Bachelorarbeit, 2008
45 Seiten, Note: 2,1
1. Einleitung
2. Kinderhörfunk in Deutschland
2.1. Hörfunkangebote für Kinder
2.1.1. Kinderhörfunk der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten
2.1.2. Kinderhörfunk des privaten Hörfunks/der Offenen Kanäle/ des nichtkommerziellen Lokalfunks
2.1.3. Kinderradiosender
2.2. Kinder und Radio aus Sicht der Mediennutzungsforschung
2.2.1. Haushaltsausstattung und Gerätebesitz
2.2.2. Medienbindung und Medienfunktion
2.2.3. Radionutzung
2.2.4. Lieblingsthemen
2.2.5. Medienpraktische Erfahrungen
3. Mediendidaktische Analyse
3.1. Kinderhörfunk und Kompetenzvermittlung
3.2. Kinderhörfunk und Musik
3.3. Kinderhörfunk und Nachrichten
3.4. Kinderhörfunk und Sendungsformat
3.5. Kinderhörfunk und Mitmachaktivitäten
3.6. Werbung und Internetpräsenz
3.7. Analysekatalog
4. Praktische Anwendung der Mediendidaktischen Analyse am Beispiel der Kinderhörfunkprogramme „Lilipuz“ und „Radio Teddy“
4.1. WDR 5: Lilipuz
4.2. Radio Teddy
4.3. Mediendidaktische Analyse
4.3.1. Lilipuz und Bärenbude
4.3.2. Radio Teddy
4.3.3. Vergleich
5. Fazit
6. Literatur
Diese Arbeit zielt darauf ab, dem Medium Kinderhörfunk mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen, mediendidaktische Analysekriterien für Kinderradioangebote zu entwickeln und diese Kriterien anhand ausgewählter Fallbeispiele in der Praxis zu überprüfen. Die Untersuchung fokussiert sich auf Kinder im Alter von drei bis dreizehn Jahren und analysiert, inwiefern didaktisch hochwertige Programme theoretische Anforderungen erfüllen.
3.1. Kinderhörfunk und Kompetenzvermittlung
Das Hören ist für Kinder elementar, je jünger sie sind desto wichtiger die Wahrnehmung über den Hörsinn. Das Ohr ist das erste Sinnesorgan, das sich bei Ungeborenen entwickelt und ist bereits nach sechs Monaten voll funktionstüchtig. Geräusche, Töne und Klänge sind daher ungemein wichtig für Kinder, und dass noch bis weit ins Grundschulalter hinein. Kinder muss man dabei unterstützen, Geräusche und Klänge richtig einzuordnen, zu erkennen und voneinander unterscheiden zu können. Kinderhörfunk könnte hier einen wichtigen Beitrag leisten. Kinder müssen sich auf das Gehörte konzentrieren, und sie werden zudem zu eigenen Assoziationen veranlasst, da zugehörige Bilder fehlen und somit der kindlichen Fantasie überlassen sind. Wichtig für ein Hörkompetenz förderndes Kinderradioprogramm ist „das Spielen mit Sprache, mit Worten, [mit] Lautmalereien, Gedichte[n], Klänge[n] und Töne[n]“. Die Radiomacher müssen also darauf achten, dass sie in ihren Hörspielen, Moderationen etc. die Sprache je nach Thema, Charakter, Situation etc. überhöht, verfremdet oder fast schon übertrieben bearbeitet gestalten, damit die Kinder interessiert und konzentriert bleiben.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Stellenwert des Mediums Radio für Kinder, weist auf die defizitäre Forschungslage hin und definiert das Ziel sowie die Zielgruppe der Arbeit.
2. Kinderhörfunk in Deutschland: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die aktuelle Hörfunklandschaft für Kinder in Deutschland, differenziert nach öffentlich-rechtlichen und privaten Angeboten, und beleuchtet die Nutzung aus medienwissenschaftlicher Sicht.
3. Mediendidaktische Analyse: Hier werden theoretische Analysekriterien anhand von Schwerpunkten wie Kompetenzvermittlung, Musik, Nachrichten und Formaten entwickelt, die in einen Analysekatalog münden.
4. Praktische Anwendung der Mediendidaktischen Analyse am Beispiel der Kinderhörfunkprogramme „Lilipuz“ und „Radio Teddy“: Das Kapitel wendet den erstellten Analysekatalog auf konkrete Programme des WDR und Radio Teddy an, um deren didaktische Qualität zu vergleichen.
5. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Ergebnisse zusammen, bewertet die didaktische Qualität der untersuchten Sender und schlägt Ansätze für die zukünftige Forschung vor.
Kinderradio, Hörfunk, Mediendidaktik, Mediennutzung, Kompetenzvermittlung, Lilipuz, Bärenbude, Radio Teddy, Medienpädagogik, Hörspiele, Kindernachrichten, Medienkompetenz, Kindermedien, Radiosozialisation, didaktische Analyse
Die Arbeit untersucht das Medium Kinderhörfunk aus didaktischer Perspektive, analysiert aktuelle Angebote in Deutschland und bewertet deren Qualität anhand spezifischer Kriterien.
Die zentralen Felder sind die Kompetenzvermittlung durch Radio, die Musikauswahl, die Gestaltung von Nachrichten für Kinder, sowie der Einfluss von Mitmachaktivitäten, Werbung und Internetpräsenz auf die didaktische Qualität.
Das Ziel ist es, Analysekriterien für eine mediendidaktische Untersuchung zu entwickeln und diese an Praxisbeispielen zu testen, um zu klären, was ein didaktisch hochwertiges Kinderradioprogramm ausmacht.
Die Autorin kombiniert eine Literatur- und Studienauswertung (z.B. KIM- und JIM-Studien) mit einer eigenen mediendidaktischen Analyse, basierend auf einem selbst erstellten Analysekatalog, der auf konkrete Radioprogramme angewendet wird.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme des Kinderhörfunks in Deutschland, eine theoretische Herleitung der Analysekriterien und deren praktische Anwendung auf die Sendungen "Lilipuz", "Bärenbude" und "Radio Teddy".
Wichtige Begriffe sind Kinderradio, Medienpädagogik, Kompetenzvermittlung, didaktische Analyse und Radiosozialisation.
Die Analyse kommt zu dem Schluss, dass "Lilipuz" und "Bärenbude" aus didaktischer Sicht wertvoller sind, da sie auf intensives Zuhören und pädagogische Konzepte setzen, während bei "Radio Teddy" kommerzielle Interessen und ein klassisches Formatradio-Konzept dominieren.
Die Autorin stellt fest, dass das Medium Radio wissenschaftlich weniger Aufmerksamkeit erhält als Fernsehen oder Internet und daher ein Mangel an aktuellen Publikationen zum spezifischen Bereich des Kinderhörfunks besteht.
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