Bachelorarbeit, 2010
56 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Formale Darstellung der untersuchten Parameter
2.1 Der Beta-Faktor im CAPM
2.1.1 Moderne Kapitalmarkttheorie und CAPM
2.1.2 Charakteristika des Beta-Faktors im CAPM
2.1.3 Das Ordinary Least Squares-Verfahren
2.2 Risikoberichterstattung im Konzernlagebericht
2.2.1 Risikoberichterstattung nach § 315 Abs. 1 Satz 5 HGB
2.2.2 Risikokategorien nach DRS 5.17
2.3 Unternehmenskennzahlen
2.3.1 Bildung von Kennzahlen
2.3.2 Vorstellung der untersuchten Kennzahlen
3 Datenbasis
3.1 Untersuchungszeitraum
3.2 Darstellung der verwendeten Daten
4 Empirische Untersuchung
4.1 Vorgehensweise bei der Berechnung
4.2 Analyse der Ergebnisse
5 Zusammenfassung und Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht empirisch, welche Faktoren den Beta-Faktor im Capital Asset Pricing Model (CAPM) beeinflussen. Dabei steht die Frage im Zentrum, ob ein Zusammenhang zwischen dem systematischen Risiko, gemessen durch den Beta-Faktor, und der Risikoberichterstattung gemäß DRS 5 sowie verschiedenen fundamentalen Unternehmenskennzahlen besteht.
2.1.2 Charakteristika des Beta-Faktors im CAPM
Der Beta-Faktor als wesentlicher Bestandteil des CAPM ist weiterhin äußerst umstritten, obwohl er einer klaren Definition unterliegt.
„Das relative Risikomaß Beta bezieht sich (…) auf das marktbezogene Risiko des Wertpapiers i, das auch als systematisches Risiko bezeichnet wird, und nicht auf das individuelle Risiko des Wertpapiers i außerhalb eines effizienten Portefeuilles, das über das systematische Risiko hinaus noch zusätzlich das sogenannte unsystematische Risiko beinhaltet.“
Der Beta-Faktor ist somit ein Indiz dafür, wie stark ein Wertpapier von dem jeweiligen Index abhängig ist. Für ein Beta von 1 gilt, dass sich die Aktie parallel zum Index verhält. Ein Anstieg des Index um einen gewissen Prozentsatz geht mit demselben prozentualen Anstieg des einzelnen Wertpapiers einher. Ist das Beta größer 1, reagiert das Wertpapier überproportional auf Veränderungen der Marktrendite. Wertpapiere mit einem Beta größer 1 werden deshalb auch als „aggressive stocks“ bezeichnet. Ist das Beta kleiner 1, aber größer 0 bewegt sich das Wertpapier unterproportional zur Marktrendite und wird als „defensive stock“ bezeichnet. Bei einem Beta kleiner 0 bewegt sich das Wertpapier entgegengesetzt zur Marktrendite. Einen konstanten Ertrag weist per Definition die sichere Anlage auf. Das Beta der sicheren Anlage nimmt demzufolge den Wert 0 ein. Wie zu erwarten hat das Marktportfolio ein Beta von 1, denn die Kovarianz des Marktportfolios mit sich selbst entspricht seiner Varianz.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung der Risikoberichterstattung ein, definiert den Risikobegriff und leitet die Forschungsfrage hinsichtlich der Einflussfaktoren auf den Beta-Faktor ab.
2 Formale Darstellung der untersuchten Parameter: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen des CAPM, der Risikoberichterstattung nach DRS 5 sowie die Auswahl und Berechnung der untersuchten Unternehmenskennzahlen erläutert.
3 Datenbasis: Dieses Kapitel definiert den Untersuchungszeitraum (2006-2008), begründet die Auswahl der SDAX-Unternehmen und beschreibt die Datenquelle sowie die methodische Aufbereitung der Kursdaten.
4 Empirische Untersuchung: Hier wird die Vorgehensweise bei der Berechnung beschrieben und die Ergebnisse der Regressions- und Korrelationsanalyse hinsichtlich des Zusammenhangs zwischen Beta-Faktor, Risikokategorien und Kennzahlen analysiert.
5 Zusammenfassung und Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Validität der aufgestellten Hypothesen und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsmöglichkeiten.
Beta-Faktor, CAPM, Risikoberichterstattung, DRS 5, Unternehmenskennzahlen, Systematisches Risiko, SDAX, Regressionsanalyse, Finanzkrise, Unternehmensgröße, Eigenkapitalquote, Liquidität, Rendite, Marktrisiko, Empirische Untersuchung
Die Arbeit untersucht, ob und wie verschiedene Faktoren, wie die Risikoberichterstattung in Konzernlageberichten und fundamentale Unternehmenskennzahlen, das systematische Risiko (den Beta-Faktor) von Unternehmen beeinflussen.
Die zentralen Themen sind das Capital Asset Pricing Model (CAPM), die Risikoberichterstattung nach deutschem Standard (DRS 5), Unternehmensfinanzierung und empirische Kapitalmarktforschung.
Das primäre Ziel ist die Identifizierung und Verifizierung von Einflussgrößen auf den Beta-Faktor, um zu prüfen, ob die Risikoberichterstattung oder Bilanzkennzahlen eine signifikante Aussagekraft über das systematische Risiko besitzen.
Es wird eine quantitative empirische Untersuchung durchgeführt, die eine Korrelationsanalyse sowie eine lineare Regressionsanalyse der Daten von SDAX-Unternehmen im Zeitraum 2006 bis 2008 umfasst.
Der Hauptteil gliedert sich in die formale Herleitung des CAPM und der Kennzahlen, die Definition der Datenbasis sowie die Durchführung und Auswertung der statistischen Berechnungen.
Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Beta-Faktor, CAPM, Risikoberichterstattung, Unternehmenskennzahlen und systematische Risikoanalyse charakterisieren.
Die Hypothese H2(a), die besagt, dass die Unternehmensgröße keinen Einfluss auf den Beta-Faktor eines Unternehmens hat, konnte durch die vorliegende Untersuchung bestätigt werden.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass auf Basis der Daten kein signifikanter Zusammenhang zwischen der Häufigkeit der Nennung einzelner Risikokategorien nach DRS 5 und dem Beta-Faktor festgestellt werden konnte.
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