Examensarbeit, 2008
63 Seiten, Note: 1,2
1 Einleitung
2 Die technische Bildung als Weg in die Zukunft
2.1 Gesellschaftliche Verantwortung
2.2 Schulpolitischer Ansatz
2.3 Inhalte einer Allgemeinen- Technischen Bildung
2.4 Systeme der Technik
3 Denk- und Handlungsmethoden der Technik
3.1 Technik im Beziehungsgefüge Mensch- Gesellschaft- Umwelt
3.2 Technische Denk- und Erwartungsfelder
4 Technikstandort Deutschland
4.1 Innovationen
4.1.1 Innovations-prozess fördernde Standortbedingungen
4.1.2 Forschung- und Entwicklungsaufwand (F&E)
4.1.3 Patentanmeldungen
4.2 Drei-Prozent-Ziel bei F&E-Quote
4.3 Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte
4.3.1 Maßnahmen zur Erhöhung der F&E- Quote
4.3.2 Integration von ausländischem Wissen
5 Technische Bildung an allgemein bildenden Schulen in MV
5.1 Der Beitrag des Faches Technik zur Bildung
5.1.1 Sachkompetenzen
5.1.2 Methodenkompetenzen
6 Widerspiegelung technischer Bildungsinhalte in den Rahmenplänen des Faches AWT in MV
6.1 Konzept der Qualitätsentwicklung
6.2 Ziele des Unterrichts mit technischem Hintergrund
6.3 Gestaltung des Unterrichts
6.4 Differenzierung des AWT- Unterrichts
6.5 Fachplan AWT
6.5.1 Verbindlicher Sach- und Handlungsbereich der Jahrgangsstufen 7 bis 10
6.5.2 Verbindliche Sach- und Handlungsbereiche der Jahrgangsstufe 7
6.5.3 Ergänzende Sach- und Handlungsbereiche der Jahrgangsstufe 7
6.5.4 Verbindliche Sach- und Handlungsbereiche der Jahrgangsstufe 8
6.5.5 Ergänzende Sach- und Handlungsbereiche der Jahrgangsstufe 8
6.5.6 Verbindliche Sach- und Handlungsbereiche der Jahrgangsstufe 9
6.5.7 Ergänzende Sach- und Handlungsbereiche der Jahrgangsstufe 9
6.5.8 Verbindliche Sach- und Handlungsbereiche der Jahrgangsstufe 10
6.5.9 Ergänzende Sach- und Handlungsbereiche der Jahrgangsstufe 10
6.6 Interpretation der Rahmenpläne
7 Zur Umsetzung technischer Bildungsinhalte an ausgewählten Schulen des Landes Mecklenburg-Vorpommern
7.1 Methodische Herangehensweise
7.1.1 Quantitative Methodik
7.1.2 Qualitative Methodik
7.1.3 Gewählte Methodik
7.2 Vorstellung des Fragebogens
7.3 Praxisdurchführung
7.4 Verbale/ Grafische Auswertung
7.5 Qualitative Befragungsergebnisse der Lehrkräfte
8 Zusammenfassung
Die Arbeit analysiert den aktuellen Stand der technischen Bildung von Schülern an Haupt- und Realschulen in Mecklenburg-Vorpommern. Ziel ist es, die Vorbereitung der Jugendlichen auf technische Berufe und Studiengänge zu untersuchen, Lücken im Vermittlungsprozess aufzudecken sowie Chancen und Risiken bei der schulischen Umsetzung technischer Bildungsinhalte aufzuzeigen.
1 Einleitung
Unter dem Begriff Technik (altgriechisch τέχνη [téchne], „Fähigkeit, Kunstfertigkeit, Handwerk“) versteht man Verfahren und Fähigkeiten zur praktischen Anwendung der Naturwissenschaften und zur Produktion industrieller, handwerklicher oder künstlerischer Erzeugnisse. Technik ist grundsätzlich die Anwendung von besonderen Methoden, Prinzipien, einzeln oder in Kombination, um bestimmte Wirkungen zu erzielen. Somit ist Technik Arbeit um Arbeit zu sparen.1 Um den Transport von A nach B zu erleichtern wurde das Automobil erfunden. Die Entwicklung und der Bau von solchen ist höchst arbeitsaufwendig, erleichtert später aber das Leben. Es ist somit zuerst Arbeit nötig um Arbeit im späteren Verlauf zu sparen.
