Diplomarbeit, 2009
93 Seiten, Note: 1,15
1. Einleitung
1.1 Annäherung an die Thematik
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Zum Verständnis der Begriffe „Sinnes- und Selbstwahrnehmung“
2.1 Sinneswahrnehmung
2.2 Selbstwahrnehmung
3. Sinnesfunktion und Beziehungserleben als ganzheitlicher Aspekt frühkindlicher Entwicklung
3.1 Piagets Theorie der kognitiven Entwicklung
3.2 Entwicklung der sinnlichen Wahrnehmung
3.2.1 Die visuelle Wahrnehmung
3.2.2 Die auditive Wahrnehmung
3.2.3 Die taktile Wahrnehmung
3.2.4 Die olfaktorische Wahrnehmung
3.2.5 Die gustative Wahrnehmung
3.2.6 Die vestibuläre Wahrnehmung
3.2.7 Die kinästhetische Wahrnehmung
3.2.8 Wahrnehmungsstörungen durch umweltbedingte Ursachen
3.3 Motorische Entwicklung
3.4 Entwicklungen der Persönlichkeit
4. Frühkindliche Förderung der Selbst- und Sinneswahrnehmung in Kindertagesstätten am Beispiel der Montessori – und Reggio –Pädagogik
4.1 Montessori- Pädagogik
4.1.1 Montessoris Gedanken zum Umgang mit Kindern
4.1.2 Kurzbeschreibung der bekannten Montessori- Materialien
4.1.3 Möglichkeiten der frühkindlichen Förderung im Sinne von Montessori
4.2 Reggio – Pädagogik
4.2.1 Merkmale der Reggio-Pädagogik
4.2.2 Transfermöglichkeiten des reggianischen Ansatzes in deutsche Kindertagesstätten
5. Meine Ansichten über eine optimale Ausrichtung von Kindertagesstätten hinsichtlich der frühkindlichen Förderung der Selbst – und Sinneswahrnehmung
5.1 Erziehungskultur im Sinne von Jesper Juul – Förderung der Selbstwahrnehmung
5.1.1 Die persönliche Verantwortung
5.1.2 Die persönliche Sprache
5.1.3 Anerkennung
5.1.4 Integrität und Kooperation
5.1.5 Erziehungskultur im Sinne von Jesper Juul - Zusammenfassung
5.2 Material und Räumlichkeiten – Förderung der Sinneswahrnehmung
5.2.1 Die Orientierung im Raum
5.2.2 Raumbereiche
5.2.3 Lebendige Raumgestaltung
5.2.4 Der Außenbereich
5.2.5 Material
6. Resümee
Die Arbeit untersucht, wie frühkindliche Einrichtungen die Selbst- und Sinneswahrnehmung optimal fördern können, wobei der Fokus auf dem Schutz der Integrität des Kindes und der Vermeidung von Fremdbestimmung liegt. Die zentrale Forschungsfrage ist, wie eine pädagogische Ausrichtung konzipiert sein muss, um Kindern eine entwicklungsgerechte und respektvolle Begleitung zu ermöglichen.
3.2.1 Visuelle Wahrnehmung
„Für Kinder stellt die sinnliche Wahrnehmung den Zugang zur Welt dar. Sie ist die Wurzel jeder Erfahrung, durch die sie die Welt jeweils für sich wieder neu aufbauen und verstehen können. ... Wahrnehmen ist ein aktiver Prozess, bei dem sich das Kind mit allen Sinnen seine Umwelt aneignet und sich mit ihren Gegebenheiten auseinandersetzt.“30
Die Entwicklung der Wahrnehmung am Beispiel des Sehsinns stellt dar, wie differenziert sich die Sinneswahrnehmung in kürzesten Zeitabständen verändern kann. Aus physiologischer Sicht umfasst die visuelle Wahrnehmung die Fähigkeit, optische Reize aufzunehmen, sie zu unterscheiden, zu verarbeiten, einzuordnen und bei entsprechender Interpretation darauf zu reagieren.
