Diplomarbeit, 2004
134 Seiten, Note: 1,0
I Einleitung
II Theoretischer Teil
1 Einstellungsdefinitionen
1.1 Theoretische Konzepte
1.2 Empirische Befunde
2 Entstehung und Veränderung von Einstellungen
2.1 Theoretische Konzepte
2.2 Empirische Befunde
3 Das Informationsverarbeitungsparadigma
3.1 Theoretische Konzepte
3.2 Empirische Befunde
4 Das Modell der kognitiven Reaktionen
4.1 Theoretische Konzepte
4.2 Empirische Befunde
5 Duale-Prozess-Modelle
5.1 Das Elaborationswahrscheinlichkeitsmodell
5.1.1 Theoretische Konzepte
5.1.2 Empirische Befunde
5.2 Das Heuristisch-Systematische Modell
5.2.1 Theoretische Konzepte
5.2.2 Empirische Befunde
6 Das Unimodell
6.1 Theoretische Konzepte
6.2 Empirische Befunde
7 Grundlagen für die empirische Arbeit
7.1 Die Untersuchung von Petty, Cacioppo & Goldman (1981)
7.2 Zielsetzung der Arbeit
III Empirischer Teil
1 Hypothesen
2 Methoden
2.1 Wahl des Untersuchungsthemas
2.2 Voruntersuchung
2.3. Hauptuntersuchung
2.3.1 Stichprobe
2.3.2 Design
2.3.3 Ablauf
2.3.4 Untersuchungsmaterial
2.3.5 Operationalisierung der unabhängigen Variablen
2.3.6 Operationalisierung der abhängigen Variablen
3 Ergebnisse
3.1.Manipulationschecks
3.1.1 Fähigkeit
3.1.2 Qualität des Arguments
3.1.3 Expertise des Kommunikators
3.1.4 Glaubwürdigkeit des Kommunikators
3.1.5 Konsens
3.2 Einstellungen
3.3 Kognitive Reaktionen
3.4 Explorative Analysen
3.4.1 Einstellungen und Need for Cognition
3.4.2 Einstellungen und Relevanz des Themas „Medikament gegen Kopfschmerzen“
3.5 Korrelative Analysen
3.6 Urteilsicherheit
IV Diskussion
1 Zusammenfassung der Ergebnisse
2 Die Perspektive der Dualen-Prozess-Modelle
3 Implikationen für den Unimodell-Ansatz
4 Fazit
V Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht, ob die theoretische Zweiteilung der Informationsverarbeitung in Dualen-Prozess-Modellen (wie ELM und HSM) methodisch gerechtfertigt ist oder ob diese durch ein Ein-Prozess-Modell (Unimodell) ersetzt werden kann, indem die Parameter Reihenfolge, Länge, Anzahl und Komplexität der Informationen systematisch variiert werden.
Die Zielsetzung der Arbeit
Die Zielsetzung der vorliegenden Arbeit besteht nun darin, die Reihenfolge, Länge, Anzahl und Komplexität der unabhängigen Variablen im Vergleich zu den „klassischen“ Studien der Dualen-Prozess-Modelle umzukehren und auf der Basis dieser Umkehrung die Zwei-Prozess-Modelle und den Ansatz des Unimodells miteinander zu vergleichen.
Da in den Arbeiten zu den Zwei-Prozess-Modellen nahezu immer erst die peripheren Hinweisreize (in geringer Anzahl und Komplexität) präsentiert werden und dann erst die Botschaft mit den Argumenten (in größerer Menge und höheren Anforderungen bezüglich dem Verarbeitungsniveau), wird in der folgenden Untersuchung erst ein kurzes und leicht verständliches Argument präsentiert, dem dann mehrere komplexere Hinweisreize folgen. Sollten sich damit für die Interaktionen von Motivation und Fähigkeit mit den Variablen Argument und Hinweisreiz umkehren, würde sich die Kritik von Kruglanski et al. (1999) bestätigen und die Annahmen bezüglich zweier qualitativ unterschiedlicher Prozesse und der qualitativ unterschiedlichen Wirkung von Argument und Hinweisreiz wären grundsätzlich in Frage zu stellen.
I Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung des Einstellungskonzepts in der Sozialpsychologie und führt in die Debatte zwischen Dualen-Prozess-Modellen und dem Unimodell ein.
II Theoretischer Teil: Dieser Abschnitt bietet einen fundierten Überblick über klassische Einstellungsdefinitionen, das Informationsverarbeitungsparadigma, das Modell der kognitiven Reaktionen sowie die detaillierte Darstellung von ELM, HSM und dem Unimodell.
III Empirischer Teil: Hier wird das experimentelle Design der Untersuchung beschrieben, das auf der systematischen Manipulation von Fähigkeit, Argumentqualität und Hinweisreizen basiert, gefolgt von einer detaillierten Analyse der Ergebnisse.
IV Diskussion: Im Diskussionsteil werden die Ergebnisse interpretiert und die theoretischen Implikationen für die Persuasionsforschung im Kontext der Dualen-Prozess-Modelle und des Unimodells kritisch reflektiert.
Einstellungsänderung, Persuasion, Duale-Prozess-Modelle, Unimodell, Informationsverarbeitung, Need for Cognition, kognitive Reaktionen, Elaborationswahrscheinlichkeit, Hinweisreize, Argumentqualität, Motivationspsychologie, Sozialpsychologie, Urteilsbildung.
Die Arbeit untersucht, ob die Unterscheidung in zwei unterschiedliche Verarbeitungsrouten bei der Einstellungsänderung, wie sie in klassischen Modellen postuliert wird, tatsächlich existiert oder ob ein einzelner Prozess ausreicht, um diese Phänomene zu erklären.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Persuasionspsychologie, insbesondere der Vergleich zwischen dem Elaborationswahrscheinlichkeitsmodell (ELM), dem Heuristisch-Systematischen Modell (HSM) und dem sogenannten Unimodell.
Das Ziel ist es, durch eine methodische Umkehrung klassischer Studienparameter (Reihenfolge, Länge, Anzahl und Komplexität der Informationen) die Validität der Dualen-Prozess-Modelle gegenüber dem Ein-Prozess-Ansatz (Unimodell) zu prüfen.
Es handelt sich um ein experimentelles Design, bei dem die kognitive Kapazität (Fähigkeit), die Qualität der Argumente und die Valenz der Kommunikatorinformationen manipuliert wurden, um deren Einfluss auf die Einstellungsänderung zu messen.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Bereich, der die bestehende Literatur aufarbeitet, und einen empirischen Teil, der das eigene Experiment, die durchgeführten Analysen und die Diskussion der Befunde präsentiert.
Die wichtigsten Begriffe sind Persuasion, Einstellungsänderung, Unimodell, Duale-Prozess-Modelle, Informationsverarbeitung und Need for Cognition.
Das Need for Cognition dient als Moderatorvariable, da Personen mit hoher Ausprägung eher dazu neigen, Informationen systematisch zu verarbeiten, was die Wirkung der Argumentqualität und der Hinweisreize beeinflussen kann.
Die Arbeit stützt den Ansatz des Unimodells, da die Ergebnisse darauf hindeuten, dass keine qualitativen Unterschiede zwischen Verarbeitungsrouten notwendig sind, um Einstellungsänderungen zu erklären, sondern dass quantitative Faktoren wie Komplexität und Reihenfolge entscheidend sind.
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