Diplomarbeit, 2003
64 Seiten, Note: gut
1 EINLEITUNG
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN
2.1 Principal-Agent-Theorie
2.2 Anreizsysteme
2.3 Motivationstheorie
3 FRINGE BENEFITS
3.1 Gründe und Wirkung
3.1.1 Sicht des Arbeitnehmers
3.1.2 Sicht des Arbeitgebers
3.2 Voraussetzungen
3.3 Probleme bei der Verwendung von Fringe Benefits
3.4 Arten von Fringe Benefits
3.4.1 Vorsorgeleistungen
3.4.2 Sach- und Dienstleistungen
3.4.3 Abgeltung in Freizeit
3.4.4 Gewinn- und Vermögensbeteiligung
3.4.5 Übersicht
3.5 Cafeteria-Systeme
3.5.1 Ausprägungen
3.5.2 Vorteile von Cafeteria-Systemen
3.5.3 Nachteile von Cafeteria-Systemen
4 EMPIRISCHE UNTERSUCHUNGEN
4.1. Pilotstudie über Fringe Benefits des Bundesamtes für Statistik
4.2 Kadersalärstudie 2003
4.3 Arbeitskostenerhebung 2000 des Eurostat
4.4 Analyse des Schwedischen Institutes für Sozialforschung
4.4.1 Fringe Benefits je Geschlecht und Alter
4.4.2 Fringe Benefits nach Ausbildung
4.4.3 Fringe Benefits nach Arbeiterkategorien
4.4.4 Fringe Benefits nach Sektoren
4.4.5 Weitere Untersuchungen
4.5 Amerikanische Studien
4.5.1 Fringe Benefits und Fluktuationsraten
4.5.2 Einflussfaktoren für die Gewährung von Fringe Benefits
5 FAZIT
Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Fringe Benefits (geldwerte Nebenleistungen) im Rahmen der modernen Entlohnungspolitik. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, warum Unternehmen trotz der Möglichkeit einer direkten Lohnerhöhung freiwillige Zusatzleistungen gewähren und wie sich diese auf das Verhalten der Arbeitnehmer sowie den Arbeitsmarkt auswirken.
3.1.2 Sicht des Arbeitgebers
Der Erwerb von Fringe Benefits aller Art kommt dem Arbeitgeber meist billiger zu stehen als dem Arbeitnehmer. Der Arbeitgeber kauft grosse Mengen ein und profitiert von economies of scale. Dem Arbeitnehmer kann auf diese Weise angesichts der billigeren Einstandspreise für denselben Betrag mehr Fringe Benefits angeboten werden. Dazu gehören insbesondere verbilligte Eigenleistungen, deren Produktionskosten für die Unternehmung tief sind. Für eine Versicherung wird es beispielsweise billig sein, den Bedarf nach Versicherungsschutz der ganzen Belegschaft zu guten Konditionen zu decken. Durch den Einsatz günstig erworbener Fringe Benefits werden die Gesamtlohnkosten begrenzt und in ein besseres Licht gerückt.
Fringe Benefits werden ebenso eingesetzt, um die Personalfluktuation in der Unternehmung gering zu halten. Entschädigt eine Unternehmung ihre Mitarbeiter auf einem höheren Niveau unter Einbezug einmaliger Fringe Benefits als dies in der Branche üblich ist, so sind die Anreize geringer, die Unternehmung zu verlassen. Es entsteht ein Wettbewerb, indem sich die bestqualifizierten Leute um die bestbezahlten Stellen reissen. Marktführer bleibt nur diejenige Firma, welche auch die erfolgreichsten Mitarbeiter anziehen und halten kann. Insbesondere in High-Tech Industrien, wo spezifisches und umfassendes Know-how entscheidend ist, muss eine tiefe Fluktuationsrate ein wichtiges Ziel sein.
1 EINLEITUNG: Darstellung der Problemstellung, Einordnung des Phänomens Fringe Benefits und Erläuterung des Zieles der Diplomarbeit.
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Ökonomische und motivationstheoretische Herleitung der Lohnpolitik unter Berücksichtigung der Principal-Agent-Theorie.
3 FRINGE BENEFITS: Umfassende Analyse der Gründe, Wirkungsweisen, Probleme und Erscheinungsformen sowie der flexiblen Gestaltungsmöglichkeiten durch Cafeteria-Systeme.
4 EMPIRISCHE UNTERSUCHUNGEN: Detaillierte Auswertung von Daten aus Schweizer, europäischen und amerikanischen Studien zur Verbreitung und Wirkung von Zusatzleistungen.
5 FAZIT: Zusammenfassende Erkenntnisse über die Bedeutung von Fringe Benefits als strategisches Entlohnungsinstrument und Ausblick auf zukünftige Trends.
Fringe Benefits, Lohnbestandteil, Principal-Agent-Theorie, Anreizsysteme, Cafeteria-Systeme, Personalfluktuation, Motivation, steuerneutrale Leistungen, betriebliche Altersvorsorge, Arbeitsmarkt, Lohneffizienz, Motivationsinstrument, Sozialleistungen, Mitarbeiterbindung, Entlohnungsstrategie.
Die Arbeit analysiert die Rolle von Fringe Benefits als freiwillige Zusatzleistungen im Rahmen der Mitarbeitervergütung und untersucht deren strategische Bedeutung für Unternehmen.
Die thematischen Schwerpunkte liegen auf ökonomischen Anreiztheorien, der Kategorisierung von Nebenleistungen, der Umsetzung flexibler Vergütungsmodelle sowie der empirischen Auswertung von Datenmaterial zur Nutzung dieser Leistungen.
Das Ziel ist es, den Nutzen von Fringe Benefits aus Sicht von Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu erklären und den Einfluss dieser Leistungen auf das Arbeitsverhalten und den Wettbewerb um Arbeitskräfte aufzuzeigen.
Der Autor stützt sich auf eine theoretische Herleitung durch die Principal-Agent-Theorie sowie auf eine komparative Analyse von qualitativ hochwertigen empirischen Studien aus dem Zeitraum 1970 bis 2002.
Der Hauptteil behandelt die Beweggründe für den Einsatz von Zusatzleistungen, die Problematik von Wissensdefiziten bei Mitarbeitern sowie die Funktionsweise und Herausforderungen von Cafeteria-Systemen.
Kernbegriffe sind Fringe Benefits, Anreizsysteme, Cafeteria-Systeme, Motivationstheorie sowie die Analyse von Personalfluktuation und steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten.
Arbeitgeber können von Skaleneffekten (economies of scale) profitieren und durch spezifische, auf die Zielgruppe zugeschnittene Benefits die Mitarbeiterbindung erhöhen und die Fluktuation reduzieren.
Diese Systeme erlauben es den Mitarbeitern, innerhalb eines definierten Budgets individuell die für sie attraktivsten Benefits zu wählen, was die Zufriedenheit und die Transparenz der Lohnpolitik steigert.
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