Masterarbeit, 2010
162 Seiten, Note: 1,0
0. Einleitung
1. Professionalität im Erzieherinnenberuf
1.1 Der Erzieherinnenberuf – Eine Berufsgruppe im Wandel
1.2 Die Professionalität der Erzieherinnen vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen
1.3 Die Professionalität der Erzieherinnen in der empirischen Rekonstruktion
2. Die Erzieherinnenausbildung auf Fachschul- und Hochschulebene vor dem Hintergrund der Professionalisierung
2.1 Der Beitrag der Fachschulen für Sozialpädagogik zur Professionalität der Erzieherinnen
2.2 Die aktuelle Fachdebatte um die Akademisierung der Erzieherinnenausbildung
2.3 Professionalisierung durch Akademisierung? Die Erzieherinnenausbildung auf Hochschulniveau
3. Forschungsprojekt zur zukünftigen Professionalisierung der Erzieherinnen im Kontext der aktuellen Fachdebatte
3.1 Angaben zum Forschungsprojekt
3.2 Frau F.: Die Fachschule als Ort der Entwicklungsbegleitung und Praxisrelevanz
3.3 Frau S.: Die Fachhochschule als Lernort der Wissenschaft und Forschung
3.4 Fazit
4. Gestaltungsmöglichkeiten an der Fachschule für Sozialpädagogik – Ein Beitrag zur Professionalität der Erzieherinnen
4.1 Veränderungen auf der Makroebene – Weiterentwicklung durch Modularisierung
4.2 Mesoebene – Gestaltungsmöglichkeiten der Einzelschule
4.3 Die Mikroebene – Möglichkeiten zur Förderung der reflexiven Kompetenz
5. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Gestaltungsmöglichkeiten der Erzieherinnenausbildung an Fachschulen für Sozialpädagogik vor dem Hintergrund der aktuellen Fachdebatte über Professionalisierung und Akademisierung. Das Ziel besteht darin, auf Basis eines theoretisch hergeleiteten Modells der reflexiven Professionalität Wege aufzuzeigen, wie Fachschulen trotz des Drucks zur Akademisierung ihren Beitrag zur Professionalisierung der Erzieherinnen leisten und ihre Zukunftsfähigkeit durch didaktische Weiterentwicklungen sichern können.
Die Bedeutung eines gewissen Grundlagenwissens hebt Frau F. auch im Hinblick auf das professionelle Handeln hervor.
Aufgrund der heutigen Bedeutung der außerfamiliären Erziehung und Bildung, die sie darin sieht, dass die Kinder immer weniger von ihren Eltern und immer mehr von den Erzieherinnen beeinflusst werden, sollten die Erzieherinnen „ausgesprochen professionell sein“. Dabei hält es Frau F. für wünschenswert, dass die Erzieherinnen auch möglichst hohe Qualifikationen aufweisen. Hier sieht sie allerdings eine große Diskrepanz im Hinblick auf die Bezahlung. Die Studierenden mit Abitur wollen eine entsprechend angemessene Bezahlung nach ihrer Ausbildung erhalten, die in der Praxis nicht erfolge. Als besonders wichtig im Hinblick auf das professionelle Handeln erachtet Frau F. die Reflexionskompetenz der Studierenden. Diese ermögliche den Studierenden, sich in Situationen angemessen zu verhalten.
Interviewfrage: Was verstehen sie konkret unter professionell handeln? Wie würden sie das beschreiben?
„Naja, ich muss in der Lage sein, mein Handeln zu reflektieren. Ich brauch’ ein gewisses Grundlagenwissen und muss in der Lage sein, meine Reaktionen zu reflektieren oder im Vorhinein zu überlegen, was ich tue, wie ich mich in bestimmten Situationen verhalte und was sinnvoll ist im Umgang mit Kindern oder Jugendlichen (...) ist ein hoher Anspruch an die Persönlichkeit.“
Frau F. führt im Hinblick auf ihr Verständnis von Professionalität folglich die Bedeutung des Grundlagenwissens und v. a. die der Reflexionskompetenz auf. Diese Fähigkeit der Reflexion, die es den Erzieherinnen ermöglicht, überlegt zu handeln, sieht Frau F. dabei in einer engen Beziehung zur Persönlichkeitsentwicklung.
0. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den gesellschaftlichen Wandel und die PISA-Debatte als Auslöser für eine verstärkte Diskussion um die Professionalisierung im Erzieherinnenberuf und die Notwendigkeit einer Reform der Ausbildung.
1. Professionalität im Erzieherinnenberuf: Dieses Kapitel analysiert das historische Berufsbild, aktuelle Anforderungen in den Handlungsfeldern und entwickelt ein Verständnis von Professionalität als reflexive Einheit von Theorie, Praxis und Persönlichkeit.
2. Die Erzieherinnenausbildung auf Fachschul- und Hochschulebene vor dem Hintergrund der Professionalisierung: Es erfolgt eine Gegenüberstellung der traditionellen Fachschulausbildung und neuerer akademischer Studienmodelle im Kontext der aktuellen Akademisierungsdebatte.
3. Forschungsprojekt zur zukünftigen Professionalisierung der Erzieherinnen im Kontext der aktuellen Fachdebatte: Das Kapitel beschreibt das qualitative Forschungsvorhaben, die Durchführung von Experteninterviews mit Vertreterinnen von Fachschule und Fachhochschule sowie die Analyse deren subjektiver Einschätzungen.
4. Gestaltungsmöglichkeiten an der Fachschule für Sozialpädagogik – Ein Beitrag zur Professionalität der Erzieherinnen: Abschließend werden systematisch Ansätze für die Fachschule entwickelt, um durch Modularisierung, Schulentwicklung und Förderung reflexiver Kompetenzen einen zeitgemäßen Beitrag zur Professionalität zu leisten.
5. Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst die wesentlichen Ergebnisse zusammen und betont, dass die Erzieherinnenausbildung in einer Umbruchphase ist, in der beide Institutionstypen – Fachschule und Fachhochschule – eine wichtige Rolle spielen.
Professionalisierung, Erzieherinnenausbildung, Fachschule, Akademisierung, Handlungskompetenz, Theorie-Praxis-Verzahnung, reflexive Kompetenz, Persönlichkeitsbildung, Frühpädagogik, Sozialpädagogik, Lernfeldorientierung, Bildungsauftrag, Berufsrolle, Fallarbeit, Erzieherin.
Die Arbeit untersucht, wie sich das Berufsbild der Erzieherin durch gestiegene Anforderungen verändert hat und wie die Erzieherinnenausbildung an Fachschulen durch pädagogische Gestaltungsmöglichkeiten professioneller ausgerichtet werden kann.
Ziel ist es, Gestaltungsmöglichkeiten für die Fachschule aufzuzeigen, die sowohl den traditionellen Praxisbezug erhalten als auch den modernen Anforderungen an ein wissenschaftlich reflektiertes professionelles Handeln gerecht werden.
Zentral sind die Debatte um die Akademisierung der Erzieherinnenausbildung, die Anforderungen in verschiedenen Handlungsfeldern (Kita, Heimerziehung, Jugendarbeit) sowie der Aufbau beruflicher Handlungskompetenz.
Es handelt sich um eine explorative qualitative Untersuchung. Die Autorin hat Leitfadeninterviews mit einer Abteilungsleiterin einer Fachschule und einer Professorin einer Fachhochschule geführt und diese inhaltsanalytisch ausgewertet.
Der Hauptteil analysiert theoretische Professionalisierungsmodelle, vergleicht Ausbildungssysteme (Fachschule vs. Hochschule), präsentiert die Ergebnisse der Interviews und leitet daraus konkrete Reformvorschläge auf Makro-, Meso- und Mikroebene ab.
Sie gilt als Kern der professionellen Handlungskompetenz, um in komplexen und unsicheren pädagogischen Situationen fachwissenschaftliches Wissen und biografisches Erfahrungswissen sinnvoll miteinander zu verknüpfen.
Während die Fachschulvertreterin die Stärken der praxisnahen Persönlichkeitsbildung betont, hebt die Hochschulprofessorin die Notwendigkeit forschenden Lernens und wissenschaftlicher Systematik hervor, um eine forschende Haltung zu entwickeln.
Die Autorin plädiert dafür, die Akademisierung nicht als Ende der Fachschule zu sehen, sondern als Chance für eine gegenseitige Befruchtung, wobei eine vollständige Akademisierung kurz- bis mittelfristig unrealistisch bleibt.
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