Bachelorarbeit, 2010
69 Seiten, Note: 2,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Vorgehensweise
2 Definitionen
2.1 Einführung
2.2 Geringwertige Wirtschaftsgüter
2.3 Maßgeblichkeitsprinzip
2.4 Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung
3 Geringwertige Wirtschaftsgüter gem. § 6 Abs. 2 EStG
3.1 Rechtslage bis 2008
3.2 Rechtslage ab 2008
3.3 Rechtslage ab 2010
3.4 Beispiele
4 Sammelposten gem. § 6 Abs. 2a EStG
4.1 Rechtslage bis 2008
4.2 Rechtslage ab 2008
4.3 Rechtslage ab 2010
4.4 Beispiele
5 Investitionsabzugsbetrag und Sonderabschreibung gem. § 7g EStG
5.1 Rechtslage bis 2008
5.2 Rechtslage ab 2008
5.3 Rechtslage ab 2010
5.4 Beispiele
6 Geringwertige Wirtschaftsgüter und ihre Vereinbarkeit mit den GoB
7 Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht die steuerliche Behandlung geringwertiger Wirtschaftsgüter im Zeitraum zwischen der Unternehmenssteuerreform 2008 und dem Wachstumsbeschleunigungsgesetz 2010, wobei der Fokus auf den Auswirkungen der gesetzlichen Änderungen auf die Finanzierungslage von Unternehmen und die Vereinfachung der Buchführung liegt.
3.1 Rechtslage bis 2008
Um einen Einblick in die Entwicklung der Reglementierung von geringwertigen Wirtschaftsgütern in der Vergangenheit zu erhalten, bedarf es einem kurzen Exkurs. Die ursprüngliche Berücksichtigung der geringwertigen Wirtschaftsgüter bzw. die Vorgängernorm bestand in der Einführung der Abschreibungsfreiheit für kurzlebige Wirtschaftsgüter in den 30-iger Jahren. Hiermit ermöglichte der Gesetzgeber den sofortigen Abzug dieser Wirtschaftsgüter. Lt. der damaligen Regierungsbegründung sollte die Norm der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, der Anpassung der Steuer- an die Handelsbilanz und der steuerlichen Vereinfachung dienen. Diese Regelung wurde schließlich 1953 im Rahmen des Gesetzes zur Änderung steuerlicher Vorschriften und zur Sicherung der Haushaltsführung ersetzt.
Die neue Regelung beschreibt nun die Bewertungsfreiheit für geringwertige Wirtschaftsgüter gem. § 6 Abs. 2 EStG. Die damalige Höchstgrenze betrug 600 DM. Dafür mussten die in Frage kommenden Wirtschaftsgüter dem beweglichen Anlagevermögen angehören und zur selbstständigen Bewertung und Nutzung fähig sein. Mit dieser Neuregelung wurden dieselben Zwecke vorgegeben, wie es bei der Abschreibungsfreiheit der Fall war. Einer besonderen Bedeutung kommt hierbei die Entlastung von Buchführung und Bilanz zu. Da geringwertige Wirtschaftsgüter einen prozentual großen Anteil des Anlagevermögens bilden, würde die Aktivierung einen entsprechend hohen zeitlichen und wirtschaftlichen Aufwand nach sich ziehen. Demgegenüber stellt sich deren Gesamtwert im Vergleich zum gesamten Anlagevermögen als eher gering heraus.
1 Einleitung: Vorstellung der Problemstellung und Vorgehensweise zur steuerlichen Behandlung geringwertiger Wirtschaftsgüter.
2 Definitionen: Erläuterung grundlegender Begriffe wie Wirtschaftsgut, Maßgeblichkeitsprinzip und der GoB.
3 Geringwertige Wirtschaftsgüter gem. § 6 Abs. 2 EStG: Historische Betrachtung und aktuelle Regelungen zur sofortigen Abschreibung von GWG.
4 Sammelposten gem. § 6 Abs. 2a EStG: Detaillierte Analyse des Sammelpostenverfahrens und seiner Auswirkungen auf die steuerliche Gewinnermittlung.
5 Investitionsabzugsbetrag und Sonderabschreibung gem. § 7g EStG: Untersuchung der Ablösung der Ansparabschreibung durch den Investitionsabzugsbetrag.
6 Geringwertige Wirtschaftsgüter und ihre Vereinbarkeit mit den GoB: Erörterung der Übereinstimmung der steuerlichen Poolbildung mit handelsrechtlichen Bilanzierungsgrundsätzen.
7 Zusammenfassung: Resümee der steuerpolitischen Entwicklungen und kritische Bewertung der Effizienz der Neuregelungen.
Geringwertige Wirtschaftsgüter, GWG, Unternehmenssteuerreform 2008, Wachstumsbeschleunigungsgesetz, Abschreibung, Sofortabzug, Sammelposten, Poolbildung, Investitionsabzugsbetrag, Ansparabschreibung, § 6 EStG, § 7g EStG, GoB, Steuerbilanz, Handelsbilanz
Die Arbeit analysiert die steuerliche Entwicklung und Behandlung geringwertiger Wirtschaftsgüter vor dem Hintergrund der Unternehmenssteuerreform 2008 und des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes 2010.
Die zentralen Felder sind die Definition von Wirtschaftsgütern, die Anwendung von Wertgrenzen, das Sammelpostenverfahren sowie der Investitionsabzugsbetrag.
Ziel ist es, die steuerlichen Auswirkungen der geänderten Rechtslagen auf die Unternehmensfinanzierung und den Buchhaltungsaufwand darzustellen und kritisch zu bewerten.
Es erfolgt eine theoretische Analyse der gesetzlichen Regelungen und Rechtsprechung, ergänzt durch abstrakte Rechenbeispiele zur Illustration der finanziellen Effekte.
Im Hauptteil werden die einzelnen Rechtslagen zu GWG, Sammelposten und Investitionsabzugsbeträgen detailliert erläutert und durch Beispiele verdeutlicht.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sammelposten, GWG, Investitionsabzugsbetrag, Abschreibung und Steuerreform geprägt.
Kanzler vertritt bei der Auslegung der Vorschriften des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes eine restriktivere Auffassung hinsichtlich der Wahlrechte, während die herrschende Meinung einen breiteren Spielraum für den Steuerpflichtigen sieht.
Die Arbeit diskutiert, dass das Sammelpostenverfahren aufgrund der pauschalen Auflösung über fünf Jahre im potenziellen Widerspruch zum Grundsatz der Einzelbewertung und dem Vorsichtsprinzip steht.
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