Bachelorarbeit, 2007
63 Seiten, Note: 1.0
1 Zusammenfassung
2 Einleitung
2.1 Oligomere Nukleinsäure-Wirkstoffe
2.1.1 Aptamere
2.1.2 Steric block Oligonukleotide
2.1.3 short interfering RNA
2.2 Nukleinsäuretransport in die Zelle
2.3 Zellpenetrierende Peptide
2.4 Vorarbeiten
2.5 Zielsetzung
3 Material und Methoden
3.1 Materialien
3.1.1 Chemikalien
3.1.2 Puffer
3.1.3 Verbrauchsmaterialien
3.1.4 Geräte
3.1.5 Verwendete Peptid-Carrier
3.1.6 Verwendete Oligonukleotid-Cargos
3.1.7 Verwendete Fluorophore
3.2 Methoden
3.2.1 Peptid- und Nukleinsäure-Konzentrationsbestimmung
3.2.2 Lagerung und Behandlung der CPPs
3.2.3 Stopped-Flow Messungen
3.2.3.1 Transientenkinetische Analyse der Komplexbildung
3.2.3.2 Bestimmung der Komplexstöchiometrien
3.2.3.3 Heparin induzierte Komplexdissoziation
3.2.4 Dynamische Lichtstreuung (DLS)
3.2.5 Radioaktive Markierung von Nukleinsäuren
3.2.6 EMSA
3.2.7 Autoradiographie
3.2.8 Computer-unterstützte Hydrophobizitätsbestimmungen von Peptiden
4 Ergebnisse
4.1 MPGα
4.1.1 Transientenkinetische Analyse der Komplexbildung
4.1.2 Komplexgrößenanalyse mittels DLS
4.1.3 Nachweis der Komplexbildung und -stabilität
4.2 MPGβ
4.2.1 Transientenkinetische Analyse der Komplexbildung
4.2.2 Komplexgrößenanalyse mittels DLS
4.2.3 Nachweis der Komplexbildung und -stabilität
4.3 fpEbola-NLS
4.3.1 Transientenkinetische Analyse der Komplexbildung
4.3.2 Komplexgrößenanalyse mittels DLS
4.3.3 Nachweis der Komplexbildung und -stabilität
4.4 fpIVHA-NLS
4.4.1 Transientenkinetische Analyse der Komplexbildung
4.4.2 Komplexgrößenanalyse mittels DLS
4.4.3 Nachweis der Komplexbildung und -stabilität
4.5 fpRSV-NLS
4.5.1 Transientenkinetische Analyse der Komplexbildung
4.5.2 Komplexgrößenanalyse mittels DLS
4.5.3 Nachweis der Komplexbildung und -stabilität
4.6 fpFertilinα-NLS
4.6.1 Transientenkinetische Analyse der Komplexbildung
4.6.2 Komplexgrößenanalyse mittels DLS
4.6.3 Nachweis der Komplexbildung und -stabilität
4.7 MPGα + 6K
4.7.1 Transientenkinetische Analyse der Komplexbildung
4.7.2 Komplexgrößenanalyse mittels DLS
4.7.3 Nachweis der Komplexbildung und -stabilität
4.8 fpBLV-NLS
4.8.1 Transientenkinetische Analyse der Komplexbildung
4.8.2 Komplexgrößenanalyse mittels DLS
4.8.3 Nachweis der Komplexbildung und -stabilität
4.9 fpSV-NLS
4.9.1 Transientenkinetische Analyse der Komplexbildung
4.9.2 Komplexgrößenanalyse mittels DLS
4.10 fpMVi-NLS und fpMVn-NLS
4.10.1 Komplexgrößenanalyse mittels DLS
4.10.2 Nachweis der Komplexbildung und -stabilität
4.11 (Arginin)7
4.11.1 Transientenkinetische Analyse der Komplexbildung
4.11.2 Komplexgrößenanalyse mittels DLS
4.11.3 Nachweis der Komplexbildung und -stabilität
4.12 Linker-NLS
4.13 Ubersicht der kinetischen Parameter der Komplexbildung
4.14 Zusammenfassung der DLS-Messungen
4.15 Zusammenfassung der EMSA-Versuche
4.16 Korrelation zwischen Komplexgröße und Geschwindigkeit der Komplexassoziation
4.17 Heparin induzierte Komplexdissoziation
4.18 Hydrophobizitätsbestimmung von CPPs
5 Diskussion
