Bachelorarbeit, 2009
116 Seiten, Note: 1,2
1. Prolog
2. Theoretische Basis
2.1. Binge Eating Disorder
2.1.1 Begrifflichkeit und historische Aspekte
2.1.2 Erscheinungsbild von BED und Diagnostik
2.1.3 Epidemiologie und Komorbidität
2.1.4 Ätiologie und Pathogenese von BED
2.1.4.1 Ätiologie
2.1.4.2 Pathogenese
2.1.5 Prognose
2.2 Motivationspsychologie
2.2.1 Motiv, Motivation, Verhalten und Emotionen
2.2.2 Selbstbestimmungstheorie der Motivation
2.2.2.1 Intrinsische Motivation
2.2.2.2 Extrinsische Motivation
2.2.2.3 Intrinsische Motivation vs. extrinsische Motivation
2.2.3 Selbstbestimmungstheorie im Kontext zu BED
2.3 Sportwissenschaft
2.3.1 Trainingswissenschaft
2.3.2 Grundlagen sportlichen Trainings
2.3.3 Physiologische Auswirkungen von Sport
2.3.4 Sportpsychologie
3. Empirie
3.1 Vorstellung der Klientin
3.2 Forschungsmethodik
3.2.1 Fragebogen
3.2.2 Beobachtungsbogen
3.3 Forschungsprojekt
3.4 Darbietung der Ergebnisse
4. Diskussion
Die Arbeit untersucht die Bedeutung der intrinsischen Motivation für die sportliche Aktivität von Menschen mit Binge Eating Disorder (BED). Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit intrinsisch motivierter Sport den Kausalfaktoren der Störung, insbesondere depressiven Verstimmungen, entgegenwirken kann.
2.1.2 Erscheinungsbild von BED und Diagnostik
„Das Kernmerkmal der Binge Eating Disorder ... sind regelmäßig auftretende Essanfälle, die subjektiv als unkontrollierbar erlebt werden. Während eines Essanfalls werden verschiedenste Nahrungsmittel in unterschiedlich großer Menge schnell und oft wahllos durcheinander gegessen. Dies so lange, bis ein unangenehmes Völlegefühl oder ein deutliches Unwohlsein eintritt.“
Ein typisches Kennzeichen dieser >>Fressattacken<< ist, dass diese nicht in einem sozialen Kontext wie z.B. ein familiäres Abendessen stattfinden, sondern dann, wenn die Betroffenen alleine sind. Die Begleiterscheinungen und Folgen einer Essattacke sind Ekel gegenüber sich selbst, Schuld- und Schamgefühle, Niedergeschlagenheit und Hilflosigkeit.
1. Prolog: Einführung in das Thema, wobei die soziale Stigmatisierung von Übergewichtigen thematisiert wird und die bisher mangelnde Anerkennung von Binge Eating Disorder als ernstzunehmende Essstörung hinterfragt wird.
2. Theoretische Basis: Umfassende Aufarbeitung der medizinischen und psychologischen Hintergründe von BED sowie Darstellung der Selbstbestimmungstheorie der Motivation und sportwissenschaftlicher Grundlagen.
3. Empirie: Detaillierte Fallstudie einer Klientin im CJD Stuttgart, bei der mittels Fragebögen und Beobachtungsbögen die Auswirkung von intrinsisch versus extrinsisch motiviertem Sport auf die depressive Grundstimmung analysiert wird.
4. Diskussion: Interpretation der Ergebnisse, die darauf hindeutet, dass intrinsisch motivierte Aktivitäten wie Badminton eine deutlich stärkere positive Wirkung auf das psychische Wohlbefinden der Klientin haben als rein extrinsisch motivierte Trainingsformen.
Binge Eating Disorder, Intrinsische Motivation, Extrinsische Motivation, Selbstbestimmungstheorie, Sportwissenschaft, Trainingslehre, Depression, Komorbidität, Essstörungen, Einzelfallforschung, Adipositas, Psychosomatik, Verhaltensregulation, Ernährung, Körperkonstitution.
Die Bachelorarbeit erforscht, wie intrinsische Motivation die sportliche Aktivität von Menschen beeinflussen kann, die an der Binge Eating Disorder leiden.
Die Arbeit verknüpft klinische Psychologie, Motivationspsychologie und Sportwissenschaft, um Zusammenhänge zwischen Essstörungen und sportlicher Betätigung zu verstehen.
Das Ziel ist herauszufinden, ob Sport, wenn er aus intrinsischer Freude und nicht aufgrund von äußerem Gewichtsreduktionsdruck ausgeübt wird, depressive Symptome bei Betroffenen mindern kann.
Die Autorin nutzt eine methodische Einzelfallforschung (Laboratoriumsexperiment) kombiniert mit systematischer Beobachtung und einem täglichen Tagebuch-Fragebogen bei einer Klientin.
Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden theoretischen Rahmen (Krankheitsbild, Motivationstheorien, Trainingsprinzipien) und einen empirischen Teil, in dem sportliche Interventionen bei einer Klientin ausgewertet werden.
BED, intrinsische Motivation, Sporttherapie, Selbstbestimmung, Depressionskriterien und Einzelfallforschung.
Das Hauptmerkmal bei BED sind Essattacken ohne die kompensatorischen Gegenmaßnahmen, die bei Bulimia nervosa (wie Erbrechen) üblich sind.
Das Labeling Approach wird genutzt, um aufzuzeigen, wie gesellschaftliche Stigmatisierung und Vorurteile das Selbstbild und das Verhalten von Betroffenen negativ beeinflussen können.
Die Untersuchung zeigte, dass Badminton (intrinsisch motiviert) die depressive Stimmung der Klientin messbar verbesserte, während Laufen als "Pflicht" (extrinsisch) eher belastend wirkte.
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