Bachelorarbeit, 2009
37 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
1.1. Problemstellung und Zielsetzung
1.2. Aufbau der Arbeit
2. Hypothesen
3. Politische Sozialisation im Jugendalter
3.1. Sozialisation – eine Begriffserklärung
3.2. Politische Sozialisation – eine Begriffserklärung
3.3. Politische Mündigkeit
3.4. Politisches Denken im Jugendalter
3.5. Politische Effektivität
4. Politische Sozialisation im Hinblick auf das Massenmedium Fernsehen
4.1. Das Massenmedium Fernsehen
4.2. Mediennutzungsverhalten von Jugendlichen
4.3. Politische Sozialisationseffekte
4.3.1. Aufklärung
4.3.2. Manipulation
4.3.3. Ironie
4.4. Die Rolle des Fernsehens im politischen Sozialisationsprozess
4.4.1. Auswirkungen des Fernsehens
4.4.1.1. Dysfunktionale Auswirkungen
4.4.1.2. Funktionale Auswirkungen
4.4.2. Einflussfaktoren der Mediennutzung politischer Information auf den politischen Sozialisationsprozess der Jugendlichen
4.4.3. Kultivierungshypothese
4.4.4. Reiz-Reaktions-Modell
5. Forschungsstand zur politischen Sozialisation von Jugendlichen
5.1. Das politische Interesse
5.1.1. Geschlechtsspezifische Unterschiede
5.2. Politische Partizipation und Partizipationsbereitschaft
5.2.1. Geschlechterspezifische Unterschiede
5.2.2. Werteorientierung
6. Hypothesenprüfung und Ergebnisse
6.1. Das politische Interesse
6.2. Informations- und Unterhaltungssendungen
6.3. Mediennutzungsdauer
6.4. Politische Partizipation und Partizipationsbereitschaft
6.5. Geschlechtsspezifische Unterschiede
7. Conclusio
7.1. Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss des Fernsehens auf das politische Interesse bei Jugendlichen im Alter von 12 bis 16 Jahren. Im Fokus steht die Forschungsfrage, wie das Medium Fernsehen politische Einstellungen und die Partizipationsbereitschaft dieser Altersgruppe beeinflusst, wobei insbesondere geschlechtsspezifische Unterschiede und die Art der rezipierten Informationen (Unterhaltung versus Information) berücksichtigt werden.
4.4.1.1. Dysfunktionale Auswirkungen
Es gibt mögliche negative Auswirkungen des Fernsehkonsums auf Jugendliche. Solche können die hohe zeitliche Nutzung, sowie eine rein auf Unterhaltung ausgerichtete Nutzung sein. „Für das politische Informationsangebot des Fernsehen – Nachrichten, Berichte, politische Magazinsendungen – sind jedoch stärkere politische Sozialisationsleistungen zu erwarten, da die Medienaussagen dieses Programmbereichs eher direkt auf den Prozeß politischen Lernens einwirken.“ (Vgl. Kuhn, 2000:S.99.)
Politische Berichterstattung im Fernsehen führt zu politischem Misstrauen, Desorientierung, Anomie bei den RezipientInnen, sowie Entfremdung. (Vgl. Robinson, 1976 In: Kuhn, 2000:S.105).
Dies führt zu der „These von der Videomalaise“:
Die „These von der Videomalaise“ ist auf Robinson (1976) zurückzuführen und behauptet, dass die Berichterstattung im Fernsehen bei Personen, die ihre politische Information in erster Linie aus dem Fernsehen beziehen, eine politische Malaise hervorruft oder verstärkt. Es wird besagt, dass die negative Berichterstattung über politische Ereignisse im Fernsehen bei den RezipientInnen politische Entfremdung und Misstrauen gegenüber staatlichen Institutionen hervorruft. (Vgl. Robinson, 1976 In: Kuhn, 2000:S.105.)