5.1 Mechanismus der Komplexbildung
5.2 Geschwindigkeit der Komplexbildung in Abhängigkeit von der Peptidkonzentration
5.3 Einfluss der hydrophoben Domäne auf die Komplexgröße und Komplexstabilität
5.4 Einfluß der hydrophoben Domäne auf die Transfektionseffizienz
6 Anhang
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Komplexbildung zwischen verschiedenen zellpenetrierenden Peptiden (CPPs) und Oligonukleotiden biophysikalisch zu charakterisieren. Im Zentrum steht dabei die systematische Untersuchung des Komplexbildungsmechanismus, der Größe der Komplexe sowie deren Stabilität im zeitlichen Verlauf, um den Einfluss der hydrophoben Peptid-Domäne auf die Stabilität und Effizienz der Transfektion zu bestimmen.
Mechanismus der Komplexbildung
Die transientenkinetischen Stopped-Flow Experimente haben gezeigt, dass die Komplexbildung zwischen amphipatischen CPPs und Oligonukleotiden in mindestens drei Schritten abläuft. Die Tatsache, dass der erste dieser Schritte in weniger als einer Sekunde abläuft (siehe Tabelle 5), unterstützt die Hypothese, dass dieser initiale Schritt durch elektrostatische Wechselwirkungen zwischen den positiv geladenen AS der NLS (vier Lysine; ein Arginin) und den negativ geladenen Phosphationen im Nukleinsäurerückgrat vollzogen wird. Diese beobachtete schnelle 1. Phase korreliert mit dem hypothetischen Modell der Komplexbildung (Abbildung 3), nach dem die Initialkomplexbildung ebenfalls durch die elektrostatische Interaktion mehrerer Peptide mit einer Nukleinsäure zustande kommt.
Bei der 1. Phase konnte außerdem ein starkes Quenching der Fluorophore beobachtet werden; das bedeutet, dass durch die initiale Bindung der Peptide an die Oligonukleotide das an das Oligonukleotid gebundene Fluorophor räumlich stark abgeschirmt wird. Daraus kann gefolgert, dass auch das Oligonukleotid räumlich unzugänglicher wird und somit einen physikalischen Schutz (z. B. vor dem Abbau durch Nukleasen) erfährt.
Da die Komplexbildung ein dynamischer Prozess ist, gestaltet sich die Interpretation der beobachteten 2. Phase etwas schwieriger. Zum einen besteht die Möglichkeit, dass sich in dieser Phase weitere Peptide an das Oligonukleotid anlagern. Andererseits könnten sich auch mehrere Initialkomplexe über hydrophobe Wechselwirkungen zwischen den hydrophoben Domänen der Peptide zu größeren Sekundärkomplexen zusammenlagern. Die langsame 3. Phase wird sehr wahrscheinlich durch die Zusammenlagerung bereits vorhandener Peptid/Oligonukleotid-Komplexe über hydrophobe Wechselwirkungen bestimmt, was zum einen durch das Fehlen einer 3. Phase bei der Komplexbildung mit dem (Arginin)7 unterstützt wird und zum anderen die in Kapitlel 4.16 beschriebenen drastischen Größenzunahmen zeigen.
1 Zusammenfassung: Diese Arbeit charakterisiert die Komplexbildung zwischen CPPs und Oligonukleotiden mittels transientenkinetischer Analysen und DLS, wobei die entscheidende Rolle der hydrophoben Peptid-Domäne für die Stabilität identifiziert wird.
