Masterarbeit, 2009
146 Seiten, Note: 1,7
Einleitung 1
Teil A: Theoretische Grundlagen
1 Zur Bedeutung Interkultureller (Bewegungs-) Erziehung 4
2 Interkulturelle Bewegungserziehung – Eine Orientierung 6
2.1 Kernbegriffe der Interkulturellen Bewegungs- erziehung 7
2.2 Wirkungszuschreibung des Sports im Diskurs 11
2.3 Mögliche Wege Interkultureller Bewegungs- erziehung in der Praxis 13
Teil B: Qualitative Untersuchung
3 Konzept der Untersuchung 17
3.1 Methodische Vorüberlegungen 17
3.1.1 Das Forschungsfeld 18
3.1.1.1 Ethnische Zusammensetzung Sri Lankas 18
3.1.1.2 Exkurs - Der ethnische Konflikt in Sri Lanka 21
3.1.1.3 Konzeptidee des `Children Sport Village´ 22
3.1.2 Design – Qualitative Feldforschung 28
3.1.2.1 Formen der Bobachtungen 31
3.1.2.2 Das Experteninterview 33
3.1.3 Störfaktoren der qualitativen Feldforschung 35
3.2 Die Grounded Theory - Eine Methode der qualitativen Datenauswertung 36
3.3 Durchführung und Reflexion 43
3.4 Auswertung und Darstellung der Ergebnisse 46
3.4.1 Beobachtungsprotokolle 46
3.4.1.1 Konzeptualisieren und Kategorisieren der Beobachtungsprotokolle 47
3.4.1.2 K 1: Äußere Differenzen außerhalb des Sports 49
3.4.1.3 K 2: Äußere Differenzen beim Sport 51
3.4.1.4 K 3: Sportliche Differenzen 51
3.4.1.5 K 4: Sprachbarriere 52
3.4.1.6 K 5: Organisatorische Rahmenbedingungen 52
3.4.1.7 K 6: Kommunikation und Interaktion 54
3.4.1.8 K 7: Wirkung von Sport 55
3.4.2 Experteninterview 57
3.4.2.1 Konzeptualisieren und Kategorisieren des Interviewtranskripts 57
3.4.2.2 K 8: Differenzen 60
3.4.2.3 K 9: Militärischer Konflikt 61
3.4.2.4 K 10: Sport als Medium/Sport als Mediator 62
3.4.2.5 K 11: Organisatorische Rahmenbedingungen 63
3.4.2.6 K 12: Wirkungszuschreibung/Intention des Sports 65
3.4.2.7 K 13: Individuelle Erfolgsbedingungen 66
3.4.2.8 K 14: Affektive Erfolgsbedingungen 67
3.4.2.9 K 15: Organisatorische Erfolgsbedingungen 68
3.4.2.10 K 16: Relative Wirkung von Sport 69
3.4.3 Die (Relative) Wirkung von Sport als Mediator in der Konfliktprävention 70
3.5 Diskussion 74
4 Fazit 78
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Wirksamkeit von Sport als Mediator in der Konfliktprävention, exemplarisch am Fallbeispiel des „Children Sport Village“ in Nattandiya, Sri Lanka. Ziel ist es, aus qualitativ erhobenen Daten mittels der Grounded Theory Kategorien zu identifizieren, die aufzeigen, ob und inwieweit Sport den Austausch zwischen verschiedenen Ethnien fördern kann.
2.1 Kernbegriffe der Interkulturellen Bewegungserziehung
Die Interkulturelle Bewegungserziehung ist eine besondere Form der Erziehung durch Bewegung, so fern sie ihren Wirkungszuschreibungen gerecht wird. Da es sich um eine interkulturelle Form von Erziehung handelt, zielt sie auf Austausch- und Erziehungsprozesse innerhalb unterschiedlicher kultureller oder ethnischer Gruppierungen ab. Um den Ansprüchen dieser Erziehung gerecht zu werden, steht die Vermittlung interkultureller Kompetenzen im Vordergrund. Was man unter interkulturellen Kompetenzen versteht und unter welchem Kulturbegriff sie zu begreifen sind, soll im Folgenden näher erläutert werden.
