Examensarbeit, 2009
45 Seiten, Note: 1,9
1. VORWORT
2. EINLEITUNG
3. THEORETISCHER HINTERGRUND
3.1 Begriffsklärung von „Rechenschwäche“
3.2 Zu den Erscheinungsformen im 1. und 2. Schuljahr
3.3 Zu den Ursachen von „Rechenschwäche“
3.3.1 Schülerbezogene Ursachen
3.3.2 Schulische Ursachen
3.3.3 Familiäres und soziales Umfeld
3.4 Standortbestimmungen
3.5 Vordiagnosen der Kinder
4. ZUM INFORMELLEN DIAGNOSEVERFAHREN DÜMA
4.1 Allgemeiner Aufbau des Testverfahrens
4.2 Zur Durchführung
4.3 Lehrerfunktionen
5. ERPROBUNG DES DIAGNOSEVERFAHRENS DÜMA
6. AUSWERTUNG
7. AUSBLICK
8. FAZIT
9. LITERATURVERZEICHNIS
10. ANHANG
Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirksamkeit des informellen Diagnoseverfahrens DÜMA zur Identifikation von Rechenschwäche in der Primarstufe, um die diagnostische Kompetenz von Lehrkräften zu stärken und eine Grundlage für individuelle Förderpläne zu schaffen.
3.1 Begriffsklärung von „Rechenschwäche“
Die Frage nach der Definition von Rechenschwäche lässt sich bis heute nicht eindeutig beantworten. Ähnlich wie im LRS-Bereich finden sich vielfältige Versuche einer Begriffsklärung. Eine Fülle von Unterformen der Rechenschwäche machen deutlich, dass es gefährlich ist, mit unscharfen Begriffen zu operieren und einige Kinder mit dem Etikett einer Rechenschwäche oder einer „Dyskalkulie“ zu versehen, andere hingegen nicht.6
Schipper sagt dazu: „Der Begriff „Dyskalkulie“ sollte nur dann verwendet werden, wenn eine Rechenstörung vorliegt und zugleich festgestellt worden ist, dass das betroffene Kind im Sinne des § 35a SGB VIII seelisch behindert bzw. von einer solchen Behinderung bedroht ist.“7
Lorenz & Radatz8 haben in einer unvollständigen Liste über 40 Begriffe zusammengetragen, die teilweise gleichbedeutend verwendet werden, teilweise jedoch auch nach Schweregrad und Ursache oder Erscheinungsbild unterscheiden sollen. Dabei ist es unumstritten, dass es eine Rechenschwäche als isolierte schulische Minderleistung gibt. Was darunter zu verstehen ist, beziehungsweise was dieses Erscheinungsbild bewirkt, wird kontrovers diskutiert.9
Trotz keiner allgemeinen akzeptierten Definition kann man zwischen einer wissenschaftlichen und einer pädagogischen Zugangsweise unterscheiden.10
1. VORWORT: Betont die Notwendigkeit einer differenzierten Lern- und Leistungsdiagnostik, um Schüler individuell zu fördern und Rechenschwäche frühzeitig zu erkennen.
2. EINLEITUNG: Beschreibt die Ausgangslage der Autorin als Lehramtsanwärterin und die Motivation, durch den Einsatz von DÜMA die eigene Diagnosefähigkeit bei Rechenschwäche zu schärfen.
3. THEORETISCHER HINTERGRUND: Erläutert verschiedene Definitionen von Rechenschwäche, ihre Erscheinungsformen im 1. und 2. Schuljahr sowie mögliche Ursachen, unterteilt in schülerbezogene, schulische und familiäre Faktoren.
4. ZUM INFORMELLEN DIAGNOSEVERFAHREN DÜMA: Stellt den Aufbau, die Durchführung und die pädagogischen Funktionen des DÜMA-Verfahrens als diagnostisches Instrument vor.
5. ERPROBUNG DES DIAGNOSEVERFAHRENS DÜMA: Dokumentiert die praktische Anwendung des DÜMA-Verfahrens bei drei Schülerinnen einer Fördergruppe.
6. AUSWERTUNG: Analysiert und evaluiert die Ergebnisse der Erprobung anhand einer Erwartungs-Realitäts-Bilanz, um die eigene Diagnosefähigkeit zu reflektieren.
7. AUSBLICK: Skizziert weiterführende Maßnahmen für den Förderunterricht auf Basis der erstellten Leistungsprofile.
8. FAZIT: Zieht das Resümee, dass die informelle Diagnostik eine unverzichtbare Ergänzung zu standardisierten Tests darstellt, um individuelle Lernprozesse zu verstehen.
Rechenschwäche, Dyskalkulie, Diagnoseverfahren, DÜMA, Mathematikförderung, Primarstufe, Lernausgangslage, individuelle Förderung, prozessorientierte Diagnostik, Fehleranalyse, Rechenstörung, sonderpädagogischer Förderbedarf, Kompetenzentwicklung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Verbesserung der diagnostischen Kompetenz von Lehrkräften im Bereich Rechenschwäche durch den Einsatz des informellen Diagnoseverfahrens DÜMA.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Rechenschwäche, die methodische Durchführung informeller Diagnoseeinheiten und die praktische Erprobung an konkreten Fallbeispielen aus der Grundschule.
Ziel ist es, die eigene Diagnosefähigkeit zu schärfen, um Schülerinnen und Schüler mit Rechenschwäche präziser zu identifizieren und sie im Sinne einer individuellen Förderung optimal unterstützen zu können.
Die Autorin kombiniert eine Literaturanalyse zu Rechenschwäche mit einer handlungsorientierten Erprobung des DÜMA-Testverfahrens und wertet diese durch eine selbstreflektierte Erwartungs-Realitäts-Bilanz aus.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Definitionen und Ursachenfeldern der Rechenschwäche die Durchführung von Diagnosen bei drei Schülerinnen sowie die daraus resultierende Evaluation der eigenen diagnostischen Arbeit detailliert dargestellt.
Schlüsselbegriffe sind Rechenschwäche, DÜMA-Diagnose, mathematische Verständnisgrundlagen, informelle Diagnostik und individuelle Förderplanung.
Während die wissenschaftliche Sicht oft auf Diskrepanzmodellen zur Intelligenz basiert, fokussiert die pädagogische Sicht auf den unmittelbaren Förderbedarf und die individuellen Lernschwierigkeiten des Kindes ohne stigmatisierende Etikettierung.
Sie ermöglicht es der Lehrkraft, eigene Vermutungen (Vordiagnose) mit den durch das Testverfahren gewonnenen objektiven Erkenntnissen zu vergleichen und so die eigene Beobachtungskompetenz kritisch zu prüfen.
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