Bachelorarbeit, 2025
54 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Religiöse Symbole und Motive
2.1 Begriffsbestimmung und Wirkmechanismen von Symbolen und Motiven
2.2 Religiöse Symbole und Motive im säkularen Raum und der Popkultur
2.3 Konstruktion einer Erzählwelt mit Symbolen und Motiven
3. Methodisches Vorgehen
4. Analyse der religiösen Symbole und Motive am Beispiel von Star Wars
4.1 Qui-Gon Jinn und Shmi Skywalker auf Tatooine
4.2 Anakin Skywalker vor dem Jedi-Rat
4.3 Obi-Wan und Anakin gegen Count Dooku
4.4 Anakin und Meister Yoda im Tempel
4.5 Anakin und Kanzler Palpatine in der Oper
4.6 Obi-Wan gegen Anakin auf Mustafar
5. Funktion der Transformation für die Erzählwelt
6. Fazit
Die Arbeit verfolgt das Ziel, exemplarisch aufzuzeigen, wie christliche und buddhistische Elemente in der Star Wars Prequel-Trilogie (Episoden I-III) transformiert werden und welche Funktion diese Transformation für die Erzählwelt und Narration der Saga erfüllt. Dabei wird untersucht, wie religiöse Symbole in der Popkultur neu kontextualisiert werden und ob diese zur Konstruktion eines modernen Mythos beitragen.
4.1 Qui-Gon Jinn und Shmi Skywalker auf Tatooine
Die erste exemplarisch zu analysierende Szene (siehe Tabelle 1, Nr. 1) stammt aus dem ersten Teil der Prequel Trilogie Episode I - Die Dunkle Bedrohung aus dem Jahre 1999. Zu Beginn der Szene beendet Qui-Gon Jinn ein Telefonat und wendet sich danach Shmi Skywalker, der Mutter Anakins, zu, die aus einer Hütte kommt. Die beiden sprechen miteinander über Anakin, seine Herkunft und auch seine besonderen Fähigkeiten, während dieser im Hintergrund an einem Raumschiff herumtüftelt. Die Szene ist nach der Kategorisierung von Mikos deutlich als Dialogszene ohne Aktion zu erkennen, da die beiden Charaktere lediglich einen inhaltlichen Dialog führen. Wie auf Abbildung 1 im Hintergrund zu erkennen, handelt es sich bei dem Planeten Tatooine, auf dem sich die beiden befinden, um eine Art Wüstenplanet, auf welchem lehmhüttenähnliche Gebilde stehen.
In der Szene sind vor allem drei entscheidende Deutungspotentiale vorhanden. Zum einen die Geburt Anakins, die thematisiert wird, die besonderen Fähigkeiten, die Qui-Gon Jinn in ihm sieht, und auch das Konzept der Macht.
Auf Nachfrage Qui-Gon Jinns, wer der Vater von Anakin sei, antwortet Shmi Skywalker: „Es gab keinen Vater. Ich trug ihn aus, hab ihn geboren und aufgezogen. Ich kann nicht erklären, was geschehen ist. Könnt Ihr ihm helfen?“ Diese Aussage, es gebe keinen Vater, ist als deutlicher Verweis auf die Jungfrauengeburt Marias zu erkennen, aus welcher Jesus hervorging. Wie Lk 1,26-36 zeigt, empfing auch Maria einen Sohn, ohne den sexuellen Kontakt zu einem Mann gehabt zu haben. Koschorke sieht auch in dem Namen Shmi bereits eine Ähnlichkeit zu Maria, da er diesen als einen hebräischen Namen identifiziert. Die Verbindung von Shmi zu Maria besteht also nicht nur durch die vaterlose Geburt, sondern auch schon auf Basis der Herkunft des Namens. In Star Wars selbst wird dann noch der Versuch gemacht, der Geburt dennoch einen biologischen Unterbau zu geben, indem auf einen hohen Midi-Chlorianer-Wert verwiesen wird.
