Diplomarbeit, 2006
169 Seiten, Note: 1,7
1. Zur Relevanz der Wahrnehmung von Werten im Servicebereich
2. Theoretische Grundlagen zum Thema Perceived Value von Dienstleistungen im Sektor Retail Banking
2.1 Zum Wesen von Dienstleistungen
2.1.1 Definition des Begriffs Dienstleistung
2.1.2 Besonderheiten von Dienstleistungen
2.1.3 Zum Begriff Banking und dessen Eigenschaften als Dienstleistung
2.1.4 Such-, Erfahrungs- und Vertrauenseigenschaften
2.2 Zu den Begriffen Wahrnehmung und Wert sowie deren Zusammenführung
2.2.1 Zum Begriff Wahrnehmung
2.2.2 Zum Begriff Wert
2.2.3 Integration von Wahrnehmung und Wert zum Begriff „Perceived Value“
2.2.4 Theorien zur Wahrnehmung von Werten
2.3 Zum Thema Retail Banking
2.3.1 Definition Retail Banking
2.3.2 Differenzierung von Universalbanken und Direktbanken
2.4 Kundenbindung und Preisbereitschaft im Dienstleistungsbereich
2.4.1 Definition Kundenbindung
2.4.2 Zum Begriff Preisbereitschaft
2.4.3 Wahrgenommene Qualität
3. Konzeptionalisierung des Untersuchungsmodells zur Wirkung auf den Perceived Value im Retail Banking
3.1 Ausblick auf das Untersuchungsmodell
3.2 Sucheigenschaften mit Wirkung auf den Perceived Value
3.2.1 Der Einfluss von „Credibility“ auf den Perceived Value
3.2.2 Der Einfluss von „Tangibles“ auf den Perceived Value
3.2.3 Der Einfluss von „Preisfairness“ auf den Perceived Value
3.3 Erfahrungseigenschaften mit Wirkung auf den Perceived Value
3.3.1 Der Einfluss von „Communication“ auf den Perceived Value
3.3.2 Der Einfluss von „Responsiveness“ auf den Perceived Value
3.3.3 Der Einfluss von „Access“ auf den Perceived Value
3.3.4 Der Einfluss von „Courtesy” auf den Perceived Value
3.3.5 Der Einfluss von „Reliability“ auf den Perceived Value
3.3.6 Der Einfluss von „Understanding the customer“ auf den Perceived Value
3.3.7 Der Einfluss von „Speed of decisons“ auf den Perceived Value
3.4 Vertrauenseigenschaften mit Wirkung auf den Perceived Value
3.4.1 Der Einfluss von „Competence“ auf den Perceived Value
3.4.2 Der Einfluss von „Security“ auf den Perceived Value
3.4.3 Der Einfluss des „Management“ der Bank auf den Perceived Value
3.4.4 Der Einfluss von „Integrität“ auf den Perceived Value
3.5 Der „Perceived Value“ als Antezedenz für Kundenbindung und Preisbereitschaft
3.5.1 Wirkung des Perceived Values auf die Preisbereitschaft
3.5.2 Einfluss des „Perceived Value“ auf die Kundenbindung
3.5.3 Zum Zusammenhang von Kundenbindung und Preisbereitschaft
4. Eine kausalanalytische Untersuchung zur Identifikation von Einflussfaktoren auf den Perceived Value von Services im Retail Banking
4.1 Zur Wahl der geeigneten Forschungsmethode
4.1.1 Auswahl der Kausalanalyse
4.1.2 Ausgewählte Methode PLS hinsichtlich der Beurteilung des Modells
4.2 Erhebung der Daten
4.2.1 Untersuchungsobjekte
4.2.2 Methode der Datenerhebung
4.2.3 Art und Aufbau der Befragung
4.2.4 Soziodemographische Auswertung
4.3 Operationalisierung der zu untersuchenden Konstrukte
4.3.1 Das Konstrukt „Credibility“
4.3.2 Das Konstrukt „Tangibles“
4.3.3 Das Konstrukt „Preisfairness“
4.3.4 Das Konstrukt „Communication“
4.3.5 Das Konstrukt „Responsiveness“