Es lassen sich verschiedene Bereiche der visuellen Wahrnehmung unterscheiden: Figur-Grund-Wahrnehmung (ausgewählte Reize bilden eine Figur innerhalb unseres Wahrnehmungsfeldes, unwichtige Reize bilden den ungenau wahrgenommenen Hintergrund), Visumotorische Koordination (die Fähigkeit, das Sehen mit Bewegungen zu koordinieren), Wahrnehmungskonstanz (ein Gegenstand wird als der gleiche aus verschiedenen Perspektiven wahrgenommen), Raumlagen und räumliche Beziehungen (die Fähigkeit vor, hinter und seitlich wahrzunehmen und daraus sich ergebend Objekte in Bezug auf sich selbst und zueinander wahrzunehmen), Form- und Farbwahrnehmung und schließlich das visuelle Gedächtnis (sich an Gesehenes erinnern können). 31
1. Einleitung: Die Autorin begründet ihr Interesse an dem Thema aus ihrer Perspektive als Mutter und Sozialpädagogin und skizziert den Aufbau ihrer Untersuchung.
2. Zum Verständnis der Begriffe „Sinnes- und Selbstwahrnehmung“: Definition und Abgrenzung der zentralen Begriffe als Basis für die weitere pädagogische Betrachtung.
3. Sinnesfunktion und Beziehungserleben als ganzheitlicher Aspekt frühkindlicher Entwicklung: Darstellung der Wahrnehmungsentwicklung und ihrer Bedeutung für Motorik und Persönlichkeit, inklusive der Stufentheorie von Piaget.
4. Frühkindliche Förderung der Selbst- und Sinneswahrnehmung in Kindertagesstätten am Beispiel der Montessori – und Reggio –Pädagogik: Analyse der beiden pädagogischen Ansätze hinsichtlich ihrer Praxis und Eignung für die Wahrnehmungsförderung.
5. Meine Ansichten über eine optimale Ausrichtung von Kindertagesstätten hinsichtlich der frühkindlichen Förderung der Selbst – und Sinneswahrnehmung: Die Autorin entwirft ein Konzept, das Jesper Juuls Erziehungskultur mit einer gestalteten Lernumgebung verbindet.
6. Resümee: Zusammenfassende Bewertung der theoretischen Ansätze und Appell für eine respektvollere, an den Bedürfnissen der Kinder orientierte Erziehung.
Selbstwahrnehmung, Sinneswahrnehmung, Frühkindliche Entwicklung, Kindertagesstätte, Montessori-Pädagogik, Reggio-Pädagogik, Integrität, Eigenverantwortung, Pädagogik, Jesper Juul, Wahrnehmungsstörungen, Kindzentrierte Erziehung, motorische Entwicklung, Sinnesmaterialien, Persönlichkeitsentwicklung
Die Diplomarbeit befasst sich mit der optimalen Ausrichtung von Kindertagesstätten zur Förderung der frühkindlichen Selbst- und Sinneswahrnehmung.
Die Arbeit behandelt die Wahrnehmungsentwicklung, pädagogische Konzepte wie Montessori und Reggio sowie eine an Jesper Juul orientierte Erziehungskultur.
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Kitas Kindern eine Umgebung bieten können, die ihre Integrität respektiert und ihre individuelle Entwicklung fördert.
Die Autorin nutzt eine fundierte Literaturanalyse sowie Beobachtungen aus der eigenen Praxis als Mutter.
Im Hauptteil werden Entwicklungstheorien (Piaget), pädagogische Theorien und konkrete Anforderungen an Raumgestaltung und Erziehungshaltung analysiert.
Zu den Kernbegriffen zählen Selbstwahrnehmung, Integrität, Montessori, Reggio-Pädagogik und Eigenverantwortung.
Sie kritisiert, dass Kinder oft in ein fremdbestimmtes Korsett gezwungen werden und ihre Integrität durch ständige Bewertung und Korrektur leidet.
Damit ist die Raumgestaltung gemeint, die durch ihre Struktur und Ästhetik aktiv die Lernprozesse und die Identitätsbildung der Kinder beeinflusst.
Sie ist der authentischste Ausdruck der kindlichen Integrität und vermeidet wertendes oder moralisierendes Feedback.
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