Diplomarbeit, 2010
119 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Einführung in das Clusterkonzept
2.1 Was ist ein Cluster?
2.1.1 Die Bedeutung räumlicher und technologischer Nähe für Cluster
2.1.2 Cluster als Wertschöpfungssystem
2.1.3 Cluster als mehrdimensionales Modell
2.2 Die Typisierung von Clustern
2.2.1 Clustertypen nach TICHY
2.2.2 Clustertypen nach ENRIGHT
2.3 Der Cluster-Lebenszyklus
2.3.1 Entstehungsphase eines Clusters
2.3.2 Die Wachstumsphase eines Clusters
2.3.3 Die Reifephase eines Clusters
2.3.4 Die Schrumpfungsphase eines Clusters
2.4 Zusammenfassung des theoretischen Teils
3 Methodik
3.1 Der Analyserahmen
3.2 Die Experteninterviews
3.2.1 Was ist ein Experteninterview?
3.2.2 Die Planung der Interviews
3.2.3 Die Interviewpartner
3.2.4 Die Durchführung und Auswertung der Interviews
4 Analyse
4.1 Quantitative Erfassung des Untersuchungsraumes
4.1.1 Die Unternehmen
4.1.2 Die Hochschulen
4.1.3 Die Netzwerkorganisationen
4.1.4 Die Universitätskliniken
4.1.5 Besonderheiten
4.1.6 Zwischenfazit Kapitel 4.1
4.2 Qualitative Merkmale des Untersuchungsraumes
4.2.1 Wertschöpfungskette
4.2.2 Kooperationsbeziehungen
4.2.3 Wettbewerb
4.2.4 Zwischenfazit Kapitel 4.2
4.3 Rahmenbedingungen
4.3.1 Humankapital
4.3.2 Institutionelle Dimension
4.3.3 Infrastruktur
4.3.4 Zwischenfazit Kapitel 4.3
4.4 Externe Clusterdimension
4.5 Wahrnehmung
4.6 Zwischenergebnis der Analyse
4.7 Typisierung
4.7.1 Typisierung nach TICHY
4.7.2 Typisierung nach ENRIGHT
4.8 Einordnung in den Clusterlebenszyklus
4.9 Ergebnis
5 Zusammenfassung
5.1 Fazit
5.2 Handlungsempfehlungen
5.3 Forschungsbedarf
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht, ob in der Region Mittelhessen ein Medizincluster existiert oder gerade entsteht. Dabei wird durch eine Kombination aus theoretischer Fundierung und Experteninterviews geprüft, inwieweit die notwendigen Cluster-Strukturen und Akteure in der Region vorhanden sind.
2.1.2 Cluster als Wertschöpfungssystem
Cluster werden aus der Sicht einiger Autoren als Wertschöpfungsketten bezeichnet (vgl. z. B. MOßIG/KLEIN 2003: 2), was jedoch sowohl nach Ansicht von KIESE als auch von SCHRICKE die Situation nicht richtig beschreibt. Sie plädieren dafür, Cluster als den lokalisierten Teil eines Wertschöpfungssystems zu betrachten (vgl. KIESE 2008: 11 / SCHRICKE 2007: 13 f.). Im Gegensatz zu einer Wertschöpfungskette werden in einem Wertschöpfungssystem dem Systemcharakter von Produktion und Innovation sowie den horizontalen und diagonalen Verbindungen in Clustern Rechnung getragen (vgl. KIESE 2008: 11). Um die Funktionsweisen, die innerhalb eines Clusters ablaufen, besser zu verstehen, wird daher im Weiteren erläutert, was unter einem Wertschöpfungssystem in dieser Arbeit verstanden wird.
