Bachelorarbeit, 2009
23 Seiten, Note: 2,3
1 Ziel der Arbeit
2 Célestin Freinet und der Weg zur Reformpädagogik
3 Theoretische Grundlagen der Freinet-Pädagogik
3.1 Techniken der Freinet-Pädagogik
3.2 Die Freinet-Pädagogik im Mathematikunterricht
3.3 Die Umsetzung der Freinet-Pädagogik im Mathematikunterricht heute
4 Umsetzbarkeit der Freinet-Pädagogik in der Sekundarstufe
4.1 Meinungen und Praxisbeispiele
4.2 Umsetzbarkeit der Leitidee:
Raum und Form aus dem Rahmenlehrplan Brandenburg für die Klasse 9/ 10
5 Fazit und Schlussbemerkungen
Diese Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Herausforderungen, die reformpädagogischen Ansätze von Célestin Freinet in den zeitgenössischen Mathematikunterricht der Sekundarstufe zu integrieren, um das selbstbestimmte Lernen zu fördern.
Célestin Freinet und der Weg zur Reformpädagogik
Célestin Freinet selbst war sich keiner besonderen Befähigung bewusst, die ihn als Kopf des Ganzen prädestinieren könnte. Und doch entstand eine Reformpädagogik, die mit seinem Namen in Verbindung steht und die nicht wie einige andere in Vergessenheit geriet, sondern heute stark diskutiert, vielseitig angewendet und weiterentwickelt wird.
Célestin Freinet wurde am 15. 10. 1896 als fünftes von acht Kindern einer kleinbäuerlichen Familie in Frankreich geboren. Schon als kleiner Junge half er bei der Landarbeit und entwickelte so seine tiefe Verbundenheit mit der Natur und dem einfachen Leben der Bauern, Hirten und Arbeiter seiner Heimat.
Als aufgeweckter und freiheitsliebender Schüler erlebte er seine Schulzeit, die ihm keinen Raum für freie Entfaltung gab, als Qual, was zu seiner späteren pädagogischen Sichtweise beigetragen hat.
1 Ziel der Arbeit: Diese Arbeit hinterfragt das Motivationsproblem in der Schule und stellt das Ziel auf, die Anwendbarkeit der Freinet-Pädagogik in der Sekundarstufe zu untersuchen.
2 Célestin Freinet und der Weg zur Reformpädagogik: Dieses Kapitel skizziert die Biografie Freinets und die Entstehung seiner Reformpädagogik vor dem Hintergrund seiner persönlichen Erfahrungen und Überzeugungen.
3 Theoretische Grundlagen der Freinet-Pädagogik: Hier werden die zentralen Prinzipien und Techniken der Pädagogik erläutert und ihre spezifische Bedeutung für den Mathematikunterricht sowie aktuelle Umsetzungsformen dargestellt.
4 Umsetzbarkeit der Freinet-Pädagogik in der Sekundarstufe: Dieses Kapitel prüft die Anwendbarkeit des Konzepts für ältere Schüler und entwickelt ein praxisorientiertes Unterrichtsbeispiel zum Thema Raum und Form.
5 Fazit und Schlussbemerkungen: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass eine schrittweise Implementierung freinetorientierter Ansätze möglich ist und der Lehrer dabei als entscheidender Ermöglicher fungiert.
Freinet-Pädagogik, Reformpädagogik, Mathematikunterricht, Freiarbeit, Selbstverantwortung, Arbeitspläne, Klassenrat, Sekundarstufe, Lernmotivation, natürliche Methode, Schüleraktivierung, Unterrichtsgestaltung, Raum und Form, Kooperation, freier Ausdruck
Die Arbeit untersucht, wie Freinet-Pädagogik, die primär aus der Grundschule bekannt ist, auf den Mathematikunterricht der Sekundarstufe übertragen und dort erfolgreich angewendet werden kann.
Neben den historischen Wurzeln bei Célestin Freinet liegt der Fokus auf der Übertragbarkeit von Methoden wie Freiarbeit, Wochenplänen und der Gestaltung von Lernumgebungen in höheren Klassenstufen.
Das Ziel ist es, durch eine stärkere Schülerorientierung und Selbstverantwortung beim Thema „Raum und Form“ die mathematische Neugierde und das aktive Lernen zu fördern.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Reflexion eigener schulpraktischer Übungen (SPÜ) und Hospitationen in Schulen, die freinetorientiert arbeiten.
Der Hauptteil analysiert die theoretischen Prinzipien von Freinet, bewertet verschiedene Praxisbeispiele aus weiterführenden Schulen und entwirft ein konkretes Anwendungsbeispiel für den Rahmenlehrplan.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Freinet-Pädagogik, selbstbestimmtes Lernen, Unterrichtsreform, Sekundarstufe und mathematische Freiarbeit aus.
Die Methode erfordert ein Umdenken vom lehrerzentrierten zum schülerzentrierten Unterricht, was viele Lehrkräfte aufgrund von festen Lehrplänen und traditioneller Unterrichtsstrukturen vor große Herausforderungen stellt.
Laut der Arbeit ist die Einführung eines Klassenrates entscheidend, um den Schülern demokratische Verantwortungsbereiche zu übertragen und eine kollektive Verbindlichkeit zu schaffen, in der sie ihre eigenen Lernprozesse mitgestalten können.
Die Umgestaltung von Klassenräumen in Fachateliers (z.B. für Geometrie) wird als essenziell erachtet, um ein reichhaltiges Lernmilieu zu schaffen, das eigenständiges Forschen und das „tastende Versuchen“ überhaupt erst ermöglicht.
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