Diplomarbeit, 2007
102 Seiten, Note: 1,0
1 Problemstellung und Aufbau der Arbeit
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Konzeptionelle Grundlagen
2.1 Begriff der Corporate Governance
2.2 Prinzipal-Agenten-Theorie
2.3 Einflussfaktoren der Corporate Governance
2.3.1 Unternehmensinterne Einflussfaktoren
2.3.1.1 Überwachung durch das Aufsichtsorgan
2.3.1.2 Eigentümerstrukturen
2.3.1.3 Managementvergütung
2.3.1.4 Fremdkapital
2.3.2 Marktbezogene Einflussfaktoren
2.3.2.1 Markt für Unternehmenskontrolle
2.3.2.2 Arbeitsmarktwettbewerb
2.4 Systeme der Corporate Governance
2.4.1 Shareholderorientiertes System
2.4.2 Stakeholderorientiertes System
3 Eigentümerstrukturen und Unternehmenswert
3.1 Modelltheoretische Betrachtung
3.1.1 Modell von Shleifer/Vishny (1986)
3.1.2 Modell von La Porta et al. (2002)
3.2 Empirischer Zusammenhang
3.2.1 Konzentriertes Eigentum
3.2.1.1 Kontrolle als öffentliches Gut
3.2.1.2 Private Vorteile der Kontrolle
3.2.2 Eigentümeridentität
3.3 Zwischenfazit
4 Managementvergütung und Unternehmenswert
4.1 Modelltheoretische Betrachtung
4.1.1 Modell von Goldman/Slezak (2006)
4.1.2 Modell von Aggarwal/Samwick (2006)
4.2 Empirischer Zusammenhang
4.2.1 Pay-Performance-Sensitivitäten
4.2.2 Aktienbasierte Vergütung und Unternehmenswert
4.3 Zwischenfazit
5 Zusammenhang von Eigentümerstrukturen, Vergütungsstrukturen und Unternehmenswert
5.1 Empirischer Zusammenhang
5.2 Modelltheoretische Betrachtung
5.2.1 Modell von Burkart et al. (1997)
5.2.2 Modell von Huddart (1993)
6 Schlussbetrachtung
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die Wertrelevanz von Corporate Governance, insbesondere in Form von Eigentümer- und Vergütungsstrukturen, in börsennotierten Gesellschaften. Dabei wird analysiert, ob die Präsenz von Großaktionären sowie erfolgsorientierte Vergütungssysteme tatsächlich zur Lösung von Eigner-Manager-Interessenkonflikten beitragen oder ob diese Mechanismen eigene Probleme wie Tunneling oder kurzfristige Ergebnismanipulation schaffen.
3.1.1 Modell von Shleifer/Vishny (1986)
Das Modell von Shleifer/Vishny (1986) ist eine der ersten modelltheoretischen Analysen zur Wertrelevanz von Beteiligungen von Großaktionären. Die Autoren betrachten in ihrem Modell ein Unternehmen, dessen Anteile einem Großaktionär sowie vielen Kleinaktionären gehören. Alle Anteilseigner sind risikoneutral und es besteht Interessenkonvergenz. Der Großaktionär steht in keinem Zusammenhang mit dem Management des Unternehmens und hält einen Anteil von α < 0, 5 am Unternehmen. Die Kleinaktionäre halten zusammen einen Anteil von (1 − α). Der Anteil des Großaktionärs α ist ein fester Wert. Der Großaktionär G hat Zugang zu einer Technologie, mit deren Hilfe er wertsteigernde Verbesserungspotenziale der derzeitigen Geschäftsstrategie aufdecken kann. Dies geschieht durch Überwachung und Kontrolle des Managements sowie durch unabhängige Forschung.
