Bachelorarbeit, 2010
55 Seiten, Note: 1,0
Die vorliegende Arbeit untersucht den Darfur-Konflikt im Sudan aus unterschiedlichen Perspektiven. Sie fokussiert sich dabei auf die Rolle der Vereinten Nationen im Konflikt und beleuchtet insbesondere die Frage, ob der Konflikt als ,Klimakrieg‘ zu verstehen ist. Ziel ist es, die Verantwortlichkeiten der verschiedenen Akteure, insbesondere der sudanesischen Regierung und der internationalen Gemeinschaft, zu analysieren und die Rolle des Klimawandels im Kontext des Konflikts zu bewerten.
Die Einleitung stellt den Darfur-Konflikt in den Kontext der Klimawandeldebatte und führt die Forschungsfrage sowie die Zielsetzung der Arbeit ein. Anschließend werden die Zuständigkeiten und Handlungsmöglichkeiten der Vereinten Nationen im Rahmen von innerstaatlichen Konflikten und Menschenrechtsverletzungen beleuchtet. Kapitel 3 befasst sich mit der Rolle der Vereinten Nationen im Darfur-Konflikt und analysiert das Engagement des Sicherheitsrates in der Krise. Kapitel 4 analysiert die Blockade des Sicherheitsrates im Darfur-Konflikt durch die Verfolgung von Partikularinteressen. Das Kapitel untersucht dabei die politische Dimension des Konflikts und die Rolle von Wirtschaftsinteressen. Kapitel 5 geht der Frage nach, inwieweit der Darfur-Konflikt als ,Klimakrieg‘ bezeichnet werden kann. Dabei wird die Betonung der ökologischen Ursachen des Konflikts durch den Generalsekretär der Vereinten Nationen und das UNEP analysiert. Kapitel 6 beschäftigt sich mit der Propagierung eines ,Klimakrieges‘ durch den Generalsekretär Ban und untersucht mögliche Erklärungsansätze für dieses Vorgehen. Die Arbeit endet mit einer Schlussbetrachtung, die die Ergebnisse zusammenfasst und zentrale Schlussfolgerungen aus der Analyse des Darfur-Konflikts präsentiert.
Darfur-Konflikt, Vereinte Nationen, Sicherheitsrat, UNAMID, Klimawandel, ,Klimakrieg‘, Sudan, GoS, Responsibility to protect (R2P), Menschenrechte, Konfliktursachen, internationale Politik.
Die These besagt, dass ökologische Faktoren wie Dürren und Ressourcenknappheit die primären Auslöser für die Gewalt zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen waren.
Die UN versuchten durch die Friedensmission UNAMID einzugreifen, sahen sich jedoch mit Blockaden im Sicherheitsrat und logistischen Herausforderungen konfrontiert.
Nationale Partikularinteressen der Mitgliedstaaten, wie wirtschaftliche Beziehungen (Öl) und politische Bündnisse, verhinderten oft ein entschlossenes Handeln gegen die sudanesische Regierung.
Es wird untersucht, ob die Betonung des Klimawandels dazu diente, von politischem Versagen und der direkten Verantwortung der sudanesischen Regierung abzulenken.
R2P ist das Prinzip, dass die Weltgemeinschaft eingreifen muss, wenn ein Staat seine eigene Bevölkerung nicht vor schweren Menschenrechtsverletzungen schützt.
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