Fachbuch, 2010
71 Seiten
Einleitung
1. Positive Erziehung in lebensbejahenden Gesellschaften
2. Die Entstehung negativer Impulse in der Erziehung
3. Negative Erziehung im Abendland
4. Freikörperkultur, Lebensreform und positive Erziehung
5. Gestörte Charakterbildung als Resultat negativer Erziehung
6. Negative Erziehung in Zentral-Europa im 19. und 20. Jahrhundert
7. Negatives Denken im Schul- und Erziehungswesen der Gegenwart
8. Negative und positive Konzepte der Erziehung und Pädagogik
9. Die Entstehung Positiven Denkens
10. Positives Denken in der Erziehung
Nachwort
Das Werk verfolgt das Ziel, das populäre, weltumspannende Bedürfnis nach Positivem Denken, Optimismus und Lebensfreude mit wissenschaftlichen Theorien und Erkenntnissen aus der Psychologie, Geschichte und Pädagogik zu verknüpfen. Dabei wird untersucht, wie negative Impulse in der Erziehung entstehen und welche Auswirkungen diese auf die menschliche Charakterbildung haben, um daraus Wege für eine positive Lebens- und Erziehungskultur abzuleiten.
2. Die Entstehung negativer Impulse in der Erziehung
James DeMEO hat in seinem Werk mit dem Titel „SAHARASIA“ (1998) die weltweiten geographischen Muster repressiver, traumatisierender, gewalttätiger, schmerzerzeugender, charakterlich verhärteter, patristischer Verhaltensweisen und sozialer Institutionen, welche die Bindung zwischen Mutter und Kind sowie zwischen Mann und Frau zerstören, anhand einer systematischen Analyse anthropologischen Datenmaterials von 1170 eingeborenen Subsistenzkulturen ermittelt zueinander in Beziehung gesetzt.
Nach Abschluss der Kartographierung zeigte sich, dass der extrem trockene Wüstengürtel, der sich von Nordafrika über den Nahen Osten bis nach Zentralasien erstreckt, und dem DeMEO den Namen SAHARASIA gegeben hat, die größte Verbreitung der radikalsten patristischen Verhaltensweisen und sozialen Institutionen des Planeten Erde aufweist.
In Gebieten mit dem größten Abstand zu SAHARASIA , wie in Ozeanien und in der Neuen Welt, besonders in Amazonien, finden sich die sanftmütigsten, charakterlich lebendigsten , offensten, matristischen Verhaltensformen, welche die Bindung zwischen Mutter und Kind sowie zwischen Mann und Frau fördern und schützen.
Eine systematische Sichtung archäologischer Funde und historischer Dokumente deutet auf eine anfängliche Entwicklung des Patriarchats um 4.000 v. Chr. In SAHARASIA hin, auf einen tiefgreifenden ökologischen Wandel von einem relativ feuchten Klima mit Savannenlandschaften und Wäldern zu trockenen Wüstenbedingungen.
Einleitung: Das Kapitel erläutert die Motivation des Autors, das praxisnahe Bedürfnis nach Positivem Denken an Volkshochschulen mit dem akademischen Diskurs an Universitäten zu vereinen.
1. Positive Erziehung in lebensbejahenden Gesellschaften: Es wird untersucht, wie frühe, sexualfreundliche und lebensbejahende Erziehungsmethoden in bestimmten Kulturen mit einer Reduktion von Gewalt und abweichendem Verhalten korrelieren.
2. Die Entstehung negativer Impulse in der Erziehung: Das Kapitel analysiert auf Basis von James DeMEOs Arbeiten den Zusammenhang zwischen traumatischen Umgebungsbedingungen, etwa durch Wüstenbildung, und der Entstehung patristischer, repressiver Gesellschaftsstrukturen.
3. Negative Erziehung im Abendland: Hier wird der historische Abriss der patriarchalischen Strukturen in der Antike bis hin zum Mittelalter aufgezeigt, die durch Frauenhass und eine sexuell restriktive Moral geprägt waren.
