Diplomarbeit, 2008
109 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1. Problemstellung und Zielsetzung
1.2. Vorgehensweise und Gang der Arbeit
2. Definition der Begriffe
2.1. Begriff der Internationalisierung
2.2. Begriff der Internationalisierungstheorie
2.3. Begriff der ausländischen Unternehmung
3. Osteuropa als Zukunftsmarkt: Chancen und Risiken
3.1. Begriffliche und geografische Abgrenzung Osteuropas
3.2. Die Systemtransformation in Osteuropa
3.3. Die Erfolgsbilanz der Transformationsländer
3.4. Analyse der Länderrisiken in Osteuropa
3.5. Gründe für ein Engagement in einem osteuropäischen Land aus Sicht eines ausländischen Unternehmens
4. Begriff und Gegenstand des Markteintritts
4.1. Markt und Markteintritt
4.2. Markteintrittsstrategien im internationalen Wettbewerb
4.2.1. Markteintrittsstrategie
4.2.2. Markteintrittszeitpunkte
4.2.2.1. Übersicht der Markteintrittszeitpunkte
4.2.2.2. Länderübergreifende Timingstrategien
4.2.2.2. Länderspezifische Timingsstrategien
4.2.3. Markteintrittsformen
4.2.3.1. Systematisierung der Markteintrittsformen
4.2.3.2. Arten von Markteintrittsformen
4.2.3.2.1. Export
4.2.3.2.2. Betätigungsformen mit Wertschöpfung im Ausland ohne Kapitalbeteiligung
4.2.3.2.3. Betätigungsformen mit Wertschöpfung im Ausland und Kapitalbeteiligung
5. Theoretische Grundlagen des Markteintritts ausländischer Unternehmen in Osteuropa
5.1. Systematisierung der Internationalisierungstheorien
5.2. Die Theorien des Außenhandels
5.2.1. Die Theorie der komparativen Kostenvorteile
5.2.1.1. Darstellung der Theorie der komparativen Kostenvorteile
5.2.1.2. Erklärungsbeitrag und kritische Würdigung des Ansatzes
5.2.2. Die Theorie der technologischen Lücke
5.2.2.1. Darstellung der Theorie der technologischen Lücke
5.2.2.2. Erklärungsbeitrag und kritische Würdigung des Ansatzes
5.3. Die Theorien der Direktinvestition
5.3.1. Die Zinssatztheorien
5.3.1.1. Darstellung der Zinssatztheorien
5.3.1.2. Erklärungsbeitrag und kritische Würdigung des Ansatzes
5.3.2. Die Theorie des monopolistischen Vorteils
5.3.2.1. Darstellung der Theorie des monopolistischen Vorteils
5.3.2.2. Erklärungsbeitrag und kritische Würdigung des Ansatzes
5.3.3. Die Theorie des oligopolistischen Parallelverhaltens
5.3.3.1. Darstellung der Theorie des oligopolistischen Parallelverhaltens
5.3.3.2. Erklärungsbeitrag und kritische Würdigung des Ansatzes
5.4. Übergreifende Internationalisierungstheorien
5.4.1. Die Verhaltenstheorie
5.4.1.1. Darstellung der Verhaltenstheorie
5.4.1.2. Erklärungsbeitrag und kritische Würdigung des Ansatzes
5.4.2. Das Produktlebenszyklusmodell
5.4.2.1. Darstellung des Produktlebenszyklusmodells
5.4.2.2. Erklärungsbeitrag und kritische Würdigung des Ansatzes
5.4.3. Die Standorttheorie
5.4.3.1. Darstellung der Standorttheorie
5.4.3.2. Erklärungsbeitrag und kritische Würdigung des Ansatzes
5.4.4. Die Internalisierungstheorie
5.4.4.1. Darstellung der Internalisierungstheorie
5.4.4.2. Erklärungsbeitrag und kritische Würdigung des Ansatzes
5.5. Weiter übergreifende Internationalisierungstheorien
5.5.1. Das eklektische Paradigma
5.5.1.1. Darstellung des eklektischen Paradigmas
5.5.1.2. Erklärungsbeitrag und kritische Würdigung des Ansatzes
5.5.2. Das Internationalisierungsmodell der Uppsala-Schule
5.5.2.1. Darstellung des Internationalisierungsmodells der Uppsala-Schule
5.5.2.2. Erklärungsbeitrag und kritische Würdigung des Ansatzes
6. Fazit
Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen der Internationalisierung von Unternehmen mit einem spezifischen Fokus auf den Markteintritt in die mittel- und osteuropäischen Märkte. Ziel ist es, durch die Analyse verschiedener Internationalisierungstheorien die entscheidenden Faktoren herauszuarbeiten, die den Markteintritt in diese Region beeinflussen und begründen.
