Diplomarbeit, 2010
117 Seiten, Note: 1,0
1 Einführung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung
2 Theoretische Grundlagen: Corporate Governance, Unternehmensfinanzierung und Rechnungslegung in Südkorea
2.1 Corporate Governance
2.1.1 Corporate Governance - Begriff und Bedeutung
2.1.2 Comparative Corporate Governance
2.1.2.1 Interessenorientierung - Share- vs. Stakeholder-Ansatz
2.1.2.2 Verwaltungsstrukturtypen als Abgrenzungskriterium
2.1.2.3 Markt- vs. Netzwerkorientierung nach Weimer & Pape
2.1.2.4 Kontrollphilosophien
2.1.2.5 Systeme der Unternehmenskontrolle
2.1.3 Corporate Governance in Südkorea
2.1.4 Corporate Governance in China
2.2 Betriebswirtschaftliche Finanzierungssysteme
2.2.1 Begriffsbestimmung und Finanzierungsformen
2.2.2 Finanzsysteme und Orientierung der Unternehmensfinanzierung
2.2.3 Finanzierungsmuster in Südkorea
2.3 Grundzüge der Rechnungslegung
2.3.1 Zielsetzung der internationalen Rechnungslegung
2.3.2 Rechnungslegung in Südkorea
3 Empirische Untersuchung: Corporate Governance in Südkorea
3.1 Untersuchungsmethoden
3.2 Ökonomische Strukturdaten - Ein Überblick
3.2.1 Eigentumsverhältnisse
3.2.2 Unternehmensgröße
3.2.3 Unternehmensstrategie
3.2.4 Branche
3.2.5 Internationalisierungsgrad der Unternehmensaktivitäten
3.3 Systeme der Unternehmensfinanzierung
3.4 Ergänzende Kapitalmarktinstitutionen
3.5 Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung
4 Diskussion und Würdigung der Befunde
5 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht, inwieweit das in Südkorea herrschende Corporate-Governance-System klassifiziert werden kann, um daraus Rückschlüsse auf das ökonomisch sinnvollste Rechnungslegungssystem zu ziehen und die Entscheidung zur Einführung der IFRS-Standards in Südkorea zu bewerten.
2.1.2.3 Markt- vs. Netzwerkorientierung nach Weimer & Pape
Weimer und Pape (1999) versuchten in ihrem Artikel »A Taxonomy of Systems of Corporate Governance« ein Klassifizierungssystem zu entwickeln, dass sich von der bis dahin üblichen Betrachtungsweise auf Unternehmensebene unterscheidet. Stattdessen sollten Corporate Governance-Systeme vielmehr auf Länderebene betrachtet und differenziert werden. Mit Hilfe der sich ergebenden charakteristischen Merkmale der betrachteten Länder ließ sich ein Überblick über die herrschenden Corporate Governance-Systeme gewinnen. Durch die Überprüfung der Merkmale nach Übereinstimmungen konnten Systeme soweit weiter verdichtet werden, dass sich eine endgültige Klassifikation der Länder in marktorientierte und netzwerkorientierte Corporate Governance-Systeme ergab. Folgende acht Charakteristiken rechtlicher, kultureller und institutioneller Art wurden für die Klassifizierung herangezogen:
• Das vorherrschende Firmenkonzept
• Das System der Führungsorganisation (Verwaltungsstrukturtyp)
• Typische Stakeholder mit Einfluss auf Unternehmensentscheidungen
• Die Bedeutung des Kapitalmarkts
• Die Existenz eines Marktes für Unternehmenskontrolle
• Die Eigentümerstruktur
• Das Ausmaß der erfolgsabhängigen Managementvergütung
• Die übliche Dauer von wirtschaftlichen Beziehungen
1 Einführung: Diese Einleitung stellt die Problematik der Globalisierung für lokale Kontrollsysteme dar und definiert das Ziel der Arbeit, das in Südkorea herrschende System empirisch zu untersuchen.
2 Theoretische Grundlagen: Corporate Governance, Unternehmensfinanzierung und Rechnungslegung in Südkorea: Das Kapitel liefert die theoretische Basis zu Corporate-Governance-Systemen, Finanzierungsmustern und Rechnungslegungsstandards im asiatischen Vergleich.
3 Empirische Untersuchung: Corporate Governance in Südkorea: Hier erfolgt die eigentliche Analyse ökonomischer Strukturdaten und Finanzierungsmuster der 100 größten Unternehmen der betrachteten Wirtschaftsräume mittels Cluster- und Regressionsanalysen.
4 Diskussion und Würdigung der Befunde: In diesem Kapitel werden die Ergebnisse der empirischen Analyse interpretiert und hinsichtlich ihrer Implikationen für die Rechnungslegungspraxis gewürdigt.
5 Fazit und Ausblick: Das Kapitel schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Vereinbarkeit der kapitalmarktorientierten Rechnungslegung mit den lokalen Gegebenheiten der untersuchten Länder.
Corporate Governance, Südkorea, Unternehmensfinanzierung, Rechnungslegung, IFRS, K-IFRS, Eigenkapitalorientierung, Mischfinanzierung, Clusteranalyse, Chaebols, Stakeholder-Ansatz, Kapitalmarkt, Unternehmenskontrolle, Empirische Analyse, Wirtschaftsräume.
Die Arbeit analysiert die Zusammenhänge zwischen Corporate Governance, Unternehmensfinanzierung und Rechnungslegung in den asiatischen Märkten, insbesondere Südkorea, China und Hongkong.
Die Schwerpunkte liegen auf der Klassifizierung von Governance-Systemen, der Analyse von Finanzierungsstrukturen von Großunternehmen und der Untersuchung der Angemessenheit internationaler Rechnungslegungsstandards.
Das Ziel ist die empirische Überprüfung, ob das in Korea herrschende Corporate-Governance-System eine kapitalmarktorientierte Rechnungslegung rechtfertigt oder ob Anpassungen erforderlich sind.
Die Autor verwendet deskriptive Statistiken sowie multivariate Analyseverfahren, insbesondere Clusteranalysen zur Finanzierungsgruppierung und kategoriale Regressionsanalysen zur Bestimmung von Einflussfaktoren.
Der Hauptteil umfasst eine theoretische Aufarbeitung von Governance-Systemen sowie eine detaillierte empirische Untersuchung von ökonomischen Strukturdaten und Finanzierungsverhalten der 100 größten Unternehmen der drei Wirtschaftsräume.
Zentrale Begriffe sind Corporate Governance, Südkorea, Finanzierungssysteme, Rechnungslegung und IFRS.
Die Arbeit identifiziert eine starke Dominanz von Familienunternehmen ("Chaebols") mit einer pyramidenförmigen Eigentümerstruktur und weitreichenden Cross-Shareholding-Beziehungen.
Es herrscht eine "Publizitätsträgheit" vor; Unternehmen verweigern traditionell die Offenlegung, da dies nicht der gewohnten Vertrauenskultur (Loyalty) entspricht.
Während in Südkorea eine starke Eigenkapitalorientierung dominiert, zeigt Hongkong eine überraschend starke Ausprägung der Mischfinanzierung bei gleichzeitig hoher Bankkreditnutzung.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Voraussetzungen für eine strikt kapitalmarktorientierte Rechnungslegung in den untersuchten Ländern aufgrund der fehlenden Marktstrukturen und Publizitätsbereitschaft derzeit noch nicht gegeben sind.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

