Bachelorarbeit, 2010
31 Seiten, Note: 1
1. Allgemeine Einführung
1.1 Fragestellung
1.2 Material, Methode und Aufbau der Arbeit
2. Zum Begriff Kommunikation
3. Biologische und medizinische Fakten
4. Theoretische Betrachtung der Frauensprache
4.1. Das Sprachsystem
4.1.1. Phonologie
4.1.2. Personenbezeichnungen
4.1.3 Lexikon
4.2. Der Sprachgebrauch
4.2.1. Merkmale des weiblichen Sprachverhaltens
4.2.2. Merkmale des männlichen Sprachverhaltens
4.2.3. Differenzen im Sprachgebrauch von Frauen und Männern
4.2.4. Erzählungen
4.2.5.. Humor und Lachverhalten
4.2.6. Argumentationen
4.2.7. Wortschatz/Gesprächsstil
5. Resultierende Problematik
6. Empirische Untersuchung
6.1 Fragebogen
6.2 Auswertung meiner Fragen
7. Lösungsvorschläge
7.1 Neutralisation
7.2 Beidbenennung
7.3 Generisches Femininum
7.4 Weitere Vorschläge
8. Zusammenfassung
9. Eigene Reflexion
Die vorliegende Arbeit untersucht die geschlechtsspezifischen Unterschiede in der Kommunikation zwischen Männern und Frauen, um die grundlegende Problematik in der Interaktion der Geschlechter zu verstehen und mögliche Lösungsansätze zu entwickeln. Dabei wird analysiert, ob diese Unterschiede in der Sprachverwendung real oder lediglich kulturelle Konstruktionen sind.
4.2.1 Merkmale des weiblichen Sprachverhaltens
Die weibliche Sprache ist eine Sprache, die die menschliche Nähe des Gesprächspartners bzw. der Gesprächspartnerin sucht (Oppermann/Weber 1984). Oftmals fließen in ein Gespräch persönliche Erfahrungen ein, damit die eventuell vorhandene Distanz zum Gesprächspartner überwunden werden kann. Oppermann/Weber (1984) sagen in diesem Zusammenhang, dass Frauen andere an ihrer Welt teilhaben lassen und signalisieren ihnen damit, dass sie Vertrauen in sie setzen können. Dieses Verhalten ist für Männer unnötig, da es nicht zur Lösung eines Problems beiträgt. Die Gleichwertigkeit spielt bei Frauen eine große Rolle, es entstehen deshalb nur selten Hierarchien, ganz im Gegenteil zu den Männern, bei denen die Hierarchie eine sehr große Rolle spielt.
Desweiteren auffällig ist auch, dass Frauen mehr Formen der Verniedlichung benutzen, z. B. Diminutiva und Euphemismen (das ist ja niedlich etc.). Die Verwendung dieser Verniedlichungsform erfüllt in erster Linie drei Funktionen, sie wirkt:
- gefällig und verschönernd (ich bleibe nur ein Stündchen zu einem Tässchen Latte)
- abschwächend und verharmlosend (Ein Stückchen Kuchen kann ja nicht schaden! oder Das ist nur so eine Idee von mir)
- liebenswürdig und emotional (z. B. im Umgang mit Babys)
Allgemeine Einführung: Die Einleitung beleuchtet die alltäglichen Kommunikationsschwierigkeiten zwischen Männern und Frauen und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Existenz geschlechtsspezifischer Sprache.
Zum Begriff Kommunikation: Dieses Kapitel definiert den Begriff Kommunikation und erläutert die sprachliche Sozialisation, die dazu führt, dass Jungen und Mädchen unterschiedliche Prioritäten und Kommunikationsmuster entwickeln.
Biologische und medizinische Fakten: Es werden genetische und neurologische Ansätze betrachtet, die auf Unterschiede in der Gehirnspezialisierung und der Verarbeitung von Sprache bei beiden Geschlechtern hinweisen könnten.
Theoretische Betrachtung der Frauensprache: Dieser Abschnitt analysiert das Sprachsystem (Phonologie, Personenbezeichnungen, Lexikon) sowie den Sprachgebrauch, einschließlich nonverbaler Signale, Erzählverhalten und Humor.
Resultierende Problematik: Hier werden die Kommunikationsprobleme, die aus den unterschiedlichen Sprachwelten resultieren, als vergleichbar mit interkulturellen Missverständnissen dargestellt.
Empirische Untersuchung: Die Autorin präsentiert die Ergebnisse einer eigenen Befragung von acht Personen zu ihrem Kommunikationsverhalten und ihren Ansichten über geschlechtsspezifische Diskriminierung.
Lösungsvorschläge: Es werden Ansätze wie Neutralisation, Beidbenennung und das generische Femininum diskutiert, wobei deren praktische Umsetzbarkeit kritisch bewertet wird.
Zusammenfassung: Das Fazit stellt fest, dass es keine "richtige" Sprache gibt, sondern die Unterschiede in der Sprachverwendung (Dominanz vs. Emotion) als Bereicherung verstanden werden sollten.
Eigene Reflexion: Die Autorin reflektiert die Bedeutung von Respekt und gegenseitigem Zuhören als zentralen Schlüssel zur Überwindung von Kommunikationsschwierigkeiten im beruflichen und privaten Kontext.
Frauensprache, Männersprache, Kommunikation, Geschlechterdifferenz, nonverbale Kommunikation, Sozialisation, Sprachgebrauch, Beidbenennung, Geschlechterrolle, Interaktionsmuster, Sprachverhalten, feministische Linguistik, Sprachsystem, Emotion, Dominanz
Die Arbeit untersucht die geschlechtsspezifischen Unterschiede in der Kommunikation und fragt, ob Männer und Frauen tatsächlich verschiedene Sprachen sprechen oder ob es sich eher um ein unterschiedliches Kommunikationsverhalten handelt.
Die zentralen Felder umfassen die theoretischen Grundlagen der Frauensprache, biologische Unterschiede, den Einfluss der Sozialisation sowie nonverbale Kommunikationsmuster.
Das Ziel ist es, die geschlechtsspezifischen Unterschiede aufzuzeigen, Vorurteile zu hinterfragen und Ansätze für ein besseres gegenseitiges Verständnis zwischen den Geschlechtern zu entwickeln.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu sprachwissenschaftlichen Ansätzen sowie einer eigenen empirischen kleinen Umfrage unter acht Personen.
Der Hauptteil analysiert detailliert das Sprachsystem und den Sprachgebrauch, inklusive Argumentationsstile, Humor, Lachverhalten und die geschlechtsspezifischen Unterschiede in der nonverbalen Kommunikation.
Wichtige Begriffe sind Frauensprache, Männersprache, Kommunikationsstile, Sozialisation, geschlechtsspezifische Unterschiede und sprachliche Gleichberechtigung.
Die Autorin argumentiert, dass die Erziehung in der Kindheit (z.B. durch Spielzeugwahl und Rollenbilder) die Basis für die Entwicklung der späteren geschlechtsspezifischen Sprachwelten legt.
Die befragten Personen lehnten extreme Ansätze zur Sprachveränderung meist als übertrieben ab und betonten, dass die Sprache vor allem verständlich und übersichtlich bleiben sollte.
Anstatt gezielter Sprachänderungen plädiert die Autorin für gegenseitigen Respekt, genaues Zuhören und eine Reflexion des Gesagten, um Missverständnisse durch unterschiedliche Sprachstile zu vermeiden.
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