Diplomarbeit, 2010
81 Seiten, Note: 1
1 Einleitung
1.1 Wissenschaftliche Fragestellungen
1.2 Zum forschungsmethodischen Vorgehen
1.3 Gliederung der Arbeit
2 Zum Stand der Forschung
2.1 Einleitung
2.1.1 Die Entwicklung der Sportart Freerunning (historischer Abriss)
2.1.2 Philosophie und Sport – Philosophie und Freerunning
2.2 Jugendkulturen und jugendkulturelle Bewegungsformen
2.2.1 Jugendkultur und jugendkulturelle Szenen
2.2.2 Jugendszenen, Stile und Codes
2.2.4 Jugendkulturen und Geschlecht
2.2.5 Jugendszenen und soziale Herkunft
2.2.6 Merkmale, Strukturen und Symbole bewegungsorientierter Jugendszenen
2.3 Freerunning – eine jugendkulturelle Bewegungsform
2.3.1 Freerunning als neue Trendsportart?
2.3.2 Bewegung und Kunst = Freerunning
Kunst als Selbstausdruck des Inszenierers
2.3.3 Bewegung in einer urbanen Umgebung
2.3.4 Präsentation von Freerunning
3 Empirischer Teil
3.1 Das Setting
3.1.1 Die Sportler
3.1.2 Die Interviews
3.1.3 Der Interviewleitfaden
3.2 Die Analyse
3.3 Vertikale Analyse
3.3.1 Erstes Interview
Freerunning Biographie
3.3.2 Zweites Interview
3.3.3 Drittes Interview
3.3.4 Viertes Interview
3.3.5 Fünftes Interview
3.4 Horizontale Analyse
3.4.1 Soziodemographische Herkunft
3.4.2 Sportbiographien
3.4.3 Freerunning Biographien
3.4.4 Freerunning Alltag
3.4.5 Freerunning als Lifestyle
4 Zusammenfassung
4.1 Beantwortung der wissenschaftlichen Fragestellungen
4.1.1 Freerunning als jugendkulturelle Bewegungsform
4.1.2 Ähnlichkeiten in den (sport-)biographischen Verläufen, die zur Ausübung von Freerunning führen
4.1.3 Ähnlichkeiten und Gemeinsamkeiten in der alltäglichen Ausübung von Freerunning
4.1.4 Beweggründe für etwaige Wettkampfteilnahme, Präsentation von Freerunning in der Öffentlichkeit
4.2 Schluss
5 Anhang
5.1 Beispiel Interview
Interview
Wie bist du aufgewachsen?
Wie war dein Verhältnis zu deinen Eltern?
Welche Schule hast du besucht? Wie war deine schulische Laufbahn?
Wann hast du die Schule abgeschlossen?
Welche berufliche Ausbildung haben deine Eltern?
Wo und wie lebst du jetzt? Hast du eine eigene Wohnung?
Erzähle mir etwas über deinen sportlichen Werdegang!
Welchen Sport übst du jetzt aktiv immer noch aus?
Haben dich deine Eltern damals schon im Sport unterstützt?
Wie kamst du zu Freerunning?
Was verbindet dich mit Freerunning?
Welche Parallelen gibt es zu deinen früheren Sportarten?
Wie grenzt du Freerunning mit deinem bisherigen Sportverständnis ab?
Wie sieht ein typischer Tag für dich aus?
Wie synchronisierst du dein Freerunning mit deinem Alltag?
Wie trainierst du? Bzw. kann man „Training“ überhaupt sagen?
Wie lernst du neue Tricks? Gibt es da auch Workshops?
Wie kann man von Youtube-Videos lernen?
Wie kann deine Wettkampfteilnahme deine Philosophie von Freerunning widerspiegeln?
Kommt es durch Wettkämpfe oder große Events zur Kommerzialisierung von Freerunning?
Was waren deine bisher größten Erfolge im Freerunning?
Kannst du vom Freerunning Sport leben?
Weshalb gibt es immer mehr Freerunner in neuen Filmen?
Kennst du Filme in denen Freerunning als Stuntszenen eingesetzt werden?
Denkst du das die Einbindung von Freerunning in den neuen Filmen immer mehr wird und weshalb?
Wie sieht der Freerunning Lifestyle aus?
Gibt es bestimmte Musikstile im Freerunning?
Training zur Musik? Und wieso?
Gibt es einen Kleidungsstil? Marken? Schuhe?
Wieso gerade die grauen Jogginghosen?
Gibt es bestimmte Schuhe für Freerunning?
Wie sieht so der typische Freerunner aus?
Also gibt es den Freerunner was das Aussehen betrifft? (Haarschnitt, freier Oberkörper, tätowiert)
Wie präsentiert sich die Freerunningszene?
Wie sieht die Freerunning Szene übers Internet aus? Bzw. ist das Internet das alternative Medium für Freerunner?
Wie sieht die Abgrenzung zur herkömmlichen Medienkultur aus (Fernsehen, Presse, Rundfunk)?
Wer macht die Videos auf Youtube und wieso? Also wozu?
Wie bezeichnen Freerunner Freerunning? Kann man das als Sport sehen?