Wenn G Investitionen in Höhe von c(f) tätigt und dabei ein Verbesserungspotenzial mit dem Wert Z aufdeckt, kann er versuchen, die Kontrolle über das Unternehmen zu erlangen. In diesem Fall macht er ein öffentliches Bar-Übernahmeangebot für einen Anteil von (0, 5 − α) der Unternehmensaktien. Das Übernahmeangebot ist mit administrativen Kosten in Höhe von cT verbunden, die G im Falle eines Angebots zu tragen hat. G wird ein Übernahmeangebot machen, wenn er (0, 5 − α) Anteile der Kleinaktionäre zu einem Preis von q + π erwerben kann. Dabei ist zu beachten, dass q nicht notwendigerweise dem Aktienkurs vor Übernahme entspricht, da dieser bereits wertsteigernde Effekte aus der möglichen Übernahme beinhalten kann.
1 Problemstellung und Aufbau der Arbeit: Einführung in die Relevanz der Unternehmenskontrolle und Zielsetzung der Untersuchung, die den Einfluss von Eigentümer- und Vergütungsstrukturen auf den Unternehmenswert erforscht.
2 Konzeptionelle Grundlagen: Erläuterung der ökonomischen Definitionen von Corporate Governance, der Prinzipal-Agenten-Theorie sowie Vorstellung wichtiger Einflussfaktoren und idealtypischer Governance-Systeme.
3 Eigentümerstrukturen und Unternehmenswert: Theoretische und empirische Analyse der Rolle von Großaktionären, wobei insbesondere Modellansätze von Shleifer/Vishny und La Porta et al. beleuchtet werden.
4 Managementvergütung und Unternehmenswert: Untersuchung der Anreize durch aktienbasierte Vergütung sowie deren Auswirkungen auf Investitionen und Managementverhalten anhand theoretischer Modelle wie Goldman/Slezak.
5 Zusammenhang von Eigentümerstrukturen, Vergütungsstrukturen und Unternehmenswert: Synthese der vorangegangenen Kapitel zur Analyse der Interaktion zwischen Überwachung durch Großaktionäre und Managementvergütung.
6 Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Untersuchungsergebnisse und Diskussion weiterführender Forschungsbedarfe für nicht-börsennotierte Unternehmen.
Corporate Governance, Eigentümerstruktur, Managementvergütung, Unternehmenswert, Prinzipal-Agenten-Theorie, Großaktionär, Anreizsysteme, Pay-Performance-Sensitivität, Unternehmenskontrolle, Kapitalmarkt, Agency-Kosten, Stakeholder, Shareholder Value, Tunneling, Investitionspolitik.
Die Arbeit analysiert die Wertrelevanz von Corporate Governance, mit besonderem Fokus auf die Auswirkungen von Eigentümerstrukturen und Vergütungsmechanismen auf den Unternehmenswert in börsennotierten Gesellschaften.
Die Schwerpunkte liegen auf der Überwachungsfunktion von Großaktionären, der Anreizwirkung aktienbasierter Managementvergütung, potenziellen Agency-Konflikten und dem Zusammenspiel dieser Mechanismen.
Es wird untersucht, ob Eigentümer- und Vergütungsstrukturen wertrelevant sind und ob diese Instrumente zur Lösung von Interessenkonflikten zwischen Managern und Aktionären beitragen können.
Die Arbeit stützt sich primär auf eine Literaturanalyse und systematische Auswertung formaler ökonomischer Modelle sowie einer Vielzahl einschlägiger empirischer Studien zur Corporate Governance.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische und empirische Analysen zu Eigentümerstrukturen, Vergütungsstrukturen sowie deren simultaner Modellierung und gegenseitiger Beeinflussung.
Corporate Governance, Eigentümerkonzentration, Managementvergütung, Agency-Probleme, Anreizkompatibilität und Unternehmenswertmaximierung sind die prägenden Fachbegriffe.
Die Identität beeinflusst die Ziele und den Zeithorizont des Investors; so verfolgen beispielsweise Familien, Banken oder institutionelle Investoren unterschiedliche Strategien, die sich unterschiedlich auf das Managementverhalten auswirken.
Sie können komplementär wirken, da aktive Großaktionäre die Anreize durch aktienbasierte Vergütung verstärken können, oder aber substitutiv, wenn die direkte Überwachung durch den Großaktionär bereits ausreicht, um das Management zu disziplinieren.
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