Um eine erste Annäherung des Begriffs der Interkulturellen Bewegungserziehung zu erlangen, muss der Kulturbegriff prozessual verstanden werden. Kultur kann nicht als statisches, in sich geschlossenes System gesehen werden. Vielmehr sei sie ein Fluss von Bedeutungen, der fortwährend alte Beziehungen auflöst und wiederum neue Verbindungen eingeht (vgl. BERTELSMANN-STIFTUNG, 2006, S. 6). Kultur ist ein dynamischer Fluss, der unter Aushandlungsprozessen von Werten und Normen sowie verschiedenen Lebensweisen beschrieben werden kann. Dadurch ergibt sich das dynamische Konstrukt der interkulturellen Kompetenz. Auch sie kann nicht als statischer Zustand verstanden werden, der das direkte Resultat einer Lernhandlung ist.
Einleitung: Einführung in die Thematik der interkulturellen Verständigung durch Sport und Vorstellung des Untersuchungsgegenstands „Children Sport Village“.
Teil A: Theoretische Grundlagen: Erörterung der Konzepte interkultureller Erziehung und spezifischer sportwissenschaftlicher Ansätze, inklusive zentraler Begriffe wie Differenz, Fremdheit und Identität.
Teil B: Qualitative Untersuchung: Detaillierte Beschreibung der methodischen Vorgehensweise (Feldforschung/Grounded Theory), Datenerhebung im Forschungsfeld Sri Lanka sowie die Auswertung und Kategorisierung der Ergebnisse.
Fazit: Synthese der Ergebnisse hinsichtlich der Wirksamkeit von Sport als Mediator und Reflexion über die Übertragbarkeit der gewonnenen Erkenntnisse.
Interkulturelle Bewegungserziehung, Konfliktprävention, Sri Lanka, Children Sport Village, Grounded Theory, qualitative Feldforschung, Sport als Mediator, ethnische Konflikte, interkulturelle Kompetenz, kulturelle Identität, soziale Integration, Sportpädagogik.
Die Arbeit untersucht, ob und wie Sport dazu beitragen kann, den interkulturellen Austausch zwischen verschiedenen Ethnien in Konfliktregionen zu fördern und ethnische Spannungen zu mildern.
Die zentralen Felder sind die interkulturelle Bewegungserziehung, qualitative Sozialforschung, das Konzept der Konfliktprävention durch Sport sowie die ethnische Situation in Sri Lanka.
Das Hauptziel ist die Identifikation von Kernkategorien aus erhobenem Datenmaterial, die Chancen und Grenzen des „Sports als Mediator“ zur Konfliktprävention beleuchten.
Es wird eine qualitative Feldforschung durchgeführt, wobei die Auswertung der Daten (Beobachtungsprotokolle und Experteninterviews) nach der Methode der Grounded Theory erfolgt.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen und eine umfangreiche qualitative Untersuchung. Letztere umfasst das Forschungsdesign, die Datenerhebung im „Children Sport Village“ sowie die systematische Auswertung und Kategorisierung der Ergebnisse.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Interkulturelle Bewegungserziehung, Sport als Mediator, ethnische Konflikte und die Grounded Theory als methodischer Rahmen.
Aufgrund seiner spezifischen Zielsetzung, Kinder unterschiedlicher ethnischer Herkunft durch Sport zusammenzubringen, eignet sich das Projekt in Nattandiya ideal, um das Potenzial des Sports als präventives Mittel in einem multiethnischen, konfliktgeprägten Kontext zu untersuchen.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Sport als Medium zur Verbindung ethnischer Gruppen beitragen kann, solange die Teilnehmer sich im organisierten sportlichen Rahmen befinden und eine positive Einstellung mitbringen; eine langfristige Konfliktlösung jenseits des Sports ist jedoch nicht direkt durch das Projekt allein zu erreichen.
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