Bachelorarbeit, 2010
34 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Problematik der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Controlling
2.1 Definitionen sowie Auffassungen und frühere Konzeptionen
2.2 Aktuelle für das Ethikverständnis relevante Konzeption
3 Ethik
3.1 Grundlagendefinitionen sowie Verständniserörterung
3.2 Darstellung der ausgewählten ethischen Positionen
3.2.1 Teleologische Normenbegründungen
3.2.2 Deontologische Normenbegründungen
3.2.3 Diskursethik
3.3 Ethische Konflikte und deren Entstehung
4 Controlling im Zusammenspiel mit Reflexion und Diskursethik
4.1 Kritiken an dem Ethikverständnis der Controller
4.1.1 Begründung der Ausgrenzung teleologischer Sichtweisen
4.1.2 Begründung der Ausgrenzung deontologischer Sichtweisen
4.2 Vorzüge der Diskursethik gegenüber früheren Theorien
4.3 Legitimation des Zusammenhangs von Controlling und Diskursethik
4.3.1 Konzeptionelle Weiterentwicklung des Controllings
4.3.2 Zusammenhang zwischen Controlling und Diskursethik
4.4 Basis sowie zukünftige Herausforderungen des Controllings
5 Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht die Relevanz ethischer Konflikte für das Controlling und beleuchtet, wie eine ethische Fundierung durch das Zusammenspiel von Reflexion und Diskursethik gelingen kann, um Controller in die Lage zu versetzen, nachhaltige und moralisch vertretbare Entscheidungen zu unterstützen.
3.2.1 Teleologische Normenbegründungen
Essentielle Grundlagen für teleologische Normenbegründungen, welche einen engen Bezug zur Verantwortungsethik besitzen, sind Resultate. Dies begründet sich in der griechischen Bedeutung für „télos“. Die Handlung selbst steht im Hintergrund, von Bedeutung ist nur ihre Zweckmäßigkeit. Somit ist jedes Verhalten als gut zu identifizieren, wenn es dem Erreichen eines expliziten Ziels dienend ist. Aus diesem Grunde wird in der teleologischen Ethik nach Bedingungen gesucht, welche das „größtmögliche Glück der größtmöglichen Zahl von Menschen“ zur Folge haben. Denn nur somit wird gewährleistet, dass es sich bei den Ergebnissen um jene handelt, welche es in jeder Hinsicht zu erreichen gilt.
Als Inbegriff der teleologischen Ethik wird der Utilitarismus betitelt, welcher die Konsequenzen der Handlungen evaluiert. Das Glück wird wie bei Aristoteles gleichgesetzt mit dem Ziel der Gemeinschaft, nach einem sinnvollen Leben zu streben und dieses zu bewahren. Die Handlungen eines jeden sollen demnach ein Höchstmaß an Genugtuung und ein Mindestmaß an Sorge für die Allgemeinheit hervorrufen. Dies bedingt auch moralisch verwerfliche Taten wie bspw. lügen oder bestechen, wenn sie das Wohlbefinden aller am meisten steigern können. Dementsprechend ist nicht das Wohl einer Organisation oder das des Einzelnen ausschlaggebend, sondern das aller Betroffenen, denn das Eigene zählt gleich dem fremden Wohl. Als Beispiel hierfür wird oft „whistle blowing“ genannt. Darunter wird das unerlaubte Veröffentlichen bzw. Bekanntmachen von Mängeln in Unternehmensprozessen verstanden, welche das Gemeinwohl beeinträchtigen. Der Akteur handelt unloyal, aber im utilitaristischen Sinne geboten, moralisch fürsorglich.
1 Einleitung: Vorstellung der Problematik, dass unzureichende ethische Einbindung in Managemententscheidungen eine kritische Reflexion durch das Controlling erforderlich macht.
2 Controlling: Erörterung der unterschiedlichen Controllingbegriffe und Hinführung zur Bedeutung der Reflexionsaufgabe als zentrales Element im 5-Ebenen-System.
3 Ethik: Definition ethischer Grundbegriffe und Darstellung der drei wesentlichen Positionen Teleologie, Deontologie und Diskursethik sowie deren Bedeutung für wirtschaftliches Handeln.
4 Controlling im Zusammenspiel mit Reflexion und Diskursethik: Kritische Auseinandersetzung mit traditionellen Ansätzen und Aufzeigen der Vorzüge der Diskursethik für eine ethisch legitimierte Controllingpraxis.
5 Schlussbetrachtung: Zusammenfassendes Fazit zur Notwendigkeit ethischer Reflexion im Controlling und Ausblick auf künftige Herausforderungen im globalen Wirtschaftsumfeld.
Controlling, Ethik, Ethische Konflikte, Diskursethik, Reflexion, Teleologie, Deontologie, Management, Verantwortung, Unternehmensführung, Nachhaltigkeit, Kommunikation, Rationalitätssicherung, Moral, Integrität
Die Arbeit thematisiert die wachsende Bedeutung ethischer Aspekte im Controlling und analysiert, wie durch ethisch fundierte Reflexion moralische Konflikte innerhalb unternehmerischer Entscheidungsprozesse erkannt und bewältigt werden können.
Zu den zentralen Themen gehören die theoretische Grundlegung von Ethiktheorien, die kritische Analyse des Rollenverständnisses von Controllern sowie die Verbindung moderner Controllingkonzeptionen mit den Prinzipien der Diskursethik.
Das primäre Ziel ist es, den ethischen Bezug zur Controllingaufgabe herzustellen und zu verdeutlichen, welche Konflikte sich aus divergierenden Interessenlagen ergeben und wie diese professionell reflektiert werden können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Controllingtheorien und wirtschaftsethischer Konzepte, ergänzt durch die konzeptionelle Einordnung und Reflexion dieser Ansätze für die praktische Anwendung im Unternehmenskontext.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in Controlling und Ethik, die detaillierte Darstellung ethischer Positionen und eine vertiefende Diskussion über das Zusammenspiel von Controlling, Reflexion und Diskursethik zur Lösung von Konflikten.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Controlling, Ethik, Diskursethik, Reflexion, Verantwortung und Management geprägt.
Reflexion wird als der zentrale Grundbaustein definiert, um Entscheidungen kritisch zu hinterfragen, deren ethische Legitimität zu prüfen und somit einen Beitrag zu rationalen und gewissenhaften Unternehmensentscheidungen zu leisten.
Die Diskursethik dient als Brücke, um bei unterschiedlichen Interessenlagen innerhalb des Unternehmens einen Dialog zu ermöglichen, der zu einer moralisch gerechtfertigten und rational fundierten Lösungsfindung führt.
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