Masterarbeit, 2020
96 Seiten, Note: 1,9
Diese Masterarbeit untersucht die zentrale Frage, wie musikalische Aktivitäten in der Primarstufe gezielt eingesetzt werden können, um die Resilienz von Kindern zu stärken und ihnen dadurch den Übergang in die Schule zu erleichtern.
4.1. Definition
„>>Resilienz<< kommt vom lateinischen Wort resilire, zurückspringen, abprallen. Im Bereich der Physik bezeichnet dieser Begriff die Elastizität eines Materials unter der Einwirkung von Druck und Belastung“ (Dorst 2015, 13). In der Psychotherapie wird die Gesundung nach psychischen und physischen Ausnahmesituationen und das Zurückerlangen des Zustandes vor traumatischen Ereignissen beschrieben. Die Resilienz ist wie ein Schutzfilm der Psyche, der hilft, diese bei besonderen Anforderungen des Lebens zu beschützen und schneller zu heilen, falls sie gelitten hat. Dabei geht es darum, wie belastende Situationen gehandhabt werden, wie Spannungen ausbalanciert werden und wie und wie schnell Personen in einen gesunden Lebenszustand zurückfinden. Bei resilienten Menschen zeigt sich, dass es ihnen obendrein gelingt aus Krisen gestärkt herauszukommen und sich persönlich weiterentwickeln.
Resilienz ist die psychische Widerstandskraft einer Person gegen biologische, psychologische und psychosoziale Entwicklungsrisiken, die sich in besonderen Zeiten ergeben. Diese besonderen Zeiten zeichnen sich dadurch aus, dass viele Veränderungen in der Entwicklung ablaufen oder Individuen mit neuen Situationen konfrontiert sind. Der Umgang mit diesen Gegebenheiten zeigt sich bei verschiedenen Personen variabel und ist zudem kontextabhängig. Bildlich gesprochen, hat jede Person einen differenten Schutzfilm, der sich darüber hinaus den Gegebenheiten anpasst. Was bedeutet, dass ein Individuum (A) beispielsweise das Essen mit der Schwiegermutter als äußerst stressig empfindet, eine andere (B) sich sogar darauf freut. Es kann wiederum auch bedeuten, dass Person A sich einer Prüfungssituation mit einem Lächeln stellt und Person B am Abend vorher kaum in den Schlaf findet. Was bedeutet, dass resiliente Menschen nicht auf alle Gegebenheiten gleich reagieren. Woher es kommt, dass einige Menschen die schlimmsten Erfahrungen machen und daran wachsen, während andere schon an der scheinbar kleinsten Hürde im Lebensweg zerbrechen, wird von Wissenschaftlern untersucht. Engelmann sagt: „Die einen kommen bei der Bewertung der Situation zu dem Schluss, dass sie einen
1. Einleitung: Stellt das Problem des zunehmenden psychischen Stresses bei Kindern und Jugendlichen dar und führt das Konzept der Resilienz als psychische Widerstandsfähigkeit ein.
2. Formulierung und Begründung der Fragestellung: Erläutert die Forschungsfrage, wie musikalische Aktivitäten die Resilienz von Kindern in der Primarstufe stärken und den Schuleinstieg erleichtern können.
3. Prozess der Methodenwahl: Beschreibt die Entscheidung für eine Literaturarbeit aufgrund der vorhandenen Materialfülle und Zeitbeschränkungen, erläutert die wissenschaftliche Vorgehensweise und stellt die Hermeneutik als Interpretationsmethode vor.
4. Resilienz: Definiert Resilienz als psychische Widerstandsfähigkeit, stellt verschiedene Ansätze und Schutzfaktoren vor und gibt einen Überblick über Präventionsprogramme.
5. Die Zeit des Schuleinstiegs: Beleuchtet die besonderen Herausforderungen und Veränderungen, denen Kinder beim Übergang vom Kindergarten in die Grundschule begegnen.
6. Stress: Erklärt den Begriff des Stresses, seine historischen und modernen Definitionen sowie die körperlichen Reaktionen und möglichen Folgen von Dauerstress.
7. Musik: Untersucht Musik als Phänomen, ihre körperliche Verarbeitung, musikalische Ausdrucksformen (Rezipieren, Rhythmus, Singen, Instrumente, Bewegung), ihren Einfluss auf Emotionen, soziale/intrapersonale Fähigkeiten und Lernen, sowie Probleme in der Musikforschung.