Was hältst du von dem Ausdruck „Bewegungskunst“?
Wie grenzt sich Freerunning von Parkour ab?
Denkst du dass Freerunning eine Muttersportart hat?
Wieso denkst du, gibt es hauptsächlich Burschen, die Freerunning ausüben?
Könnte es sein, dass Freerunning eher praktiziert wird von Leuten, die in einer Großstadt leben?
Woher kommen die Leute in England, die Freerunning machen (Sozialisation)?
Die vorliegende Arbeit untersucht Freerunning als jugendkulturelle Bewegungsform durch eine empirisch-qualitative Analyse. Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die Motive, die Sozialisation und das Lebensumfeld von Freerunnern in Österreich zu gewinnen und die Einordnung dieses Phänomens in den Kontext urbaner Jugendkulturen und Trendsportarten wissenschaftlich zu beleuchten.
2.3.4 Präsentation von Freerunning
Spätestens nach dem James Bond Film „Casino Royale“, der 2006 in unsere Kinos kam, ist vielen Leuten der Begriff Freerunning bekannt. In einer Szene zu Beginn des Filmes findet eine äußerst spektakuläre Verfolgungsjagd zwischen Bond und einem mutmaßlichen Terroristen statt, der von niemand geringeren als Sébastien Foucan gespielt wurde.
Freerunner werden immer mehr in Filmen als Stuntman eingesetzt, in denen spektakuläre Verfolgungsjagden einen realistischen Ausdruck bringen sollen. Filme wie „James Bond - Casino Royale“, mit dem Freerunner Sébastien Foucan, oder dem französischen Film „Banlieu 13 – die Hölle vor Paris“ mit den Traceuren David Belle und Cyrill Raffeli finden immer mehr Beliebtheit.
Freerunning und Parkour sind mittlerweile auch Bestandteile von diversen Musikvideos, wie Madonnas „Jump“ oder „Hung up“.
Internationales Aufsehen erregten die spektakulären Bewegungsablaufe der Freerunner in den Fernsehdokumentation „Jump London“ und „Jump Britain“. Besonders durch diese Fernsehdokumentationen wurde London zu einem zentralen Ort für Freerunner und die Entwicklung ihrer Online-Gemeinschaft.
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der urbanen Bewegungsform Freerunning und Darstellung der wissenschaftlichen Fragestellungen sowie der methodischen Herangehensweise.
2 Zum Stand der Forschung: Theoretische Auseinandersetzung mit der Entwicklung des Freerunning, Jugendkulturen sowie der Definition von Trendsportarten und deren Phasen.
3 Empirischer Teil: Detaillierte Beschreibung der qualitativen Interviewstudie mit fünf Experten, inklusive Setting, Interviewleitfaden sowie der vertikalen und horizontalen Analyse der Daten.
4 Zusammenfassung: Synthese der Forschungsergebnisse zur Bedeutung von Freerunning als jugendkulturelle Bewegungsform und Beantwortung der Forschungsfragen.
Freerunning, Parkour, Jugendkultur, Trendsport, Qualitative Forschung, Bewegungsform, Lifestyle, Urbaner Raum, Sozialisation, Sportbiographie, Bewegungsfreiheit, Selbstinszenierung, Internet, Stuntszenen, Österreich
Die Arbeit untersucht Freerunning als eine junge, jugendkulturelle Bewegungsform und beleuchtet deren Entstehung, Struktur sowie die Bedeutung für die ausübenden Jugendlichen.
Die zentralen Felder umfassen die soziokulturelle Verortung von Freerunning, die individuellen Biographien der Sportler, die Rolle von Medien und Internet sowie die Abgrenzung zu normierten Sportarten.
Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Beweggründe hinter der Ausübung von Freerunning zu erlangen und aufzuzeigen, wie sich diese Sportart als Teil jugendlicher Identitätssuche etabliert.
Es wurde ein empirisch-qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf halbstrukturierten Experteninterviews mit fünf österreichischen Top-Freerunnern basiert.
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Grundlagen (Forschungsstand) als auch die empirische Analyse der Interviews dargelegt, wobei Themen wie der Alltag der Freerunner, Wettkämpfe und Lifestyle-Aspekte analysiert werden.
Kernbegriffe sind Freerunning, Jugendkultur, Trendsport, Identität, Sozialisation und Bewegungsfreiheit.
Das Internet fungiert als primäres Medium für die Community-Bildung, den Austausch von Techniken und die Selbstdarstellung ("Wenn man nicht auf Youtube ist, existiert man nicht").
Die Freerunning-Kultur definiert sich stark über die Abwendung von starren Normen und Regeln, während Vereine primär als organisatorische Hilfsmittel zur Hallenfinanzierung oder für die Jugendarbeit dienen.
Die Ansichten sind zwiegespalten: Während der Wettkampfcharakter teilweise kritisch gesehen wird, dient er als Chance zur Professionalisierung und zur Erhöhung des öffentlichen Bekanntheitsgrades.
Die urbane Architektur bietet zwar ideale Bedingungen, aber der Grundgedanke der Freiheit in der Bewegung ist universell, auch wenn die Dichte der Aktionsräume in Großstädten höher ist.
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