Diplomarbeit, 2010
115 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Beschreibung und Abgrenzung der Unternehmenskrise
2.1 Die betriebswirtschaftliche und rechtliche Definition der Unternehmenskrise
2.2 Die Krisensymptome, Krisenarten bzw. -phasen
2.3 Die Krisenursachen
3. Die Einbindung des strategischen Controllings in den Controllingprozess als Präventionsmaßnahme
3.1 Der Begriff sowie Funktionen des Controllings
3.2 Entwicklung und Aufgaben des strategischen Controllings
3.3 Abgrenzung zum operativen Controlling und Einbindung in das Controllingsystem
3.4 Die strategische Lücke als Auslöser für die Notwendigkeit des strategischen Controllings
3.5 Die Implementierung eines strategischen Planungsprozesses zur Schließung der strategischen Lücke
3.6 Die strategische Kontrolle als Feedback- und Feedforward-Instrument der strategischen Planung
4. Die strategische Frühaufklärung als integraler Bestandteil des strategischen Controllings
4.1 Grundgedanke der strategischen Frühaufklärung
4.2 Die Entwicklungsstufen der strategischen Frühaufklärungssysteme
4.3 Die Berücksichtigung von Diskontinuitäten – das Konzept der schwachen Signale
4.4 Die Cross-Impact- und Vulnerability-Analyse zur Identifizierung und Beurteilung schwacher Signale
4.5 Entwicklung von Szenarien auf Basis der identifizierten und beurteilten schwachen Signale
4.6 Visualisierung der Szenarien-Ergebnisse mittels Roadmapping
4.7 Trendverfolgung durch Delphi-Befragung
4.8 Mithilfe von Business Wargaming Schwachstellen in der eigenen Strategie frühzeitig erkennen
4.9 Durchführung von Rating-Checks zur Identifikation kritischer Ratingkriterien
5. Konklusion und Ausblick
Das Hauptziel der Arbeit ist die Erarbeitung eines Präventionskonzepts gegen Unternehmenskrisen durch die gezielte Nutzung des strategischen Controllings. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie Unternehmen durch die Integration spezifischer Methoden der strategischen Frühaufklärung rechtzeitig auf Umfeldveränderungen reagieren und ihre Zukunftsfähigkeit sichern können.
Die strategische Kontrolle als Feedback- und Feedforward-Instrument der strategischen Planung
Mit der zunehmenden Komplexität und Unsicherheit der Umwelt ergibt sich eine steigende Bedeutung strategischer Führungsentscheidungen, die neben dem bereits vorgestellten strategischen Planungsprozess die Betrachtung strategischer Kontrollprozesse notwendig macht. Daher ist die strategische Planung um eine strategische Kontrolle zu ergänzen.
Im Kern umfasst die Kontrolle den Vergleich von geplanten Größen und realisierten Größen. In einer Erweiterung zählt neben dem Soll/Ist-Vergleich auch der Soll-Soll-Vergleich sowie Wird/Ist-Vergleich zum Kontrollbegriff. Dabei handelt es sich beim Soll/Ist-Vergleich und Wird/Ist-Vergleich um sogenannte Ex-post-Kontrollen, bei denen man der zu prüfenden realisierten Größe die gewünschte Zielausprägung bzw. eine prognostizierte Ausprägung gegenüberstellt. Damit soll untersucht werden, ob durch die Realisation das Ziel erreicht wurde und kontrolliert somit die Plandurchführung bzw. Prognose.
Der Soll/Soll-Vergleich stellt hingegen eine Ex-ante-Kontrolle dar, die die Gegenüberstellung von Zielgrößen beinhaltet. Diese dient zur Auffindung von Zielkonflikten und Widersprüchen in den Zielvorgaben der Pläne. Die Kontrolle lässt sich daher im Allgemeinen als Prozess zur Ermittlung von Abweichungen zwischen Plan- und Vergleichsgrößen definieren. Hinzu kommt in einer erweiterten Fassung des Kontrollbegriffs auch die Analyse eventueller Abweichungen.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle wirtschaftliche Situation in Deutschland und stellt die steigenden Unternehmensinsolvenzen sowie deren Ursachen dar, um die Notwendigkeit präventiver Maßnahmen zu unterstreichen.
2. Beschreibung und Abgrenzung der Unternehmenskrise: In diesem Kapitel werden der Begriff der Krise definiert sowie Krisensymptome und verschiedene Krisenarten und -ursachen systematisch analysiert.
3. Die Einbindung des strategischen Controllings in den Controllingprozess als Präventionsmaßnahme: Es wird die Rolle des strategischen Controllings als Instrument zur Existenzsicherung dargelegt, seine Funktionen erläutert und die strategische Planung als prozessuale Einbindung detailliert beschrieben.
4. Die strategische Frühaufklärung als integraler Bestandteil des strategischen Controllings: Dieses Kapitel widmet sich der Frühaufklärung und stellt eine Reihe an Instrumenten zur Identifikation schwacher Signale und zur strategischen Absicherung vor.
5. Konklusion und Ausblick: Der abschließende Teil fasst die Ergebnisse zusammen und hebt hervor, dass die Verbindung von strategischem Controlling und Frühaufklärung essenziell für die Wettbewerbsfähigkeit ist.
Strategisches Controlling, Unternehmenskrisen, Insolvenzprävention, Strategische Frühaufklärung, Schwache Signale, Szenariotechnik, Roadmapping, Delphi-Befragung, Business Wargaming, Rating-Checks, Unternehmensplanung, Wettbewerbsvorteile, Diskontinuitäten, Erfolgsfaktoren, Risikomanagement
Die Arbeit untersucht das strategische Controlling als zentrales Präventionsinstrument, um Unternehmenskrisen rechtzeitig zu erkennen und abzuwenden.
Die zentralen Felder umfassen die Krisenanalyse, die Implementierung strategischer Planungsprozesse und Methoden der strategischen Frühaufklärung.
Ziel ist die Erarbeitung eines Konzepts, das Unternehmen befähigt, durch strategische Frühaufklärung ihre Zukunftsfähigkeit nachhaltig zu sichern.
Es werden qualitative Methoden der strategischen Planung und Frühaufklärung wie die Szenariotechnik, Roadmapping und Business Wargaming analysiert und als Instrumente für das Controlling aufbereitet.
Der Hauptteil behandelt die theoretische Fundierung des strategischen Controllings, die Krisenursachenforschung sowie die detaillierte Darstellung verschiedener Frühaufklärungsinstrumente.
Wichtige Begriffe sind Strategisches Controlling, Krisenprävention, Frühaufklärungssysteme, schwache Signale und Rating-Checks.
Sie dient als kritische Begleitung des Planungsprozesses, um Bedrohungen frühzeitig aufzudecken und durch Feedback- und Feedforward-Mechanismen Kurskorrekturen zu ermöglichen.
Business Wargaming dient dazu, in Teams Zukunftsszenarien zu simulieren, um Schwachstellen in der eigenen Strategie unter Wettbewerbsbedingungen zu identifizieren.
Interne Rating-Checks ermöglichen Unternehmen eine Selbsteinschätzung ihrer Bonität, um kritische Ratingkriterien zu identifizieren und rechtzeitig gegensteuernde Maßnahmen einzuleiten.
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