Diplomarbeit, 2009
180 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung (Ziel und Aufbau der Arbeit)
2. Einführung ins und Hinführung zum Thema
2.1 Begriffsklärung und Standortbestimmung
2.2 Geschichte der Beratung und ihrer Methoden
3. Ausgewählte Konzeptionen von Beratung
3.1 Klientenzentrierte Beratung und Engaging
3.2 Systemische Beratung
3.3 Ressourcenorientierte Beratung
3.4 Life Model of Social Work Practice
3.5 Alltagsnahe Konzepte Sozialer Beratung
3.5.1 Lebensweltorientierte Soziale Beratung
3.5.2 Soziale Beratung für Ratsuchende in prekären Lebenslagen
4. Methodische Dimensionen Sozialer Beratung
4.1 Klärung des Methodenbegriffs
4.2 Möglichkeiten und Grenzen der Methodik Sozialer Beratung als multi-professionellem Handeln
5. Feldstudie: Keine eigenständigen Methoden? Zur Beratungspraxis in der Sozialen Arbeit anhand ausgewählter Fallbeispiele
5.1 Vorstellung exemplarischer Handlungsfelder in der Sozialen Arbeit und ihrer Konzeptionen
5.1.1 Soziale Beratung in der Klinischen Sozialarbeit
5.1.2 Arbeitslosenberatung
5.1.3 Beratung in der Schulsozialarbeit
5.2 Forschungsdesign
5.3 Auswertungsteil: Anspruch und Wirklichkeit von Beratung aus verschiedenen Perspektiven
5.3.1 Die Sicht der Klienten Sozialer Beratung
5.3.2 Die Sicht von professionell Beratenden
5.3.3 Die Sicht von Experten
5.3.4 Exkurs: Die Sicht von Studierenden der Sozialen Arbeit
6. Fazit
Die Arbeit untersucht kritisch den aktuellen Stand und die methodische Fundierung der Sozialen Beratung. Ziel ist es zu analysieren, inwieweit originäre sozialpädagogische Beratungskonzeptionen in der Praxis realisiert werden und inwiefern ein Bruch zwischen wissenschaftlichem Anspruch und tatsächlicher Beratungspraxis besteht.
3.1 Klientenzentrierte Beratung und Engaging
Die klientenzentrierte Beratung geht auf Carl Rogers zurück, der dabei auf Erfahrungen zurückgriff, die er als Studienberater sammeln konnte. Ursprünglich entwickelte er sein Konzept für den therapeutischen Bereich, dieses fand jedoch darüber hinaus auch außerhalb des therapeutischen Sektors breite Rezeption. Rogers selbst förderte diese Tendenz, indem er deutlich zu erkennen gab, dass für ihn die Grenzen zwischen Therapie und Beratung fließend seien (vgl. Neuffer 2002, S. 101).
Seine Grundüberzeugung ist, dass Beratung Menschen dabei unterstützen soll, im Kontext multifaktoriell bestimmter Lebens- und Arbeitsbedingungen selbstbestimmt handeln und hierdurch ihr Selbst entfalten zu können. Rogers geht davon aus, dass „der Einzelne die hinlängliche Fähigkeit hat, konstruktiv mit all jenen Aspekten seines Lebens fertigzuwerden, die potenziell dem Bewusstsein gegenwärtig werden können.“ (Rogers 2002, S. 37f.)
1. Einleitung (Ziel und Aufbau der Arbeit): Umriss der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und der daraus resultierenden Herausforderung für die Soziale Beratung.
2. Einführung ins und Hinführung zum Thema: Begriffliche Einordnung von Beratung und historischer Rückblick auf deren Entwicklung.
3. Ausgewählte Konzeptionen von Beratung: Detaillierte Vorstellung verschiedener theoretischer Ansätze, die die Soziale Beratung beeinflussen.
4. Methodische Dimensionen Sozialer Beratung: Diskussion der Möglichkeiten und Grenzen methodischen Handelns in der Sozialen Arbeit.
5. Feldstudie: Keine eigenständigen Methoden? Zur Beratungspraxis in der Sozialen Arbeit anhand ausgewählter Fallbeispiele: Empirische Untersuchung der Beratungspraxis durch Experteninterviews und Fallanalysen in ausgewählten Feldern.
6. Fazit: Zusammenfassende Einschätzung der Ergebnisse und Ausblick auf das Verhältnis von Theorie und Praxis.
Soziale Arbeit, Soziale Beratung, Beratungskonzeptionen, Klientenorientierung, Methoden der Sozialen Arbeit, Systemische Beratung, Lebensweltorientierung, Ressourcenorientierung, Therapeutisierung, Professionelle Identität, Fallstudie, Praxis, Theorie-Praxis-Transfer, Empowerment, Ökonomisierungsdruck.
Die Arbeit untersucht, wie es um die methodische Aufstellung der Sozialen Beratung in verschiedenen Arbeitsfeldern bestellt ist und welche Diskrepanzen zwischen theoretischen Modellen und der täglichen Beratungspraxis bestehen.
Zu den zentralen Themen gehören die Geschichte der Beratung, die Vorstellung verschiedener Beratungskonzeptionen sowie die empirische Untersuchung der Beratungspraxis unter dem Einfluss von Ökonomisierung und Professionalisierung.
Ziel ist es zu beleuchten, ob originäre Beratungskonzepte der Sozialen Arbeit in der Praxis bestehen können und ob eine stärkere Abgrenzung zu psychotherapeutischen Verfahren notwendig und realisierbar ist.
Die Autoren nutzen ein qualitatives Forschungsdesign, primär bestehend aus problemzentrierten Interviews mit Experten, Praktikern und Klienten, um subjektive Bedeutungsmuster zu erfassen.
Im Hauptteil werden etablierte Beratungsansätze vorgestellt und deren Anwendung in den Feldern Klinische Sozialarbeit, Arbeitslosenberatung und Schulsozialarbeit kritisch hinterfragt.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Soziale Beratung, Methodenreflexion, Theorie-Praxis-Transfer, Klientenorientierung und Ökonomisierungsdruck beschreiben.
Die Autoren betonen – gestützt durch ihre Interviews – den Beziehungsaufbau als zentrale, eigenständige Hilfsform, die allen methodischen Techniken vorangestellt ist.
Die Praktiker stehen komplexen theoretischen Modellen oft skeptisch gegenüber, da sie diese als praxisfern oder für ihre Zielgruppe als zu abstrakt empfinden und stattdessen stark auf Intuition und situatives Erfahrungswissen setzen.
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