Examensarbeit, 2006
75 Seiten, Note: 1,5
1. EINLEITUNG
2. DEFINITION UND KLASSIFIKATION VON ADHS
3. PRIMÄRE SYMPTOMATIK
3.1 Aufmerksamkeitsstörung
3.2 Impulsivität
3.3 Hyperaktivität
4. SEKUNDÄRE SYMPTOMATIK UND KOMORBITÄTEN
5. BEDINGUNGEN FÜR ADHS
5.1 Biologische Bedingungen
5.1.1 Genetische Bedingungen
5.1.2 Hirnstrukturelle und funktionelle Bedingungen
5.2 Psychologischen Bedingungen
5.3 Soziale Bedingungen
6. INTERVENTIONEN
6.1 Medikamentöse Intervention
6.2 Psychologische Intervention
6.3 Soziale Intervention
6.5 Zwischenresümee: Von den Klassifizierung zur Förderung
7. SYSTEMATISCHE EINTEILUNG BEWEGUNGSFÖRDERNDER KONZEPTE (NACH SEEWALD)
8. ZIELE UND METHODISCHE PRINZIPIEN BEWEGUNGSORIENTIERTER FÖRDERUNG
9. BEWEGUNGSVERHALTEN BEI KINDERN MIT ADHS
9.1 Der hypertone ADHS- Typ
9.2 Der hypotone ADHS- Typ
9.3 Körperliche Fitness
9.4 Zwischenresümee: Vom spezifischen Bewegungsverhalten zur bewegungsorientierten Förderung
10. BEWEGUNGSFÖRDERNDE KONZEPTE
10.1 Die Ergotherapie
10.1.1 Die Sensorische Integration nach Jean Ayres
10.2 Die Psychomotorik
10.2.1 Psychomotorische Übungsbehandlung nach Kiphard
10.3 Exkurs: Schwimmen
10.4 Exkurs: Trampolin
10.5 Exkurs: Ringen und Raufen
10.6 Exkurs : Entspannung
10.7 Resümee: Lernen und Fördern durch Bewegung
11. BEWEGUNGSANGEBOTE IM SCHULALLTAG
12. INTEGRATION BEWEGUNGSORIENTIERTER FÖRDERUNG HYPERAKTIVER KINDER IM SPORTUNTERRICHT DER SEKUNDARSTUFE I
12.1 Struktur und Rahmenbedingungen einer Sportstunde mit hyperaktiven Kindern
12.2 Exemplarisches Modul eines Stundenaufbaus zur Förderung und Schulung hyperaktiver Kinder
13. GEEIGNETE SPORTARTEN UND FREIZEITAKTIVITÄTEN FÜR KINDER MIT ADHS
14. BEWEGUNGSORIENTIERTE FÖRDERUNG VON AHDS- KINDERN IM RAHMEN EINES SCHULISCHEN FÖRDERPROGRAMMS
15. ZUSAMMENFASSENDE DISKUSSION UND AUSBLICK
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten, Kinder mit ADHS durch bewegungsorientierte Ansätze zu fördern und diese Konzepte effektiv in den Sportunterricht der Sekundarstufe I zu integrieren, um deren soziale und motorische Entwicklung zu unterstützen.
1. Einleitung
Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung gilt weltweit als häufigste kinderpsychiatrische Diagnose. In Deutschland sind ca. 320.000 Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 16 Jahren betroffen (vgl. Skrodzki, 2000, S.76). Gleichzeitig gehört ADHS zu den „besterforschtesten Störungsbildern des Kindes- und Jugendalters“ (Döpfner & Lehmkuhl, 1995, S.169). Doch es handelt sich um ein „zersplittertes Forschungsgebiet“ (Hamsen, 2003, S.3), denn noch immer besteht keine Einigkeit darüber, welchen theoretischen Konstrukten das Störungsbild zugrunde liegt.
Die Brisanz des Themas ist groß, davon zeugen mittlerweile über 50 000 Webseiten sowie unzählige Veröffentlichungen. Die Gründe hierfür reichen vom „menschlichen Bestreben nach Ordnung, Klassifizierung und [der] Erklärung [eines] störenden Verhaltens bis hin zu handfesten ökonomischen Interessen“ (Hamsen, Beudels, Hölter in Sportpsychologie, 2004, S.91). In der Diskussion um den zunehmenden Auftrag des Sportunterrichts, gesundheitserzieherisch tätig zu werden, gewinnt auch die Frage nach schulinterner Förderung hyperaktiver Kinder an Bedeutung, ebenso wie die Frage, welche Aufgaben dem Sportunterricht in dieser Hinsicht zukommen.
Ein persönliches Interesse, die Thematik aus sportpsychologischer Sicht zu beleuchten, entspringt zudem aus dem engen Verhältnis der Symptomatik mit der Bewegung, denn Hyperaktivität, eines der Kernsymptome der Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung, stellt eine ausgeprägte Form motorischer Auffälligkeiten dar.
