Magisterarbeit, 2010
79 Seiten, Note: 1.3
1 Einleitung
2 Hintergrund und Entstehung des Festes
2.1 Historischer Hintergrund der Entstehung
2.2 Quellen und Entstehungstheorien des Festes
2.3 Das 1. Buch der Makkabäer
2.4 Das 2. Buch der Makkabäer
3 Hanukkah im 1. und 2. Buch der Makkabäer
3.1 Hanukkah im 1. Makkabäerbuch
3.2 Hanukkah im 2. Makkabäerbuch
4 Hanukkah in der rabbinischen Literatur
4.1 Hanukkah in der Zeit zwischen den Apokryphen und der Mischna
4.2 Hanukkah und seine Abwesenheit in der Mischna
4.3 Entwicklung des Hanukkah Ritus im rabbinischen Judentum
4.4 Rabbinische Homilien und kleinen Midraschim
5 Fazit
Diese Magisterarbeit untersucht die Entstehung und ideologische Entwicklung des Hanukkahfestes im Zeitraum vom 2. Jahrhundert v.d.Z. bis zum 5. Jahrhundert n.d.Z. Sie analysiert die teils widersprüchlichen historischen Quellen, um aufzuzeigen, wie das Fest von einer militärischen Siegesfeier zu einem rituellen Ereignis transformiert wurde, das im rabbinischen Judentum einen festen Platz fand.
Hanukkah im 1. Makkabäerbuch
In diesem Kapitel wird die Entstehung vom Fest nach dem 1. Makk näher beleuchten und auf die Beschreibung und die Interpretation des Textes eingegangen. Im Kapitel 4.36-61 1 Makk wird das erste Hanukkahfest, welches die hasmonäischen Aufständischen nach dem Sieg über die Besatzer feierten beschrieben. Der Schwerpunkt in 1. Makk liegt auf der Wiederweihe des zerstörten Tempels. Betrachtet man das Gesamtwerk von 1. Makk, so erscheint es logisch, dass die Aufständischen, die zugleich der Priesterkaste angehören, sich zuerst der Funktionalität des Tempels widmen. Der Text beleuchtet die Handlungen einer Tempelreinigung und Erneuerung, bei diesen Ritualen stehen vor allem die üblichen Darbringungen verschiedener Opfer im Vordergrund. Hier wird auch auf die achttägige Dauer des Festes hingewiesen, die bis heute besteht. Judas, der Führer der Aufständischen, proklamiert daraus ein sich jährlich wiederholendes Fest. Einerseits setzen sich die Hasmonäer damit selbst ein Denkmal und andererseits soll die Wichtigkeit des Tempels und des Tempelkultes vom Volk verinnerlicht werden.
In der Beschreibung des Festes greift der Autor des 1. Makk auf die biblischen Texte zurück um den hasmonäischen Aufständischen Autorität und Authentizität zu geben. Der Autor greift auf die Tempelweihe von Hiskija zurück, welche ebenfalls acht Tage lang dauerte. Im Gegensatz dazu steht die Tempelweihe von König Salomon, die nur sieben Tage dauerte. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass Judas zu diesem Zeitpunkt ein anderer Text vorlag, der die salomonische Tempelweihe als eine achttägige Feier beschreibt.
1 Einleitung: Einführung in die Thematik und Problemstellung hinsichtlich des Fehlens einer biblischen Grundlage für das Hanukkahfest.
2 Hintergrund und Entstehung des Festes: Analyse der historischen Rahmenbedingungen und der verschiedenen Theorien zur Entstehung des Festes, inklusive der Betrachtung des 1. und 2. Makkabäerbuches.
3 Hanukkah im 1. und 2. Buch der Makkabäer: Detaillierte Untersuchung und Gegenüberstellung der rituellen und ideologischen Beschreibungen des Festes in den beiden Makkabäerbüchern.
4 Hanukkah in der rabbinischen Literatur: Betrachtung der Wandlung des Festes im rabbinischen Judentum, der Bedeutung des Lichts und der Rolle des Talmuds bei der Formung der neuen Tradition.
5 Fazit: Zusammenfassende Einschätzung, wie das rabbinische Judentum Hanukkah erfolgreich als dauerhaftes Fest etablierte, indem es die militärische Komponente durch eine religiös-mystische Legende ersetzte.
Hanukkah, Makkabäer, Tempelweihe, Judentum, Rabbinische Literatur, Mischna, Talmud, Laubhüttenfest, Ölwunder, Hasmonäer, Liturgie, Religionsgeschichte, Diasporagemeinden, Hallel, Tradition.
Die Arbeit untersucht die historische Entstehung und die rituelle Entwicklung des Hanukkahfestes von seinen Anfängen als militärische Siegesfeier bis zur theologischen Transformation im rabbinischen Judentum.
Die Themen umfassen die Rolle der Makkabäerbücher, die historische Deutung der hasmonäischen Herrschaft, das Verhältnis zu biblischen Traditionen und die Entstehung rabbinischer Bräuche.
Die Arbeit hinterfragt, warum und wie ein Fest, das keine biblische Grundlage hat, in den jüdischen Kanon integriert wurde und wie sich die Deutung vom militärischen Sieg zum religiösen Wunder vollzog.
Die Arbeit nutzt eine historisch-kritische Analyse der antiken Quellentexte, insbesondere der Makkabäerbücher, der rabbinischen Literatur (Mischna, Talmud) und ergänzender historischer Berichte.
Im Hauptteil werden die Unterschiede zwischen dem 1. und 2. Makkabäerbuch analysiert, die Einordnung des Festes im rabbinischen Denken erforscht und die Bedeutung von Kerzenanzünden und Liturgie erörtert.
Hanukkah, Makkabäer, Tempelweihe, rabbinische Literatur, Ölwunder, hasmonäische Dynastie und die Transformation jüdischer Traditionen.
Die Autoren der Mischna zeigten eine gewisse Zurückhaltung, da Hanukkah ein Fest einer hasmonäischen Dynastie war, deren politische und militärische Ambitionen nicht mit der pharisäischen Ideologie harmonierten.
Das 1. Buch stellt Hanukkah als militärischen Sieg und Tempelweihe dar, während das 2. Buch das Fest eher als eine Nachfeier des Laubhüttenfestes und als göttliches Wunder interpretiert.
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