5.2.1.1. Darstellung der Theorie der komparativen Kostenvorteile
Die Theorie der komparativen Kostenvorteile umfasst die Theorie der Produktivitätsunterschiede von Ricardo und die Theorie der unterschiedlichen Faktorausstattungen von Heckscher und Ohlin (Perlitz 2004, S. 66). Ricardos Theorie der komparativen Kostenvorteile überholte die Theorie der absoluten Kostenvorteile von Smith, die als Ausgangspunkt der Erklärung dient. Die ursprüngliche Idee des Ansatzes von Smith war, dass jedes Land bei bestimmten Gütern absolute Kostenvorteile aufweist, bei anderen Gütern jedoch absolute Kostennachteile. Ein Land hat nach Smith dann einen absoluten Kostenvorteil, wenn es in der Herstellung eines bestimmten Produktes effizienter operiert als andere Länder. Ausschlaggebend für die Effizienz kann z.B. eine höhere Arbeitsproduktivität oder eine bessere Faktorausstattung sein. Ein Land solle sich auf die Produktion eine Gutes spezialisieren und dieses dann exportieren. Der internationale Handel ermöglicht es dann, dieses produzierte Gut gegen andere Güter zu tauschen, die im eigenen Land zu höheren Kosten hätten erzeugt werden können. Durch Spezialisierung sollte sich der Wohlstand eines Landes erhöhen (Smith 1775/1976, S. 13ff.). Ricardos Theorie überholte Smiths Theorie jedoch rasch. Denn Ricardo warf die Frage auf, ob ein Land, das alle Produkte zu geringeren Kosten herzustellen vermag, oder umgekehrt, ein Land, das bei keinem Produkt Kostenvorteile aufweist, als Konsequenz nur exportieren bzw. importieren könne. Mit der Theorie der Produktivitätsunterschiede von Ricardo wurde bewiesen, dass auch in einem solchen Fall der Außenhandel für die beteiligten Länder durchaus von Interesse ist. Dies ist dann der Fall, wenn trotz absoluter Kostenunterschiede in der Herstellung aller Produkte komparative Kostendifferenzen bestehen, so dass die absoluten Unterschiede bei den einzelnen Produkten auftreten. Die Unterschiede in den relativen Kosten können sich durch unterschiedliche Produktionsmöglichkeiten ergeben.
1. Einleitung: Definiert die Problemstellung der zunehmenden Globalisierung und die Bedeutung des osteuropäischen Marktes als Forschungsgegenstand dieser Arbeit.
2. Definition der Begriffe: Schafft ein fundiertes Verständnis der zentralen Termini Internationalisierung, Internationalisierungstheorie und ausländische Unternehmung.
3. Osteuropa als Zukunftsmarkt: Chancen und Risiken: Analysiert die Systemtransformation sowie die politischen, wirtschaftlichen und sozio-kulturellen Rahmenbedingungen in Osteuropa.
4. Begriff und Gegenstand des Markteintritts: Erläutert Konzepte der Markteintrittsstrategie, inklusive zeitlicher Aspekte und verschiedener Formen wie Export oder Direktinvestitionen.
5. Theoretische Grundlagen des Markteintritts ausländischer Unternehmen in Osteuropa: Systematisiert und bewertet verschiedene Theorien, darunter Außenhandelstheorien, Direktinvestitionstheorien und verhaltenstheoretische Ansätze in Bezug auf ihren Erklärungsbeitrag.
6. Fazit: Führt die Ergebnisse zusammen und bewertet die zukünftige Bedeutung der untersuchten Theorien für den Markteintritt in osteuropäische Märkte.
Internationalisierung, Markteintritt, Osteuropa, Transformationsländer, Außenhandelstheorie, Direktinvestition, komparative Kostenvorteile, technologische Lücke, monopolistischer Vorteil, oligopolistisches Parallelverhalten, Verhaltenstheorie, Produktlebenszyklusmodell, Standorttheorie, Internalisierungstheorie, eklektisches Paradigma.
Die Arbeit untersucht, wie verschiedene theoretische Ansätze der Internationalisierung den Markteintritt von Unternehmen in die Märkte Mittel- und Osteuropas erklären können.
Die Themenfelder umfassen die Systemtransformation Osteuropas, Markteintrittsstrategien (wie Export oder Tochtergesellschaften) sowie die kritische Prüfung zahlreicher Internationalisierungstheorien.
Die Arbeit fragt nach dem Erklärungsbeitrag verschiedener Internationalisierungstheorien für den Markteintritt ausländischer Unternehmen in Osteuropa und identifiziert die entscheidenden Faktoren für diesen Prozess.
Der Autor führt eine systematische Literaturanalyse durch, indem er Theorien identifiziert und deren Eignung anhand zahlreicher empirischer Studien aus dem Kontext des Markteintritts in Osteuropa überprüft.
Den Kern bildet die detaillierte Vorstellung und kritische Würdigung der Theorien, unterteilt in Außenhandelstheorien, Direktinvestitionstheorien und übergreifende Internationalisierungstheorien.
Wichtige Begriffe sind unter anderem die "OLI-Vorteile" des eklektischen Paradigmas, das "Up-sala-Modell" (Psychic Distance Chain) sowie der "Transaktionskostenansatz".
Die Braubranche dient als anschauliches Beispiel für einen Oligopolmarkt, um das "oligopolistische Parallelverhalten" und die "Follow-the-Leader-These" in Osteuropa zu demonstrieren.
Der Autor prognostiziert, dass klassische Theorien wie die der komparativen Kostenvorteile an Bedeutung verlieren werden, während flexiblere Ansätze wie das eklektische Paradigma aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit weiterhin hochrelevant bleiben.
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