1. Einleitung: Die Arbeit stellt die Star Wars-Saga als modernen Mythos vor, der existenzielle religiöse Fragen in einer säkularen Popkultur-Form verhandelt.
2. Religiöse Symbole und Motive: Es werden die theoretischen Grundlagen für Symbole und Motive gelegt, ihre Wirkmechanismen erläutert und die Verlagerung von Religion in den säkularen Raum diskutiert.
3. Methodisches Vorgehen: Das Kapitel beschreibt die Anwendung einer qualitativ-hermeneutischen Szenenanalyse zur Untersuchung von Schlüsselszenen innerhalb der Prequel-Trilogie.
4. Analyse der religiösen Symbole und Motive am Beispiel von Star Wars: Hier findet die detaillierte Untersuchung von sechs Szenen statt, in denen christliche und buddhistische Symbole identifiziert und ihre Transformation analysiert wird.
5. Funktion der Transformation für die Erzählwelt: Die Ergebnisse der Szenenanalyse werden zusammengeführt, um zu bewerten, wie die religiösen Bezüge die Narration und das Weltverständnis innerhalb der Saga prägen.
6. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Feststellung, dass Star Wars religiöse Traditionen transformiert, um eine eigene mythische Erzählwelt zu schaffen, die einen modernen Horizont für Glaubensreflexionen bietet.
Star Wars, Religiöse Symbole, Religiöse Motive, Popkultur, Transformation, Christentum, Buddhismus, Mythos, Erzählwelt, Midi-Chlorianer, Anakin Skywalker, Erlösung, Macht, Hermeneutik, Szenenanalyse
Die Bachelorarbeit untersucht, wie religiöse Symbole und Motive aus dem Christentum und Buddhismus in den ersten drei Episoden der Star Wars-Saga aufgegriffen, transformiert und für die Konstruktion einer eigenen mythischen Erzählwelt genutzt werden.
Die Arbeit behandelt das Zusammenspiel von Religion und Popkultur, die Rolle von Mythen in modernen Erzählungen, die theoretischen Grundlagen religiöser Symbolik sowie die narrative Funktion von religiös aufgeladenen Elementen im Film.
Das Ziel ist es, exemplarisch aufzuzeigen, dass Star Wars als moderner Ort für religiöse Sinnproduktion dient, indem es zentrale religiöse Deutungsmuster transformiert, um existentielle Themen wie Leben, Tod und Erlösung zu verhandeln.
Die Analyse erfolgt im Rahmen einer qualitativ-hermeneutischen Film- bzw. Szenenanalyse, gestützt durch filmwissenschaftliche und theologische Konzepte zur Interpretation von Symbolen und Erzählstrukturen.
Im Hauptteil werden sechs spezifische Schlüsselszenen der Prequel-Trilogie analysiert, in denen unter anderem die Geburt Anakins, das Verhältnis zu Meister Yoda und die Verführung durch Palpatine als Transformationen religiöser Motive untersucht werden.
Die wichtigsten Begriffe sind Star Wars, Religiöse Symbole, Transformation, Popkultur, Christentum, Buddhismus, Mythos, Erzählwelt, Macht, Anakin Skywalker und Szenenanalyse.
Die Analyse bezieht sich insbesondere auf die buddhistischen Konzepte von Anhaftung (upadana) und dem daraus resultierenden Leid (Dukkha), die durch Yoda gegenüber Anakin als problematisch thematisiert werden.
Palpatine wird als Verkörperung des Bösen und Gegenstück zur biblischen Schlange interpretiert, da er durch Täuschung und eine pervertierte Version von Erlösung Anakin versucht, seinen Einfluss zu festigen und ihn von den Jedi zu entfremden.
Die Arbeit zeigt auf, dass Anakin als messianische Figur inszeniert wird, die jedoch durch ihre vaterlose Herkunft, ihre Zweifel und ihren späteren Fall zum "umgekehrten Messias" transformiert wird, der die Erwartungen an einen Erlöser nicht erfüllt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