1. EINLEITUNG: Einführung in das Thema ADHS als häufigste kinderpsychiatrische Diagnose und Darlegung der Bedeutung sportpsychologischer Ansätze.
2. DEFINITION UND KLASSIFIKATION VON ADHS: Darstellung der diagnostischen Kriterien gemäß ICD-10 und DSM-IV sowie deren theoretische Einordnung.
3. PRIMÄRE SYMPTOMATIK: Erläuterung der drei Kernsymptome Aufmerksamkeit, Impulsivität und Hyperaktivität.
4. SEKUNDÄRE SYMPTOMATIK UND KOMORBITÄTEN: Analyse von Begleiterkrankungen, sozialen Herausforderungen und den psychischen Folgen für betroffene Kinder.
5. BEDINGUNGEN FÜR ADHS: Untersuchung biologischer, psychologischer und sozialer Faktoren, die die Entstehung von ADHS beeinflussen können.
6. INTERVENTIONEN: Überblick über medikamentöse, psychologische und soziale Behandlungsansätze sowie die Bedeutung bewegungsorientierter Interventionen.
7. SYSTEMATISCHE EINTEILUNG BEWEGUNGSFÖRDERNDER KONZEPTE (NACH SEEWALD): Theoretische Kategorisierung von Bewegungsmodellen zur Förderung hyperaktiver Kinder.
8. ZIELE UND METHODISCHE PRINZIPIEN BEWEGUNGSORIENTIERTER FÖRDERUNG: Diskussion hypothetischer Förderziele wie Transfer- und Stabilisierungshypothesen.
9. BEWEGUNGSVERHALTEN BEI KINDERN MIT ADHS: Detaillierte Analyse motorischer Defizite und Unterscheidung zwischen hypertonen und hypotonen ADHS-Typen.
10. BEWEGUNGSFÖRDERNDE KONZEPTE: Vorstellung konkreter Ansätze wie Ergotherapie, Psychomotorik und spezieller Exkurse (Schwimmen, Trampolin, Ringen/Raufen).
11. BEWEGUNGSANGEBOTE IM SCHULALLTAG: Möglichkeiten der Integration von Bewegungspausen und Bewegungsanreizen in den normalen Schulalltag.
12. INTEGRATION BEWEGUNGSORIENTIERTER FÖRDERUNG HYPERAKTIVER KINDER IM SPORTUNTERRICHT DER SEKUNDARSTUFE I: Erörterung der Rahmenbedingungen und praktischer Beispiele für eine inklusive Sportstunde.
13. GEEIGNETE SPORTARTEN UND FREIZEITAKTIVITÄTEN FÜR KINDER MIT ADHS: Einschätzung von Sportvereinsangeboten und Aktivitäten, die den Bedürfnissen hyperaktiver Kinder entsprechen.
14. BEWEGUNGSORIENTIERTE FÖRDERUNG VON AHDS- KINDERN IM RAHMEN EINES SCHULISCHEN FÖRDERPROGRAMMS: Darstellung institutioneller Ansätze wie Sportförderunterricht.
15. ZUSAMMENFASSENDE DISKUSSION UND AUSBLICK: Reflexion über die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Förderung und den Bildungsauftrag der Schule.
ADHS, Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung, Bewegungsförderung, Psychomotorik, Sportunterricht, Ergotherapie, Sensomotorische Integration, Ringen und Raufen, Hyperaktivität, Impulsivität, Sportförderunterricht, Schulisches Förderprogramm, Inklusion, Mototherapie, Körperwahrnehmung
Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und praktischen Anwendungsmöglichkeiten von bewegungsorientierten Förderkonzepten für Kinder mit ADHS im schulischen Kontext.
Die Themen umfassen die Symptomatik von ADHS, diagnostische Aspekte, verschiedene Interventionsmethoden sowie die spezifischen Bedingungen des Bewegungsverhaltens bei betroffenen Kindern.
Das Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Bewegung als therapeutisches Medium genutzt werden kann, um Kinder mit ADHS sowohl im Sportunterricht als auch in schulischen Förderprogrammen zu unterstützen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse des aktuellen Forschungsstandes zu ADHS und bewegungsorientierten Ansätzen sowie der Auswertung praktischer Förderkonzepte.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Analyse des Störungsbildes, eine systematische Vorstellung verschiedener Förderkonzepte und deren Anwendung in der schulischen Praxis.
Wichtige Begriffe sind ADHS, Psychomotorik, Sportunterricht, Bewegungsförderung und Förderkonzepte für hyperaktive Kinder.
Der hypertone Typ zeigt sich durch angespanntes, hektisches Verhalten, während der hypotone Typ durch einen schlaffen Muskeltonus und verlangsamte, oft unbeholfene Bewegungsabläufe gekennzeichnet ist.
Der Sportförderunterricht dient als ergänzende Maßnahme, um leistungsschwache Schüler gezielt zu fördern, soziale Kompetenzen zu stärken und motorische Defizite abzubauen.
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