2 Einleitung: Es werden die Grundlagen der Nukleinsäure-Wirkstoffe, der endozytotischen Aufnahmewege und die Bedeutung zellpenetrierender Peptide für den therapeutischen Transport diskutiert.
3 Material und Methoden: Detaillierte Auflistung der verwendeten Chemikalien, Geräte und biophysikalischen Methoden wie Stopped-Flow, DLS und EMSA zur Analyse der Peptid-Oligonukleotid-Komplexe.
4 Ergebnisse: Systematische Darstellung der kinetischen Parameter, Komplexgrößen und Stabilitätsanalysen für die untersuchten verschiedenen Peptid-Carrier.
5 Diskussion: Interpretation der Ergebnisse im Hinblick auf den dreistufigen Komplexbildungsmechanismus, die Bedeutung der hydrophoben Domäne für die Stabilität und die daraus resultierende Transfektionseffizienz.
6 Anhang: Enthält das Abkürzungsverzeichnis und ergänzende Informationen zur Nomenklatur der Aminosäuren.
Zellpenetrierende Peptide, CPP, Oligonukleotide, Komplexbildung, Stopped-Flow, Dynamische Lichtstreuung, DLS, EMSA, Nukleinsäuretransport, Hydrophobizität, Transfektionseffizienz, Komplexstabilität, MPG-Familie, Initialkomplex, Sekundärkomplexe.
Die Arbeit untersucht die biophysikalischen Eigenschaften von Komplexen, die aus zellpenetrierenden Peptiden (CPPs) und verschiedenen Oligonukleotid-Wirkstoffen gebildet werden, um deren Eignung als Transfektionssysteme besser zu verstehen.
Die zentralen Themen sind die Kinetik der Komplexbildung, die Bestimmung der Komplexgröße mittels Lichtstreuung, die Stabilitätsprüfung durch gel-elektrophoretische Versuche (EMSA) und der Einfluss der hydrophoben Peptid-Domäne auf diese Eigenschaften.
Das Ziel ist die systematische transientenkinetische Charakterisierung der Komplexbildung, um aufzuklären, wie hydrophobe Domänen in CPPs die Ausbildung stabiler Komplexe und damit die Transfektionseffizienz beeinflussen.
Es werden Stopped-Flow-Spektroskopie zur Kinetik, Dynamische Lichtstreuung (DLS) zur Größenbestimmung, electrophoretic mobility shift assays (EMSA) zur Stabilitätsprüfung sowie Autoradiographie und computergestützte Hydrophobizitätsanalysen verwendet.
Der Hauptteil präsentiert die Ergebnisse der kinetischen Analysen, der Komplexgrößenbestimmung und der Stabilitätsnachweise für die verschiedenen untersuchten Peptid-Carrier (MPG-Familie, virale Fusionssequenzen) und deren Interaktion mit unterschiedlichen Nukleinsäure-Typen.
Zellpenetrierende Peptide, Komplexbildung, Stopped-Flow, Dynamische Lichtstreuung, Hydrophobizität, Transfektionseffizienz und Komplexstabilität.
Die Arbeit zeigt, dass die hydrophobe Domäne essentiell ist; Peptide ohne diese Domäne bilden instabile oder gar keine Komplexe, während eine ausgeprägtere Hydrophobizität direkt mit einer höheren Stabilität und besseren Transfektionseffizienz korreliert.
Die EMSA-Experimente zeigen, dass Komplexe, die durch hydrophobe Wechselwirkungen stabilisiert werden, einen deutlichen „Shift“ der Nukleinsäurebanden in nativen Gelen aufweisen, was auf eine stabile Bindung hinweist, die im Gegensatz zu rein elektrostatisch gebundenen Komplexen auch unter Belastung bestehen bleibt.
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