Forschungsarbeit, 2010
22 Seiten, Note: 1,3
Zusammenfassung
1 Theorie
2 Methode
2.1 Untersuchungsstichprobe
2.2 Untersuchungsinstrument / Untersuchungsmaterial
2.3 Durchführung
3 Ergebnisse
4 Diskussion
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen dem Konsum fantastischer Medieninhalte (Filme und Bücher) und der Ausprägung der Fantasieneigung bei Grundschulkindern im Alter von 8 bis 12 Jahren. Dabei wird insbesondere geprüft, ob geschlechtsspezifische Unterschiede im Medienkonsum und in der Fantasieneigung existieren sowie welche Rolle die Emotionalität (Angst) in diesem Wirkungsgefüge spielt.
1 Theorie
Der Fantasiebegriff geht auf das griechische Wort „phantasía“ zurück, das mit „Vorstellung“ oder „Einbildung“ übersetzt werden kann. Der Terminus wird sowohl für die Fantasietätigkeit, das Fantasievermögen als auch das einzelne Fantasiebild oder den Fundus, aus dem die Fantasiebilder auftauchen, gebraucht (vgl. Hartmann 2004, 47). Während sich bereits Aristoteles aus philosophischer Sichtweise mit dem Wesen der Fantasie beschäftigte, stehen in der Psychologie diesbezüglich vor allem der Prozess des Fantasierens und die Neigung oder Fähigkeit zum Fantasieren im Zentrum der Betrachtungen. Die kognitive Psychologie verweist dabei auf die enge Beziehung der Fantasie zur Wahrnehmung und zum Denken. So konnten Studien nachweisen, dass es sich bei der Fantasie um eine sehr leistungsfähige Repräsentationsform von Erfahrungen handelt, die am Schnittpunkt von Wahrnehmung und Gedächtnis angesiedelt ist (vgl. ebd., 48). Vor diesem Hintergrund lassen sich Fantasien bzw. Vorstellungen als „wahrnehmungsähnliche Erlebnisse, die aber nicht auf einer unmittelbar vorhergehenden Sinnesreizung beruhen und auch keine unmittelbaren Erinnerung sind“ (Schönpflug/Schönpflug 1997, 150.) definieren. Aus psychoanalytischer Perspektive werden Fantasien als Ersatzbefriedigung für unerfüllte Wünsche und unbefriedigte Bedürfnisse und somit zugleich als Ventil für ungezügelte Sexualität oder Destruktion verstanden (vgl. Hartmann 2004, 48ff.). Als Funktionen der Fantasie lassen sich Pohlen und Wittmann zufolge unter anderem die Weltorientierung, die Assimilation von Unbekanntem sowie die Selbstformung und –erweiterung benennen (vgl. ebd.).
Zusammenfassung: Die Studie untersucht an 80 GrundschülerInnen den Zusammenhang zwischen Fantasieneigung und Medienkonsum, wobei ein positiver Zusammenhang zu fantastischen Filminhalten gefunden wurde.
1 Theorie: Dieses Kapitel erläutert den Fantasiebegriff, diskutiert psychologische Ansätze zur Fantasieneigung und beleuchtet den Einfluss von Medien und magischem Glauben bei Kindern.
2 Methode: Das Kapitel beschreibt die Konzeption einer Querschnittstudie, die eingesetzten Fragebögen (CEQ und PFK 9-14) sowie den Ablauf der Datenerhebung an zwei Grundschulen.
3 Ergebnisse: Die Resultate zeigen eine signifikante positive Korrelation zwischen dem Konsum fantastischer Filme und der Fantasieneigung sowie einen Zusammenhang mit Emotionalität auf.
4 Diskussion: Die Ergebnisse werden interpretiert, wobei die Bedeutung von Medienkompetenz betont und Limitationen hinsichtlich der Stichprobengröße sowie des Messinstruments reflektiert werden.
Fantasieneigung, GrundschülerInnen, Medienkonsum, fantastische Inhalte, Medienkompetenz, Emotionalität, Angst, Fernsehen, Bücher, magischer Glaube, Fantasie-Realitäts-Unterscheidung, Persönlichkeitsmerkmale, Creative Experiences Questionnaire, PFK 9-14, Kindheitsforschung.
Die Arbeit untersucht, ob Grundschulkinder, die häufig fantastische Medieninhalte konsumieren, eine stärkere Neigung zur Fantasie aufweisen und wie dies mit ihrer Persönlichkeit zusammenhängt.
Die zentralen Themen sind die Fantasiefähigkeit von Kindern, der Einfluss von Film- und Buchmedien sowie die psychologische Unterscheidung zwischen Fantasie und Realität.
Das Ziel ist der Nachweis, ob ein statistischer Zusammenhang zwischen dem Konsum fantastischer Medien und der Fantasieneigung bei 8- bis 12-jährigen Kindern besteht.
Es wurde eine standardisierte Querschnittsbefragung mit 80 GrundschülerInnen durchgeführt, wobei Fragebögen zur Fantasieneigung (CEQ) und zu Persönlichkeitsfaktoren (PFK 9-14) eingesetzt wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung des Fantasiebegriffs, die detaillierte Beschreibung der methodischen Vorgehensweise, die Darstellung der statistischen Ergebnisse und eine kritische Diskussion der Befunde.
Wichtige Begriffe sind Fantasieneigung, Medienkonsum, Medienkompetenz, Emotionalität und die Differenzierung zwischen Fantasie und Realität bei Kindern.
Die Hypothese, dass Jungen einen höheren Konsum fantastischer Medien aufweisen, wurde widerlegt, da die befragten Mädchen in dieser Studie signifikant höhere Werte erzielten.
Die Autorin betont die wichtige Rolle von Pädagogen und Eltern bei der Förderung einer frühzeitigen Medienkompetenz, da insbesondere das Fernsehen stark mit der kindlichen Fantasie korreliert.
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