des ausgewählten Films.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Literaturvermittlung, Filmlesefähigkeit, cineastische Aspekte, didaktische Reduktion und die Förderung von Medienkompetenz.
Der Roman bietet durch seine zeitlosen Themen wie Liebe und soziale Konventionen einen hohen Motivationsfaktor für Jugendliche, während der Film von Joe Wright eine ästhetisch reiche Vorlage für die Analyse cineastischer Mittel bietet.
Die Arbeit plädiert für eine aktive, analytische Auseinandersetzung mittels gezielter Arbeitsaufträge und der Nutzung von Terminologie der Filmanalyse, anstatt den Film lediglich passiv zu konsumieren.
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