4. Freikörperkultur, Lebensreform und positive Erziehung: Das Kapitel beleuchtet Ansätze der Lebensreformbewegung und Freikörperkultur als bewusste Gegenentwürfe zur prüden, zwangsorientierten Moral der Industriegesellschaft.
5. Gestörte Charakterbildung als Resultat negativer Erziehung: Es wird dargelegt, wie negative Erziehungserfahrungen, insbesondere eine strenge Reinlichkeitserziehung, den sogenannten analen Zwangscharakter formen können.
6. Negative Erziehung in Zentral-Europa im 19. und 20. Jahrhundert: Das Kapitel beschreibt das erschütternde Ausmaß an Kindesmisshandlung und Vernachlässigung, das die präfaschistische Epoche in Zentral-Europa charakterisierte.
7. Negatives Denken im Schul- und Erziehungswesen der Gegenwart: Eine kritische Analyse der modernen „Schooled Society“, die durch Überpädagogisierung und Konkurrenzdruck anstatt durch echte Bildung geprägt ist.
8. Negative und positive Konzepte der Erziehung und Pädagogik: Es werden unterschiedliche Menschenbilder in der Pädagogik diskutiert, die von der Sicht des Kindes als „unfertiges Wesen“ bis hin zum Reformpädagogischen Ansatz des Kindes als eigenwertige Persönlichkeit reichen.
9. Die Entstehung Positiven Denkens: Das Kapitel zeichnet die Ursprünge des Positiven Denkens nach, von der antiken Philosophie bis hin zur modernen, nordamerikanisch geprägten Lebenshilfebewegung.
10. Positives Denken in der Erziehung: Hier wird die biologische und psychologische Relevanz positiver Denkmuster für das Gehirn erläutert und praktische Anleitungen zur Umstrukturierung negativer Gedanken für eine positivere Lebensgestaltung gegeben.
Positive Erziehung, Negatives Denken, Patrismus, Matrismus, Charakterbildung, Reformpädagogik, Freikörperkultur, Sexualmoral, Kindheitstrauma, Identitätsfindung, Lebensgestaltung, Psychohistory, Bildungsreform, Selbstverwirklichung, Resilienz.
Das Buch untersucht die geschichtlichen und psychologischen Hintergründe der negativen Erziehung und stellt diesen das Konzept des Positiven Denkens als Weg zu einer lebensbejahenden Erziehungs- und Lebenskultur gegenüber.
Die Arbeit deckt ein breites Spektrum ab, darunter die Entstehung patristischer Gesellschaftsstrukturen, die Geschichte der Sexualmoral und Unterdrückung im Abendland, die Reformpädagogik sowie die praktische Anwendung positiver Affirmationen.
Das Ziel ist die Verbindung theoretischer, wissenschaftlicher Forschungsresultate mit der populären Bewegung des Positiven Denkens, um Impulse für einen Wandel in der Erziehungspraxis zu geben.
Der Autor nutzt einen interdisziplinären Ansatz, der kulturvergleichende Studien, psychoanalytische Theorien, historische Analysen sowie Erkenntnisse der Entwicklungspsychologie und Hirnforschung kombiniert.
Der Hauptteil analysiert, wie traumatische und repressive Erziehungsmethoden über Jahrhunderte hinweg charakterliche Blockaden erzeugt haben und wie dem durch bewusste Änderung von Gedankenmustern und lebensbejahende Erziehung begegnet werden kann.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie "Positive Erziehung", "Patrismus/Matrismus", "charakterliche Struktur" und "Selbstverwirklichung" im Kontext eines globalen gesellschaftlichen Wandels.
Der Autor sieht in der Freikörperkultur ein bedeutendes kulturreformerisches Konzept, das den Körper als Ausdruck von Freiheit und Natürlichkeit begreift und somit einen Gegenentwurf zur repressiven Zwangsmoral bildet.
Er kritisiert das aktuelle Schulsystem scharf als bürokratische "Lernmaschinerie", die durch Struktur und Zwang eher Entfremdung und Minderwertigkeitsgefühle fördert, anstatt die ganzheitliche menschliche Bildung zu unterstützen.
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