8. Persönliches Fazit: Reflektiert die methodischen Herausforderungen der Arbeit, betont die positive Überzeugung des Autors bezüglich des Einflusses von Musik auf Resilienz und plädiert für den verstärkten Einsatz musikalischer Aktivitäten.
9. Mein Präventionsprogramm: „Potentiale entfalten durch Musik“: Skizziert ein vorgeschlagenes Präventionsprogramm zur Resilienzförderung in der Primarstufe, das auf den Ergebnissen der Arbeit und bestehenden Programmen basiert und auf drei Ebenen ansetzt.
10. Ausblick: Beschreibt weitere notwendige Schritte zur Ausarbeitung und Implementierung des vorgeschlagenen Präventionsprogramms und betont dessen Potenzial für zukünftige Forschungen.
Resilienz, Musik, Primarstufe, Prävention, Schuleinstieg, psychische Widerstandsfähigkeit, musikalische Aktivitäten, Emotionsregulation, soziale Kompetenzen, Selbstwirksamkeit, Lernförderung, Stressbewältigung, Kindesentwicklung, Pädagogik, Hermeneutik.
Diese Masterarbeit befasst sich mit der Frage, wie musikalische Aktivitäten gezielt genutzt werden können, um die Resilienz von Kindern in der Primarstufe zu stärken und ihnen den Übergang in die Schule zu erleichtern.
Die Arbeit konzentriert sich auf die Resilienzforschung, die Herausforderungen des Schuleinstiegs, die Rolle von Stress und die vielfältigen Wirkungen von Musik auf die psychische, physische und soziale Entwicklung von Kindern.
Das primäre Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie musikalische Aktivitäten die Resilienz von Kindern im Grundschulalter fördern und den Schuleinstieg positiv beeinflussen können. Die Forschungsfrage lautet: „Wie können musikalische Aktivitäten in der Primarstufe die Resilienz von Kindern stärken und ihnen dadurch den Schuleinstieg erleichtern?“
Die Arbeit ist primär als Literaturarbeit konzipiert, die eine intensive Auseinandersetzung mit vorhandenen Materialien aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen beinhaltet und hermeneutische Interpretationsansätze nutzt.
Der Hauptteil behandelt die Definition und Faktoren der Resilienz, analysiert Präventionsprogramme, beschreibt die Herausforderungen des Schuleinstiegs und des Stressbegriffs und legt einen detaillierten Fokus auf die körperliche Verarbeitung, Ausdrucksformen, emotionalen, sozialen und kognitiven Auswirkungen von Musik.
Resilienz, Musik, Primarstufe, Prävention, Schuleinstieg, psychische Widerstandsfähigkeit, musikalische Aktivitäten, Emotionsregulation, soziale Kompetenzen, Selbstwirksamkeit, Lernförderung, Stressbewältigung, Kindesentwicklung, Pädagogik, Hermeneutik.
Die Hermeneutik dient in dieser Arbeit als wissenschaftliche Methode des Interpretierens und Verstehens, insbesondere von Texten und Phänomenen der Lebenswelt, um vorhandenes Wissen zu verarbeiten und neue Zusammenhänge zu konstruieren.
Musik kann emotionsregulatorische Funktionen erfüllen, indem sie beruhigt, konzentriertes Interesse fördert, positive Energie vermittelt, die Fantasietätigkeit anregt und als Ausdrucksmittel für nicht benennbare Emotionen dient, wodurch positive Gefühle verstärkt und negative gemildert werden.
Gemeinsames Musizieren fördert soziale Kompetenzen wie Kooperation, Rücksichtnahme, Initiative, Verantwortungsübernahme und Empathie, da es ein starkes Bindeglied zwischenmenschlicher Beziehungen darstellt und ein "Wir-Gefühl" entstehen lässt.
Die Forschung zur Musikwirkung ist oft durch methodische Mängel, kleine Stichprobengrößen, fehlende Langzeitstudien und die Schwierigkeit, Wirkungen eindeutig anderen Faktoren zuzuordnen (z.B. dem Sportunterricht), gekennzeichnet, was die Verallgemeinerbarkeit von Ergebnissen erschwert.
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