Masterarbeit, 2010
54 Seiten, Note: 2,00
1. Vorwort
2. Kundenbindung im Allgemeinen
2.1. Wirtschaftliche Bedeutung der Kundenbindung
2.2. Kundenkarten und Bonusprogramme
2.2.1. Textbasierte Karten
2.2.2. Magnetstreifen- und Chipkarten
2.2.3. RFID Systeme
2.2.4. Barcodes
2.4. Die Bedeutung des Mobiltelefons
2.5. Akzeptanz von Online-Zahlungssystemen
3. Systeme und Konzepte
3.1. Caboo4me
3.1.1. Technischer Überblick des gesamten Verfahrens
3.1.2. Aktueller Stand der Entwicklung
3.2. Alternative Modelle
3.2.1. Bezahldienst Square
3.2.2. Paybox
4. Vertragsverhältnis
4.1. Personen und Leistungen
4.2. Konsumentenschutzrechtliche Aspekte von Verträgen
4.2.1. Bonusprogramme
4.2.2. Ticketing und Zahlung
4.2.3. Anwendbarkeit des ECG auf M-Commerce
4.2.4. Informationspflichten
4.3. Vertragsabschluss und Vertragsbedingungen
4.3.1. Vertrag des Kunden mit dem Unternehmen über eine Bonuskarte
4.3.2. Vertrag des Kunden mit dem Diensteanbieter
4.3.3. Vertrag zwischen caboo4me und dem Unternehmen
4.4. Kauf einer App
5. Kundenkarten und Datenschutz
5.1. Grundprobleme
5.2. Verwendung personenbezogener Daten
5.2.1. Zustimmung des Betroffenen
5.2.2. Umfang der Einwilligung und Informiertheit
5.3. Auftraggeber
5.4. Meldepflicht
6. Urheberrechtliche Fragen
6.1. Urheberrechtlicher Aspekt der derzeitigen caboo4me Anwendung
6.2. Werkcharakter der Kundenkarte
6.3. Digitalisierung der Kundenkarte
6.3.1. Begriff der Vervielfältigung
6.3.2. Werknutzungsrecht
6.3.3. Recht auf Privatkopie
7. Verhältnis zum Bankenrecht
7.1. E-Geld Gesetz
7.2. Zahlungsdienstegesetz
8. Strafrechtliche Relevanz
8.1. Die digitale Kundenkarte – in unbares Zahlungsmittel?
8.2. Die digitale Kundenkarte als Ausweisdokument
9. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht die rechtlichen Fragestellungen, die sich durch die Digitalisierung von Kundenbindungs- und Bonussystemen auf Mobiltelefonen ergeben, wobei das System „caboo4me“ als konkretes Fallbeispiel dient, um Problembereiche und rechtliche Grauzonen zu identifizieren.
3.1.1. Technischer Überblick des gesamten Verfahrens
Im Zentrum von caboo4me als Verfahren steht die Nutzung des Mobiltelefons und der auf der SIM Karte gespeicherten Mobiltelefonnummer. Zur Erhöhung der Sicherheit im Umgang mit Kundenkarten und Zahlungskarten wird die jeweilige Karte nicht mehr physisch ausgegeben, sondern befindet sich in digitalisierter Form auf dem Mobiltelefon. Die Identifikation erfolgt dabei über einen Barcode, da es im Gegensatz zu RFID von jedem gängigen Mobiltelefon – es muss nicht einmal ein Smartphone sein – dargestellt werden kann. Im chronologischen Ablauf füllt der Kunde zunächst – online oder auf Papier – einen Antrag auf Ausstellung einer Kundenkarte und übermittelt sie dem Unternehmen. Da die Mobiltelefonnummer als zentrales Identifikationsmerkmal auftritt, muss der Kunde seine Nummer dem Unternehmen bekannt geben. Das Unternehmen erzeugt dann über ein eigens entwickeltes Verschlüsselungsverfahren einen Barcode, dessen Bestandteile gewissen Vorgaben folgen: der Barcode enthält jedenfalls die Mobiltelefonnummer des Kunden und auch einen optional nutzbaren PIN Code. Diese Bestandteile werden mehrfach validiert und dann verschlüsselt. Der entstehende Barcode kann in das digitale Abbild einer Kundenkarte integriert werden, das dem Kunden sodann übermittelt wird. Der Kunde erhält zunächst eine SMS Benachrichtigung über die für ihn bereitgestellte Kundenkarte, die auf dem Server des Unternehmens zum Download bereit steht. Über eine eigens entwickelte App, das auch der Verwaltung der Karten dient, kann der Kunde nun den Kartendownload der Karte vom Server auf sein Mobiltelefon durchführen. Dieser Download erfolgt über UMTS, somit über eine Internetverbindung. Dafür benötigt er einen zeitlich begrenzt gültigen Download-Code, der ihm mittels eines SMS zugeschickt wird.