4.3.6 Das Konstrukt „Access“
4.3.7 Das Konstrukt „Courtesy“
4.3.8 Das Konstrukt „Reliability“
4.3.9 Das Konstrukt „Understanding the customer“
4.3.10 Das Konstrukt „Speed of decisions“
4.3.11 Das Konstrukt „Competence“
4.3.12 Das Konstrukt „Security“
4.3.13 Das Konstrukt „Management“
4.3.14 Das Konstrukt „Integrität“
4.3.15 Das Konstrukt „Perceived Value“
4.3.16 Das Konstrukt „Kundenbindung“
4.3.17 Das Konstrukt „Preisbereitschaft“
4.4 Darstellung der Ergebnisse auf Strukturmodellebene
4.4.1 Ergebnisse der Analyse zur Identifikation der Einflussfaktoren auf den Perceived Value sowie dessen Wirkung auf Kundenbindung und Preisbereitschaft
4.4.2 Ergebnisse des Modellvergleichs
4.5 Interpretation der Ergebnisse
4.6 Handlungsempfehlungen
4.6.1 Implikationen für die Marketingpraxis
4.6.2 Implikationen für weiterführende Studien
5. Zusammenfassung
Das Hauptziel dieser Diplomarbeit besteht darin, die Einflussfaktoren auf den wahrgenommenen Wert (Perceived Value) von Bankdienstleistungen im Retail Banking zu identifizieren und deren Auswirkungen auf Kundenbindung und Preisbereitschaft zu analysieren.
3.3.1 Der Einfluss von „Communication“ auf den Perceived Value
Die Dimension „Communication“ steht für die Kommunikation zwischen Kunde und Bank und bedeutet, den Kunden auf eine für ihn verständliche Art informiert zu halten. D. h., dass sich die Bank sprachlich dem Kunden anpasst und flexibel auf dessen Bildungsniveau eingeht. Damit ist gemeint, dass sich Mitarbeiter der Bank einfacher ausdrücken, wenn sie mit Kunden sprechen, die wenig über finanzielle Dinge informiert sind als wenn der Gesprächspartner gut gebildet und im Bereich Finanzdienstleistungen bewandert ist.
Die Kommunikationspolitik einer Bank soll die Meinungsbildung und Informationsverarbeitung von Nachfragern beeinflussen und besteht aus der Öffentlichkeitsarbeit, dem persönlichen Verkauf und der Werbung. Außerdem spielt die Kommunikation in Form von Mund-zu-Mund-Propaganda eine große Rolle. So lassen sich Individuen durch Faktoren wie Familie oder Freunde beeinflussen und beziehen ihre Informationen über den Service einer Bank nicht nur durch Bemühungen der Manager in der Kommunikationspolitik, sondern auch durch Bestätigungen oder Kritik von anderen Kunden.
Die Kommunikation zwischen Kunde und Bank ist wichtig, um verschiedenen Marktwiderständen wie z.B. Unsicherheit, Abstraktheit oder Erklärungsbedürftigkeit im Absatz von Finanzdienstleistungen entgegenzuwirken. So vermindern z.B. regelmäßige Zeitungsartikel über die Funktionsweise von Bankprodukten Unsicherheit beim Konsumenten und erhöhen gleichzeitig die Markttransparenz der angebotenen Leistungen. Gerade bei Dienstleistungen ist der direkte Informationsfluss zwischen Anbieter und Nachfrager von besonderer Bedeutung. Das liegt daran, dass der Konsument entweder sich selbst oder ein Objekt in den Dienstleistungserstellungsprozess mit einbringen muss. Da Services keine unabhängige Existenz wie physikalische Produkte besitzen und auf der Interaktion von Anbieter und Nachfrager basieren, spielt die Kommunikation zwischen ihnen eine wichtige Rolle.
