Bachelorarbeit, 2010
178 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Theorie
2.1 Was ist eine Junktion?
2.1.1 Junktionsklassen und –grundtechniken
2.1.2 Semantische Relationen
2.2 Nähe und Distanz
2.3 Junktionen im Nähe-Distanz-Modell
3. Empirie
3.1 Beschreibung des Analysekorpus
3.2 Nähe-Distanz-Analyse
3.2.1 Methode
3.2.2 Nähe-Distanz-Analyse: Bildung
3.2.3 Nähe-Distanz-Analyse: Fußball
3.2.4 Nähe-Distanz-Analyse: Migration
3.2.5 Nähe-Distanz-Analyse: Wirtschaft
3.2.6 Nähe-Distanz-Analyse: Interview
3.3 Junktionswerte und Junktionsprofile
3.3.1 Methode
3.3.2 Analyse: Bildung
3.3.3 Analyse: Fußball
3.3.4 Analyse: Migration
3.3.5 Analyse: Wirtschaft
3.3.6 Analyse: Interview
3.4 Zusammenfassung der Ergebnisse
4. Erörterung der Problemfälle
4.1 aber – Koordination oder Subordination?
4.2 und, oder, entweder…oder, sondern – Koordination von Aussagen oder Bezugsobjekten?
4.3 auch, dann – Junktor oder Abtönungspartikel?
4.4 bald, später, nun – Junktor oder Temporaladverb?
4.5 so – Junktor oder Modaladverb?
4.6 so wie, wie, als – Aussagenverknüpfung?
4.7 aber auch – junktionsartige Wortverbindung?
4.8 dafür, dazu, dadurch – Konjunktionaladverb oder Pro-Adverb?
4.9 ehrlich gesagt – V2-Einbetter oder Textglied?
4.10 nur nicht dazu – Junktion?
4.11 später, zuvor, nach – Temporaladverb oder Konjunktionaladverb?
5. Fazit
6. Literatur
6.1 Analysekorpus
6.2 Fachliteratur
6.3 Internetquellen
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, inwieweit Artikel der Magazine stern und NEON eher nähe- oder distanzsprachlich strukturiert sind und wie diese Charakteristik durch die Art der Aussagenverknüpfung (Junktion) abgebildet wird.
1. Einleitung
Sind die Magazine stern und NEON eher nähesprachlich oder eher distanzsprachlich geschrieben? Wie sind Sachverhalte in benannten Zeitschriften miteinander verbunden? Was sagt die Art und Weise der Aussagenverknüpfung über die Nähe- bzw. Distanzsprachlichkeit der Artikel aus? Diesen Fragen will die vorliegende Bachelorarbeit „Junktion aus Nähe und Distanz – Eine empirische Analyse der Magazine stern und NEON“ nachgehen.
Ziel der Arbeit ist es zum einen für jeden Magazinartikel ein eigenes Junktionsprofil zu erstellen, zum anderen herauszufinden, was sich anhand eines Junktionsprofils über Nähe und Distanz aussagen lässt. Um den ungefähren Nähewert der Texte zu ermitteln wird der Zeitparameter im Nähe-Distanz-Modell untersucht. Analysiert werden pro Magazin je vier Artikel aus den Bereichen Bildung, Fußball, Migration, Wirtschaft und pro Magazin jeweils ein Interview.
Um einen Überblick über das Thema Junktion zu gewinnen, wird im Theorieteil zunächst kurz geklärt, was es mit dem Begriff Junktion auf sich hat, die für diese Analyse bedeutsamen Junktionsklassen und -grundtechniken werden erklärt und die semantischen Klassen nach Peter von Polenz vorgestellt. Danach erfolgt ein Einblick in die Theorie der Nähe und Distanz, insbesondere mit Blick auf den für diese Arbeit relevanten Zeitparameter.
1. Einleitung: Definiert die Forschungsfrage nach dem Nähe- bzw. Distanzcharakter der Magazine stern und NEON und skizziert das methodische Vorgehen.
2. Theorie: Erläutert die sprachwissenschaftlichen Grundlagen zur Junktion sowie das Nähe-Distanz-Modell als Basis für die Analyse.
3. Empirie: Beschreibt das Analysekorpus aus beiden Magazinen, führt die Nähe-Distanz-Analyse durch und ermittelt die Junktionswerte.
4. Erörterung der Problemfälle: Analysiert strittige linguistische Fälle, die während der Untersuchung der Artikel auftraten, um ihre korrekte Junktionsklassifizierung zu bestimmen.
5. Fazit: Bewertet die Ergebnisse und stellt fest, dass die untersuchten Artikel tendenziell eher distanzsprachlich strukturiert sind.
6. Literatur: Listet die verwendeten Quellen für das Analysekorpus sowie die Fachliteratur und Internetquellen auf.
Junktion, Nähe, Distanz, Aggregation, Integration, Zeitparameter, stern, NEON, Journalismus, Satzsemantik, Nähe-Distanz-Modell, Aussagenverknüpfung, Konjunktor, Subjunktor, Sprachanalyse.
Die Arbeit untersucht die sprachliche Struktur von Zeitschriftenartikeln, indem sie analysiert, wie Sätze miteinander verknüpft sind und was diese Verknüpfung über die Nähe- oder Distanzsprachlichkeit der Texte aussagt.
Die Schwerpunkte liegen auf den Bereichen Bildung, Fußball, Migration, Wirtschaft sowie journalistischen Interviews in den Magazinen stern und NEON.
Das Ziel ist es, für jeden Artikel ein spezifisches Junktionsprofil zu erstellen und mittels dieses Profils den Grad der Nähe- bzw. Distanzsprachlichkeit zu bestimmen.
Es wird auf das Nähe-Distanz-Modell nach Agel/Hennig zurückgegriffen und eine linguistische Junktionsanalyse auf Basis der semantischen Relationen von Peter von Polenz durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung, die detaillierte empirische Auswertung der Artikel und eine anschließende Diskussion von Problemfällen bei der grammatikalischen Einordnung.
Zentrale Begriffe sind Junktion, Nähe, Distanz, Aggregation, Integration und der Zeitparameter im grammatikalischen Modell.
Die Arbeit zeigt, dass trotz unterschiedlicher Zielgruppen der Magazine bei der Nähe-Distanz-Verortung tendenziell ähnliche, eher distanzsprachliche Strukturen in den Texten vorherrschen.
Obwohl es sich um journalistische Texte handelt, zeigt die Analyse, dass die Autoren komplexe syntaktische Verknüpfungen (hoher Integrationswert) wählen, was auf eine distanzsprachliche Konstruktion hindeutet.
Die Problemfälle, wie die Verwendung von "aber", "und" oder "später", erfordern eine genaue Unterscheidung, ob es sich um bloße Adverbien/Partikeln oder tatsächlich syntaktisch relevante Junktoren handelt.
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