Masterarbeit, 2009
64 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Geschichtlicher Hintergrund des Hörbuchs
2.1 Zur Entstehung und Entwicklung der Tonträger und Hörmedien
2.2 Zur kommerziellen Vermarktung des Hörbuchs
2.3 Zum derzeitigen Stand des deutschen Hörbuchmarktes
3 Das Hörbuch als Medium – Definitionen derzeitiger Sprach-Hörmedien
4 Zur Nutzung von Hörbüchern in Schule und Freizeit
4.1 Kindspezifisches Angebot des Hörbuchmarktes
4.2 Private Nutzung und Verbreitung von Hörbüchern bei Grundschulkindern
4.3 Zum Stand des Hörbuchs im Kerncurriculum und der schulischen Praxis
4.4 Zum didaktischen Potenzial von Hörbüchern im Literaturunterricht
4.4.1 Zum Verhältnis von Lesen und Zuhören
4.4.2 Beim Lesen und Hören Vorstellungen entwickeln
4.4.3 Subjektive Involviertheit und genaue Wahrnehmung miteinander ins Spiel bringen
4.4.4 Perspektiven literarischer Figuren wahrnehmen
4.4.5 Sprachliche Gestaltung aufmerksam wahrnehmen
4.4.6 Metaphorische und symbolische Ausdrucksweise verstehen
4.4.7 Zur Wechselbeziehung von Leselust und -kompetenz und literarischem Lernen
4.4.8 Verwendungsmöglichkeiten des Hörbuchs in weiteren Aspekten literarischen Lernens
5 Vorschläge für die Verwendung von Hörbüchern im Literaturunterricht der Grundschule
5.1 Zur Auswahl von Hörbüchern für den Unterricht
5.2 Literaturunterricht mit Hör- und Bilderbuch in der zweiten Klassenstufe
5.3 Mit einer vierten Klasse ein Hörspielkapitel selbst erstellen
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung und das didaktische Potenzial von Hörbüchern im Literaturunterricht der Grundschule, um eine bisher bestehende Forschungslücke zu schließen und die These zu untermauern, dass dieses Medium einen förderlichen Beitrag zur literarischen Bildung leistet.
2.1 Zur Entstehung und Entwicklung der Tonträger und Hörmedien
Die Möglichkeit, Töne in irgendeiner Form festzuhalten und zu einem anderen Zeitpunkt wieder erklingen zu lassen, hat die Menschen bereits im 16. Jahrhundert fasziniert. So ließ Francois Rabelais in seinem Buch Pantagruel von anno 1532 die Geräusche einer winterlichen Feldschlacht im Eis einfrieren, woraufhin diese mit Abschmelzen des Eises im Frühling wieder zu hören waren. 1632 verfasste Charles Sorel einen imaginären Reisebericht, in dem ein Südseevolk seine Nachrichten in einen Schwamm spricht und diesen versendet, um über große Distanzen miteinander kommunizieren zu können. Es dauerte jedoch weitere zweieinhalb Jahrhunderte, bis Tonaufzeichnungen und ihre spätere Wiedergabe technisch möglich wurden.
Nachdem Anfang des 19. Jahrhunderts sowohl Töne als auch die menschliche Stimme erstmals aufgezeichnet und die Frequenz und Intensität ihrer Schallwellen bestimmt werden konnten, entwickelte Charles Cros die Idee zu einem Gerät namens Parléophone, das es vermag, eben diese Schwingungen mit einem Stichel in eine Walze zu übertragen und die Aufzeichnung auch wieder ertönen zu lassen. Zwar wird Cros‘ Erfindung im Jahr 1877 als Patent angemeldet, jedoch gewährt die Pariser Académie des Sciences der von Thomas Edison den Vorrang, die auf denselben Prinzipien beruht und im selben Jahr patentiert wird. Edison erfand den sogenannten Phonographen während seiner Tätigkeit als wissenschaftlicher Leiter des Menlo Park Laboratoriums.
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Tradition der Hörmedien ein und stellt die These auf, dass Hörbücher für den Literaturunterricht in der Grundschule förderlich sind, um eine bestehende Forschungslücke zu adressieren.
2 Geschichtlicher Hintergrund des Hörbuchs: Dieser Abschnitt zeichnet die Entwicklung von der frühen Tonträgertechnik über Phonographen und Schallplatten bis hin zur modernen digitalen Verbreitung nach.
3 Das Hörbuch als Medium – Definitionen derzeitiger Sprach-Hörmedien: Es werden verschiedene Definitionen und Arten von Hörbüchern sowie Sprach-Hörmedien nach Stefan Haupt systematisch voneinander abgegrenzt.
4 Zur Nutzung von Hörbüchern in Schule und Freizeit: Das Kapitel analysiert das kindliche Nutzungsverhalten, den aktuellen Markt für Kinder-Hörbücher und das didaktische Potenzial des Mediums im Kontext des Literarischen Lernens.
5 Vorschläge für die Verwendung von Hörbüchern im Literaturunterricht der Grundschule: Der Autor präsentiert konkrete Konzepte, etwa den Einsatz von Hör- und Bilderbüchern in der zweiten Klasse oder die Produktion eigener Hörspielkapitel in der vierten Klasse.
6 Fazit: Die Arbeit resümiert, dass Hörbücher ein wertvolles, jedoch bisher im Unterricht unterschätztes Werkzeug zur Förderung literarischer Kompetenz und zur Motivation von Schülern sind.
Hörbuch, Literaturunterricht, Grundschule, Literarisches Lernen, Lesekompetenz, Medienpädagogik, Hörspiel, Lesemotivation, Sprachgestaltung, Medienverbund, Vorstellungsbildung, Empathie, Tonträger, Hördidaktik, Schulpraxis
Die Arbeit untersucht das Potenzial von Hörbüchern als förderliches Medium für den Literaturunterricht in der Grundschule unter Berücksichtigung des aktuellen Stands der Forschung und didaktischer Ansätze.
Die Schwerpunkte liegen auf der Mediengeschichte, dem Nutzungsverhalten von Kindern im Grundschulalter, den didaktischen Grundlagen des Literarischen Lernens und praktischen Unterrichtsvorschlägen.
Das Hauptziel ist es, die These zu belegen, dass die Verwendung von Hörbüchern für den Literaturunterricht in der Grundschule förderlich ist, und dabei Möglichkeiten der praktischen Anwendung aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch das Modell des Literarischen Lernens nach Kaspar H. Spinner, kombiniert mit der Analyse von empirischen Studien zum Mediennutzungsverhalten.
Im Hauptteil werden zunächst die Marktbedingungen und Nutzungsfaktoren analysiert, bevor detailliert auf das didaktische Potenzial eingegangen wird, um schließlich in konkreten Unterrichtsvorschlägen zu münden.
Wesentliche Begriffe sind Hörbuch, Literaturunterricht, Grundschule, Literarisches Lernen, Lesemotivation, Medienverbund, Hörspiel und Lesekompetenz.
Der Vorschlag beinhaltet die Arbeit mit dem Hör- und Bilderbuch „Gold für den Pinguin“ von Martin Baltscheit, wobei der Schwerpunkt auf der akustischen Rezeption, der Vorstellungsbildung und dem Unterrichtsgespräch liegt.
Durch die Produktion eines eigenen Hörspielkapitels sollen Schüler den Inhalt tiefer durchdringen, die Handlungslogik verstehen und durch den kreativen Prozess der Sprachgestaltung und technischen Umsetzung literarische Erfahrungen sammeln.
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