1. Zur Relevanz der Wahrnehmung von Werten im Servicebereich: Dieses Kapitel erläutert die wachsende Bedeutung von Dienstleistungen in der modernen Wirtschaft und unterstreicht die Notwendigkeit für Banken, das Wertempfinden ihrer Kunden zu verstehen.
2. Theoretische Grundlagen zum Thema Perceived Value von Dienstleistungen im Sektor Retail Banking: Es werden die theoretischen Fundamente zu den Begriffen Dienstleistung, Wahrnehmung und Wert dargelegt sowie die Besonderheiten des Retail Bankings und der Bank-Kunden-Beziehung beleuchtet.
3. Konzeptionalisierung des Untersuchungsmodells zur Wirkung auf den Perceived Value im Retail Banking: In diesem Kapitel erfolgt die Herleitung der Hypothesen, indem Service-Eigenschaften (Such-, Erfahrungs-, Vertrauenseigenschaften) systematisiert und deren Einfluss auf den Perceived Value sowie auf Kundenbindung und Preisbereitschaft postuliert werden.
4. Eine kausalanalytische Untersuchung zur Identifikation von Einflussfaktoren auf den Perceived Value von Services im Retail Banking: Das Kernkapitel beschreibt die Forschungsmethode, die Datenerhebung, die Operationalisierung der Konstrukte und präsentiert detailliert die Ergebnisse der Kausalanalyse sowie deren Interpretation.
5. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Studie zusammen und bietet eine Schlussbetrachtung zu den Ergebnissen.
Perceived Value, Retail Banking, Dienstleistungen, Universalbank, Direktbank, Kundenbindung, Preisbereitschaft, Servicemerkmale, Kausalanalyse, PLS, Service-Qualität, Sucheigenschaften, Erfahrungseigenschaften, Vertrauenseigenschaften, Bankmanagement.
Die Arbeit untersucht, welche spezifischen Service-Eigenschaften den wahrgenommenen Wert (Perceived Value) von Bankkunden im Retail Banking bestimmen und wie sich dieser Wert auf die Kundenbindung sowie die Preisbereitschaft auswirkt.
Die zentralen Themenfelder sind das Dienstleistungsmarketing im Bankensektor, die Wahrnehmung von Servicequalität, die Differenzierung zwischen Universal- und Direktbanken sowie die Anwendung von Strukturgleichungsmodellen zur Analyse von Kundenbeziehungen.
Das primäre Ziel ist es, Einflussfaktoren auf den Perceived Value zu identifizieren, diese in Such-, Erfahrungs- und Vertrauenseigenschaften zu unterteilen und deren unterschiedliche Relevanz für Kunden von Universalbanken im Vergleich zu Direktbanken empirisch zu belegen.
Die Autorin verwendet eine kausalanalytische Studie unter Nutzung der Partial Least Square (PLS) Methode zur Schätzung von Strukturgleichungsmodellen, um die aufgestellten Hypothesen zu überprüfen.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung der Variablen, die methodische Erhebung der Daten via Online-Befragung bei Bankkunden, die detaillierte Operationalisierung der Konstrukte (z.B. Credibility, Tangibles, Preisfairness) und die statistische Auswertung der Ergebnisse mittels Importance-Performance-Analyse.
Perceived Value, Retail Banking, Dienstleistungsqualität, Kundenbindung, Preisbereitschaft, Kausalanalyse und PLS-Modellierung sind die maßgeblichen Begriffe.
Der Vergleich ist essenziell, da sich die Geschäftsmodelle grundlegend unterscheiden – Filialgeschäft vs. Online-Abwicklung – was zu unterschiedlichen Erwartungshaltungen der Kunden bezüglich Service-Eigenschaften und deren Einfluss auf den Perceived Value führt.
Das Management der Bank wird als Vertrauenseigenschaft untersucht, da das Verhalten von Führungskräften und die Gestaltung der Unternehmensorganisation maßgeblich zur Vermittlung von Service-Qualität und zur Einstellungsbildung bei den Kunden beitragen.
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