Nach einer Untersuchung von Holtz-Bacha (Holtz-Bacha, 1988 In: Kuhn, 2000:S.105.) der vergangenen Jahre ist diese These von der Videomalaise nicht auf deutsche Verhältnisse übertragbar. Holtz-Bachas Studie zeigt, dass es sinnvoll ist, wenn man zwischen Informations- und Unterhaltungsfunktion der Medien unterscheidet. Ebenso konnte Holtz-Bacha einen Zusammenhang zwischen Nutzung von Unterhaltungsmedien und politischer Entfremdung feststellen. (Vgl. Holz-Bacha In: Kuhn, 2000:S.105)
1. Einleitung: Die Einleitung legt die Problemstellung und Zielsetzung dar, hebt die Relevanz der politischen Sozialisation im Jugendalter hervor und definiert die Forschungsfragen der Arbeit.
2. Hypothesen: In diesem Kapitel werden verschiedene Annahmen über den Zusammenhang zwischen Fernsehnutzung, Informationsart und politischem Interesse von Jugendlichen in Form von Test-Hypothesen formuliert.
3. Politische Sozialisation im Jugendalter: Hier werden die theoretischen Grundlagen zur Sozialisation, zur politischen Mündigkeit und zur Entwicklung politischen Denkens bei Heranwachsenden erarbeitet.
4. Politische Sozialisation im Hinblick auf das Massenmedium Fernsehen: Dieser Abschnitt analysiert die Rolle des Fernsehens als Sozialisationsinstanz, diskutiert Medienwirkungstheorien und beleuchtet Einflussfaktoren auf Jugendliche.
5. Forschungsstand zur politischen Sozialisation von Jugendlichen: Dieses Kapitel fasst aktuelle Studien zum politischen Interesse und zur Partizipationsbereitschaft Jugendlicher zusammen und geht auf geschlechtsspezifische Unterschiede ein.
6. Hypothesenprüfung und Ergebnisse: Die zuvor aufgestellten Hypothesen werden anhand der Literaturrecherche evaluiert und die Forschungsfragen werden auf Basis der ausgewerteten Studien beantwortet.
7. Conclusio: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse über den Medieneinfluss zusammen und gibt einen Ausblick auf die Bedeutung künftiger Medienentwicklungen wie das Internet.
Politische Sozialisation, Jugendalter, Fernsehen, Mediennutzung, politisches Interesse, politische Partizipation, politische Mündigkeit, Informationssendungen, geschlechtsspezifische Unterschiede, Videomalaise, Kultivierungshypothese, politische Bildung, Sozialisationsagenten, Medienwirkung, politische Effektivität.
Die Arbeit untersucht, wie das Fernsehen das politische Interesse und die Partizipationsbereitschaft von Jugendlichen im Alter von 12 bis 16 Jahren prägt.
Die Schwerpunkte liegen auf der politischen Sozialisation, dem Mediennutzungsverhalten von Jugendlichen, dem Einfluss unterschiedlicher Fernsehformate sowie geschlechtsspezifischen Differenzen bei der politischen Teilhabe.
Das Forschungsziel ist es, den Zusammenhang zwischen der Art der Medienrezeption (Information vs. Unterhaltung) und der politischen Entwicklung der Jugendlichen empirisch einzuordnen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse bestehender Studien, um die wechselseitigen Prozesse zwischen Medien und politischer Sozialisation zu beleuchten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der politischen Sozialisation, eine Analyse der spezifischen Rolle des Fernsehens und eine Diskussion des aktuellen Forschungsstandes zur Partizipationsbereitschaft.
Wichtige Begriffe sind politische Effektivität, Kultivierungshypothese, politische Mündigkeit und der Einfluss von Nachrichtensendungen auf das politische Bewusstsein junger Menschen.
Die Arbeit zeigt, dass eine gezielte Nutzung von Informationssendungen das politische Interesse positiv fördert, während reine Unterhaltungsnutzung bei Mädchen teilweise mit politischer Entfremdung korreliert.
Ja, Studien deuten darauf hin, dass Vielsehen sich bei Mädchen eher negativ und bei Jungen eher positiv auf die politische Beteiligungsbereitschaft auswirken kann, wobei dies als strukturelles Defizit der politischen Kultur gedeutet wird.
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