Forschungsarbeit, 2010
20 Seiten, Note: 1
1. Vorwort
2. Paradiesische Zustände einer Gegenwart. Hinführung.
3a. Natur von Material(ien), Technik(en), Topoi(s).
3b. Maschinen als Verstärker. Maschinen als Vermittler.
3.1. Video(s). Doppelstepper (1993)
3.2. Videostill. Von der Natur zur Kunst (1993/2009)
3.3. Audio. Akustische Reanimation (2008)
3.4. Fotografie. Ich habe euch nichts zu sagen! (1999/2009)
4. Möglichkeit(en) von Kunstbetrachtung(en) im medientheoretischen Kontext
5. Zusammenfassung und Problematisierung.
6. Bibliographie (Auswahl)
7. Medienverzeichnis
7.1. Abbildungen
7.2. Dokumentationen
Diese Arbeit untersucht das künstlerische Schaffen von Cornelius Kolig aus einer medientheoretischen Perspektive, mit dem Ziel, die Komplexität seines Konzepts vom ‚Paradies’ sowie die Rolle der eingesetzten Medientechnik in seinen Werken zu kontextualisieren und zu strukturieren.
3b. Maschinen als Verstärker. Maschinen als Vermittler.
Maschinen. Technologie. Technischer Fortschritt [...] Innerlichkeit. Persönliches. Intimität [...] Für CK begreifen sich diese Begriffspaare nicht als Widerspruch. Organisches wird mit Technoidem kombiniert. Das Eine verstärkt und reflektiert den Ausdruck des Anderen. Es intensiviert Wirkungen. Technische Apparaturen und technische Ersatz-Sinne sind teilweise kalte und nicht emotionale Elemente. Sie objektivieren und schaffen Distanz. Organische Prozesse sind intim und persönlich; individuell und zugleich lebendig. Doch Annahmen dass aus dieser dialektischen Beziehung distanzierende Gefühle entstehen, können nur im direkten und kontextuellen Rahmen, also dem ‚Paradies’ im Gailtal, für jeden persönlich bewiesen werden. Eine zweifelsohne existente Distanz konstituiert sich mit der Abgeschiedenheit des ‚Paradies’.
Ausstellungen, Publikationen und mediale Präsentationen versuchen diesem distanzierten Zustand freilich entgegen zu wirken, können aber keineswegs einen möglichen individuellen Eindruck im ‚Paradies’ ersetzen. Kühle, fast steril wirkende, von CK konstruierte Maschinen und Apparaturen dienen der Kontrastierung gegenüber dem eigentlichen meist organischen bzw. lebendigen Material. Durch dieses Wechselspiel findet eine Hervorhebung beider Komponenten statt (Verstärkung). Die daraus folgende Entblößung dieses Materials bleibt aus. Gerade deshalb weil die Benutzung der Gerätschaften und die prozessualen Akte keinen öffentlichen Charakter aufweisen, sondern durch verschiedene Medien transformiert sichtbar gemacht bzw. dokumentiert werden (Vermittlung).
1. Vorwort: Dieses Kapitel erläutert die Entstehungsgeschichte der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Cornelius Koligs Schaffen, motiviert durch einen Ausstellungsbesuch, und steckt den medienwissenschaftlichen Rahmen ab.
2. Paradiesische Zustände einer Gegenwart. Hinführung.: Hier wird das Konzept des ‚Paradieses’ als ein nie vollendetes Gesamtkonstrukt aus Leben, Arbeit und natürlichen Kreisläufen vorgestellt, welches den Künstler Cornelius Kolig als zentrale Figur einbindet.
3a. Natur von Material(ien), Technik(en), Topoi(s).: Der Abschnitt diskutiert die Verwendung gesellschaftlich tabuisierter oder als abstößig wahrgenommener Materialien und deren Einbettung in ein künstlerisches Blickfeld durch mediale Ästhetisierung.
3b. Maschinen als Verstärker. Maschinen als Vermittler.: Hier steht die Dialektik zwischen organischen Prozessen und technischer Apparatur im Fokus, wobei Maschinen als Instrumente dienen, die sowohl verstärken als auch vermitteln.
3.1. Video(s). Doppelstepper (1993): Dieses Kapitel beschreibt die Funktionsweise der Installation Doppelstepper, bei der Videokameras und Monitore als Dokumentaristen eines performativen Aktes fungieren.
3.2. Videostill. Von der Natur zur Kunst (1993/2009): Der Text analysiert eine Installation, die den bildhauerischen Prozess von der taktilen Wahrnehmung organischer Strukturen bis hin zur künstlerischen Umsetzung thematisiert.
3.3. Audio. Akustische Reanimation (2008): Es wird die archivarische Dimension der Arbeit beleuchtet, in der natürliche Alltagsgeräusche in einem sargähnlichen Objekt reanimiert werden.
3.4. Fotografie. Ich habe euch nichts zu sagen! (1999/2009): Dieser Abschnitt analysiert das Spannungsfeld zwischen der physischen Arbeit im ‚Paradies’ und ihrer fotografischen Dokumentation, die den Inhalt in einen globalen Kontext rückt.
4. Möglichkeit(en) von Kunstbetrachtung(en) im medientheoretischen Kontext: Das Kapitel hinterfragt die Rezeptionsmöglichkeiten und die Rolle der Kontemplation bei der Begegnung mit Koligs Werk.
5. Zusammenfassung und Problematisierung.: Die Arbeit schließt mit einer Reflektion darüber, inwiefern eine wissenschaftliche medientheoretische Annäherung trotz der unvermeidlichen Distanz zur phänomenologischen Realität des ‚Paradieses’ erkenntnisgewinnend ist.
Cornelius Kolig, Paradies, Medientheorie, Kunstbetrachtung, Dokumentation, Installation, Materialästhetik, Performance, Technik, Medialität, Kontemplation, Archivierung, Videoinstallation, phänomenologische Analyse, Alltagskultur
Die Arbeit widmet sich dem künstlerischen Schaffen von Cornelius Kolig mit einem besonderen Fokus auf sein Konzept des ‚Paradieses’ und dessen medientheoretischer Einordnung.
Zu den Schwerpunkten zählen das Verhältnis von Natur und Technik, die Verwendung verschiedenster Medien zur Dokumentation künstlerischer Prozesse sowie die Auseinandersetzung mit Tabus und menschlicher Alltäglichkeit.
Das Ziel ist es, die komplexe Arbeitsweise des Künstlers durch eine medientheoretische Linse zu strukturieren und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie diese Kunstwerke trotz ihrer Distanz zur Öffentlichkeit verstanden werden können.
Die Autorin wählt einen ästhetisch-phänomenologischen und medientheoretischen Ansatz, um exemplarische Artefakte und Installationen detailliert zu beschreiben und zu kontextualisieren.
Der Hauptteil analysiert spezifische Installationen und Werke, darunter Video-, Audio- und Fotografiearbeiten, und untersucht, wie diese Maschinen und Medien als Verstärker und Vermittler des künstlerischen Konzepts nutzen.
Wesentliche Begriffe sind das ‚Paradies’, Medialität, Materialästhetik, performative Akte, Dokumentationsmittel und die medientheoretische Rezeption.
Da das ‚Paradies’ im Gailtal einen privaten und intimen Rahmen darstellt, dienen Medien wie Video und Fotografie dazu, die dort stattfindenden Handlungen einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen, ohne den intimen Charakter zu zerstören.
Technik fungiert bei Kolig oft als Kontrast zum organischen Material. Sie dient nicht zur bloßen Provokation, sondern als Instrument, das organische Prozesse durch Medialisierung sichtbar macht und ästhetisiert.
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