1. Vorwort: Diese Einleitung beleuchtet den Wandel des Konsumverhaltens durch mobile Technologien und skizziert die Zielsetzung der Arbeit unter Verwendung des Beispiels caboo4me.
2. Kundenbindung im Allgemeinen: Dieses Kapitel erläutert die wirtschaftliche Relevanz von Kundenkarten und analysiert verschiedene Identifikationstechnologien wie RFID und Barcodes.
3. Systeme und Konzepte: Hier werden technische Verfahren digitaler Kundensysteme vorgestellt, insbesondere das Modell caboo4me sowie alternative Ansätze wie Square und Paybox.
4. Vertragsverhältnis: Dieses Kapitel analysiert die vertragsrechtlichen Beziehungen der beteiligten Parteien und prüft die Anwendbarkeit von Konsumentenschutz- und E-Commerce-Regelungen.
5. Kundenkarten und Datenschutz: Hier werden datenschutzrechtliche Herausforderungen bei der Erhebung und Verarbeitung von Kundenprofilen sowie die Anforderungen an eine wirksame Einwilligung diskutiert.
6. Urheberrechtliche Fragen: Dieses Kapitel befasst sich mit der Frage, ob eine Kundenkarte urheberrechtlichen Schutz genießt und unter welchen Voraussetzungen deren Digitalisierung zulässig ist.
7. Verhältnis zum Bankenrecht: Hier wird untersucht, ob digitale Kundensysteme als E-Geld-Geschäft oder Zahlungsdienst im Sinne des Bankenrechts zu qualifizieren sind.
8. Strafrechtliche Relevanz: Dieses Kapitel prüft, ob eine digitale Kundenkarte die Kriterien eines unbaren Zahlungsmittels oder eines Urkundendokuments im strafrechtlichen Sinne erfüllt.
9. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einem Resümee über die rechtliche Einordnung von caboo4me in den Bereichen Datenschutz, Urheberrecht, Bankenrecht und Strafrecht.
caboo4me, Kundenbindung, M-Commerce, Mobiltelefon, Digitalisierung, Datenschutz, Konsumentenschutz, Urheberrecht, E-Geld, Barcode, RFID, Vertrag, Zahlungsdienstegesetz, Identifikation, Bonusprogramm
Die Arbeit analysiert die rechtlichen Rahmenbedingungen und Konsequenzen beim Einsatz digitaler Kundenkarten und Bonusprogramme auf Mobiltelefonen am Beispiel von caboo4me.
Die zentralen Felder umfassen das Vertragsrecht, das Datenschutzrecht, das Urheberrecht sowie spezifische bankenrechtliche und strafrechtliche Aspekte des mobilen Zahlungsverkehrs.
Das Ziel ist es, Problembereiche und rechtliche Grauzonen in der Digitalisierung von Kundenbindungsinstrumenten aufzuzeigen und zu bewerten.
Die Arbeit folgt einer rechtswissenschaftlichen Analyse, die geltende österreichische Gesetze (wie KSchG, DSG, UrhG) auf das technologische Modell von caboo4me anwendet.
Der Hauptteil gliedert sich in die technische Konzeption, die vertragsrechtliche Einordnung, datenschutzrechtliche Pflichten sowie die urheber- und bankenrechtliche Prüfung der Anwendung.
Die Arbeit lässt sich primär durch die Begriffe M-Commerce, Kundenbindung, Digitalisierung, Datenschutzrecht und Urheberrecht beschreiben.
Caboo4me fokussiert sich primär auf die digitale Identifikation des Kunden mittels Barcode, während Paybox als reines Zahlungsdienstesystem agiert, das Transaktionen direkt über Bankkonten abwickelt.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Digitalisierung unter bestimmten Voraussetzungen durch das Recht auf Privatkopie gedeckt sein kann, wobei dies jedoch von der Ausgestaltung der Werknutzungsrechte abhängt.
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