Magisterarbeit, 2004
127 Seiten, Note: 1,0
Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung ethnischer Identität für innerstaatliche Kriege. Sie versucht, die Zusammenhänge zwischen ethnischer Identität und Gewaltkonflikten im Kontext des Innerstaatlichen Krieges theoretisch zu erschließen.
Das erste Kapitel widmet sich dem aktuellen Stand der Kriegsursachenforschung und stellt die Fragestellung der Arbeit vor. Es werden empirische Beobachtungen zum Zusammenhang zwischen ethnischen Gruppen und gewaltsamen innerstaatlichen Konflikten präsentiert. Das zweite Kapitel behandelt die Problemfelder der sozialwissenschaftlichen Begriffsbildung von Konflikt und Konfliktaustrag sowie von Identität und ethnischer Identität. Im dritten Kapitel werden drei verschiedene Theorien zur Erklärung des Zusammenhangs zwischen ethnischer Identität und Krieg vorgestellt: Primordialismus, Instrumentalismus und Konstruktivismus. Das vierte Kapitel befasst sich mit relevanten Konzepten für die Theoriebildung, wie z.B. dem Sicherheitsdilemma, dem Spiral Game, und Societal Securitization. Das fünfte Kapitel präsentiert das theoretische Modell der Arbeit. Im sechsten Kapitel wird das Modell am Beispiel des ehemaligen Jugoslawiens, insbesondere am Fall des Kosovo, angewendet.
Die Arbeit konzentriert sich auf die Themen ethnische Identität, innerstaatlicher Krieg, Konflikt, Gewalt, Theoriebildung, Konstruktivismus, Sicherheitsdilemma, Spiral Game, Societal Securitization, Angst, Sorge, Jugoslawien, Kosovo.
Die Arbeit untersucht, wie ethnische Fragmentierung und Identität als verursachende Faktoren für die Eskalation innerstaatlicher Gewaltkonflikte wirken.
Es beschreibt eine Situation, in der Maßnahmen einer Gruppe zur Erhöhung der eigenen Sicherheit von anderen Gruppen als Bedrohung wahrgenommen werden, was zu Gewalt führt.
Die Arbeit analysiert den Primordialismus, den Instrumentalismus und den Konstruktivismus als Erklärungsansätze für ethnische Kriege.
Jugoslawien und der Kosovo dienen als Fallbeispiele, um das theoretische Modell von Angst, Sorge und dem "Spiral Game" in der Realität zu prüfen.
Angst und Sorge werden als zentrale psychologische Mechanismen identifiziert, die durch politische Mythen geschürt werden und zur Gewalteskalation beitragen.
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