In der heutigen hoch entwickelten westlichen Gesellschaft spielt der Begriff Technik eine zunehmend große Rolle. Unzählige Menschen fühlen sich den Funktionen der Technologie nicht mehr gewachsen. In den einzelnen Bereichen der Technik gibt es spezialisierte Fachkräfte, die sich der Komplexität dieser nicht scheuen und ein vorankommen in der Gegenwart ermöglichen. Diese Tatsache ist jedoch kein Garant dafür, sich der Technik entziehen zu können. Immer mehr Alltagsituationen sind von technischen Inhalten geprägt und eine Auseinandersetzung und ein damit einhergehendes Verständnis dieser sind zwingend notwendig. Der ganz alltägliche Tagesablauf ist geprägt von technischen Funktionen. Morgens wird man vom Klingeln des Radioweckers wach, schaltet die Kaffeemaschine an um später ins Auto einzusteigen und zur Arbeit zu fahren.
1 Einleitung: Einführung in den Technikbegriff und Darlegung der Relevanz technischer Bildung angesichts des Fachkräftemangels und der Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Deutschland.
2 Die technische Bildung als Weg in die Zukunft: Erörterung der gesellschaftlichen Verantwortung sowie schulpolitischer Ansätze zur Förderung technischer Kompetenzen zur Sicherung zukünftiger ökonomischer Stabilität.
3 Denk- und Handlungsmethoden der Technik: Analyse techniktypischer Handlungsstrukturen, die als zeitinvariante Elemente der Kompetenzausbildung für eine allgemeine technische Handlungskompetenz dienen.
4 Technikstandort Deutschland: Untersuchung von Innovationsprozessen, Patentanmeldungen und des Fachkräftemangels als Herausforderungen für die Wirtschaft.
5 Technische Bildung an allgemein bildenden Schulen in MV: Untersuchung des Beitrags des Fachs AWT zur Entwicklung von Sach- und Methodenkompetenzen im technischen Bereich.
6 Widerspiegelung technischer Bildungsinhalte in den Rahmenplänen des Faches AWT in MV: Kritische Analyse der Rahmenpläne hinsichtlich der Gewichtung technischer Inhalte im Vergleich zu Wirtschafts- und Arbeitsthemen.
7 Zur Umsetzung technischer Bildungsinhalte an ausgewählten Schulen des Landes Mecklenburg-Vorpommern: Darstellung der methodischen Vorgehensweise und Auswertung der empirischen Befragung bei Schülern und Lehrkräften.
8 Zusammenfassung: Resümee der Ergebnisse, das den Bedarf an praktischerer Ausbildung und besserer Qualifizierung der Lehrkräfte im technischen Bereich unterstreicht.
Technische Bildung, AWT-Unterricht, Fachkräftemangel, Innovationskraft, Handlungskompetenz, Berufsorientierung, Rahmenpläne, Mecklenburg-Vorpommern, Schulpraxis, Technikdidaktik, Ingenieurswissenschaften, Methodenkompetenz, Sachkompetenz, Innovationsmanagement
Die Arbeit analysiert, wie Schulen in Mecklenburg-Vorpommern ihre Schüler auf eine berufliche Ausbildung oder ein technisches Studium vorbereiten und welchen Stellenwert technische Bildung dabei einnimmt.
Die zentralen Felder umfassen die Bedeutung der Technik für den Wirtschaftsstandort Deutschland, die Analyse der AWT-Rahmenpläne sowie die empirische Untersuchung der Schülerinteressen und der Unterrichtsbedingungen.
Ziel ist es, den aktuellen Wissensstand der Schüler zu erfassen, Lücken in der Vermittlung technischer Bildung aufzuzeigen und zu klären, ob die schulische Ausbildung als Grundlage für technische Berufsentscheidungen ausreicht.
Die Arbeit verwendet einen Methodenmix aus quantitativen Fragebögen, die an 312 Schülern durchgeführt wurden, und qualitativen Interviews mit Fachlehrern, um ein umfassendes Bild der Unterrichtssituation zu erhalten.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Innovationsprozessen am Standort Deutschland, eine detaillierte Auswertung der Lehrpläne für das Fach Arbeit-Wirtschaft-Technik (AWT) und die Darstellung der empirischen Praxisanalyse.
Technische Bildung, AWT-Unterricht, Berufsorientierung, Fachkräftemangel und Handlungskompetenz sind die zentralen Begriffe.
Die Lehrkräfte beklagen vor allem mangelhafte Rahmenbedingungen wie Sparmaßnahmen, fehlende technische Ausstattung in den Klassenräumen und eine eigene, oft unzureichende fachspezifische Ausbildung, die einen praxisorientierten Unterricht erschwert.
Während das allgemeine Interesse an Technik bei den Jugendlichen hoch ist, nimmt die Motivation für den schulischen Technikunterricht im Laufe der Schullaufbahn stetig ab, da dieser als zu theoriegeladen und praxisfern wahrgenommen wird.
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