Wertschöpfungssysteme zeichnen sich durch einen breiten Fokus aus. Im Gegensatz zu der vertikal-linearen Dimension einer Wertschöpfungskette werden auch horizontale und diagonale Verbindungen beachtet (vgl. SCHRICKE 2007: 15). Wichtiger Bestandteil des Wertschöpfungssystems ist weiterhin die Wertschöpfungskette mit ihrer vertikal-linearen Dimension. Während in der Literatur einige Autoren die Wertschöpfungskette, auch Wertkette genannt, innerhalb eines Unternehmens verorten (vgl. PORTER 1999: 63), sehen andere die Wertschöpfungskette auch zwischen verschiedenen Unternehmen bestehen (vgl. TATIKONDA/STOCK 2003: 445 ff.). Die Wertschöpfungskette, im Englischen „Supply Chain“, wird definiert als ein „…network of organizations involved from beginning to end in transforming and transporting materials and information in order ultimately to create and to deliver valued products to end customers“ (TATIKONDA/STOCK 2003: 446). Abbildung II zeigt eine schematische Darstellung einer Wertschöpfungskette, die lediglich eine vertikal-lineare Dimension aufweist, in der Waren in die eine Richtung fließen und Informationen in die andere Richtung.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema Cluster ein und erläutert die Problemstellung sowie die Zielsetzung der Arbeit, die sich mit dem Medizincluster in Mittelhessen beschäftigt.
2 Einführung in das Clusterkonzept: Es wird das theoretische Fundament erarbeitet, indem der Cluster-Begriff, Typisierungen und der Cluster-Lebenszyklus als Grundlage für die spätere Analyse definiert werden.
3 Methodik: Hier wird ein Analyserahmen entwickelt, um die Cluster-Kriterien zu operationalisieren, ergänzt durch das methodische Vorgehen bei den Experteninterviews.
4 Analyse: Der Hauptteil der Arbeit, in dem die quantitative Erfassung des Untersuchungsraumes sowie qualitative Merkmale und Rahmenbedingungen analysiert und typisiert werden.
5 Zusammenfassung: Hier werden die Ergebnisse der Arbeit reflektiert, ein Fazit gezogen sowie Handlungsempfehlungen und weiterer Forschungsbedarf aufgezeigt.
Medizincluster, Mittelhessen, Clusterkonzept, Wertschöpfungssystem, Medizintechnik, Pharmaindustrie, Experteninterviews, Clusterlebenszyklus, Wirtschaftsgeographie, Standortanalyse, regionale Wettbewerbsfähigkeit, Innovationsnetzwerke, Clusteranalyse, TIMM, Strukturmerkmale.
Die Arbeit untersucht, ob in der Region Mittelhessen – konkret in und um Gießen – die für ein Cluster notwendigen Strukturen und Akteure der Medizin- und Pharmabranche vorhanden sind.
Zentrale Felder sind die theoretische Herleitung des Clusterbegriffs, die Identifikation von Unternehmen und Forschungseinrichtungen sowie die Analyse der Kooperationsbeziehungen und Rahmenbedingungen.
Das primäre Ziel ist es, anhand eines eigens entwickelten Analyserahmens zu prüfen, ob die Region Mittelhessen ein funktionsfähiges Medizincluster aufweist und in welchem Lebensstadium sich dieses befindet.
Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf einer Literaturanalyse, einer quantitativen Erfassung der Akteure sowie leitfadengestützten Experteninterviews basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine quantitative Erfassung der regionalen Akteure, eine qualitative Untersuchung der Wertschöpfungsketten und Kooperationen sowie eine Analyse der Rahmenbedingungen und der externen Vernetzung.
Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe Medizincluster, Mittelhessen, Clusteranalyse, Medizintechnik, Wissens- und Technologietransfer sowie regionale Wirtschaftsförderung beschreiben.
Das Zentrum gilt als wichtige Infrastrukturmaßnahme, die zukünftig die Verzahnung von Hochschule und Unternehmen verbessern soll und somit eine Schlüsselrolle in der regionalen Clusterentwicklung einnimmt.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass ein Cluster im Bereich der Medizintechnik in Mittelhessen vorliegt, der sich derzeit in der Wachstumsphase befindet, wobei jedoch strukturelle Defizite bei der internen Kooperation bestehen.
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